Im Frühjahr entdeckten Spaziergänger etwas höchst Seltsames: Da ragte ein dickes blaues Rohr in den Fluss und daraus strömte Wasser, reines Trinkwasser. Etwas weiter war eine Wasseruhr installiert. Neugierig geworden, maßen Bewohner, wieviel Trinkwasser täglich in den Fluss geleitet wurde. Es waren täglich 200 Kubikmeter, das sind 200.000 Liter! Eine beträchtliche Menge.
Also wurde die Lokalzeitung informiert, die schrieb darüber. Landatsamt und Wasserwirtschaftsamt wussten angeblich von nichts. Als erste Reaktion wurde dann ein abschließbarer Bügel über die Wasseruhr geschraubt, so dass der Verbrauch nicht mehr abgelesen werden konnte.
Dann stellte sich heraus, dass wirklich täglich 200.000 Liter Trinkwasser in den Fluss geleitet wurde. Aber warum?
Auch das wurde gelöst: Da gab es ein zu großes Rohr, aber der Wasserverbrauch war gesunken. Die Fließgeschwindigkeit war zu niedrig, es bildeten sich Ablagerungen auf den Innenwänden. Da hatte ein Schreibtischtäter eine Idee: Wir setzen dem Trinkwasser Phosphor zu und pumpen mehr Wasser durch die dicken Rohre und leiten das Wasser in den Fluss.
Das war ja ein echter Schildbürgerstreich: In den Kläranlagen wird ein immenser Aufwand getrieben, um das Phosphor aus dem Abwasser zu entfernen und die Stadtwerke pumpen mit Phosphor angereichertes Trinkwasser in den Fluss.
Also musste etwas geschehen. Nach monatelangem Hin und Her wurde sich auf eine Teillösung geeinigt: Jetzt dürfen täglich nur 75.000 Trinkwasser eingeleitet werden.
Unglaublich, aber wahr!
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das sind vielleicht pflaumen! ein kumpel hat eine alte mühle, die steht ganz allein in der landschaft. da wollten die heinis vom wasserwirtschaftsamt, dass er eine neue klärgrube für zwei personen baut, für 50.000 eier. ist mir klar, der soll das phosphor wieder rausfiltern, was die stadtwerke einleiten. solche pfeifen!
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Lieber Reiner,<br />
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diesen Fall kenne ich auch! Dabei gibt es eine Ausnahmeregelung: Wer ein landwirtschaftlich genutztes Einzelanwesen hat, für den entfällt die Nachrüstpflicht in Sachen Kläranlage. Bei mir haben sie<br />
es ja auch versucht. Da habe ich auf diese Ausnahmeregelung gepocht. Zu dieser Mühle gibt es auch einen See. Wenn da Fischzucht betrieben wird, dann ist das eine Landwirtschaft, und dann gilt die<br />
Ausnahmeregelung.<br />
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Bei mir haben sie dann damit gedroht, dass ich von meiner Herkunft und meiner Bildung her nicht geeignet bin, eine Landwirtschaft zu führen. Irgendwann im August treffen wir uns vor dem<br />
Verwaltungsgericht, das wird gewiss lustig. Dürfen hierzulande nur Franken eine Landwirtschaft betreiben? Wenn das nicht rassistisch ist?!<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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