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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Mein Buch: zu brutal?

Heute wurde ich von einem alten Lehrer angesprochen. Er hatte sich mein Buch gekauft, weil sein Stammtisch darüber geschimpft hatte. Er fragte dann die Runde, ob einer das Buch schon gelesen habe. "So etwas lesen wir nicht!" sagte einer. "Aber unser Ortssprecher, der hat das Buch gekauft, der liest es!"

Tja, und heute hat er mich angesprochen und mir von seinem Stammtisch erzählt. Dann meinte er: "Dein Buch ist ja ganz schön brutal!"

"So, wo denn?"

"Naja, wenn die Kameltreiber wegen ein bisschen Gold ihren Kameraden umbringen."

"Und wenn hierzulande Menschen umgebracht werden, dann ist das nicht brutal? Denke an die beiden jungen Frauen, die auf einem Campingplatz bei Cuxhaven ermordert wurden. Oder der Dreifachmord auf einem Campingplatz bei Münster?"

"Naja, das stimmt schon. Aber das soll doch ein Kinderbuch sein!"

"Nicht dass ich wüsste. Wer behauptet denn, dass das ein Kinderbuch ist?"

"Das hat einer am Stammtisch erzählt, was anderes kannst Du gar nicht schreiben ..."

"Und diesen Schmarrn glaubst Du? Glaubst Du auch, dass das nur ein Kinderbuch ist?"

"Naja, dein Buch ist halt ganz anders. Es ist spannend, aber Du hast mir meine romantische Vorstellung von der Mongolei zerstört."

"Das ist das Problem von vielen. Wenn sie Mongolei hören, dann schwärmen sie von Freiheit und der Weite der Steppe."

"Ich auch. Und jetzt erfahre ich, dass es dort auch Mord und Totschlag gibt."

"Das wundert mich. Du warst doch Lehrer, da musst Du doch wissen, wie Menschen sind."

"Naja, ich habe aber meine Ideale ... Und ich habe Der Zorn der Wölfe gelesen."

"Die Wirklichkeit schaut anders aus. Und bei Zorn der Wölfe, da stimmt vieles nicht, aber lassen wir das."

"Also, spannend zu lesen ist dein Buch, Du hast da mehrere Spannungsbögen ineinander verwoben, das ist wirklich gut. Und manchmal bist Du sehr direkt, wenn Du z. B. eine Stadt mit den Augen eines Nomaden siehst."

"Und stört dich das?"

"Nein, nein, aber Du hältst uns schon den Spiegel vor. Das ist fast ein Schock. Das hatte ich nicht erwartet, dass Du so treffend schreiben kannst. Wirst Du noch mehr schreiben?"

"Ich habe schon mehr geschrieben. Aber erst einmal muss dieses Buch unter die Leute."

"Worüber hast Du schon geschrieben?"

"Wie es mit mir weiterging, hier in Deutschland. Und wie ich hier Anschläge auf mein Leben überlebt habe."

"Du, ich muss dir was sagen: Als einmal ein Bauer extra bei Sturm seinen Acker nebenan gespritzt hat, so dass Du und deine Tiere schwerkrank geworden seid, das war Absicht! Aber Du hast es ja überlebt."

"Und meine Tiere auch. Ich bin eben eine Schamanin, ein echte. Mit diesem Bauern habe ich noch ein Hühnchen zu rupfen oder zwei ..."

(C) Copyright 2004-2009 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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A
<br /> Vielen Dank für das Buch! Die Seiten ab 105 (Begegnung mit dem Alten) treffen genau meine Erfahrungen! Am 15.1. werde ich versuchen, in Heilsbronn zu sein. Machen Sie auch Menschenheilung (habe<br /> Aneurysma in der Bauchaorta)? Ansonsten für Sie: Jedweden Schutz! Herzliche Grüße, Arthur Schmitt<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> Lieber Arthur,<br /> <br /> dass Sie zur Lesung kommen werden, darauf freue ich mich! Und was Ihr medizinisches Problem angeht, darüber möchte ich nicht öffentlich schreiben. Bis bald!<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />
A
Liebe Kiat,<br /> <br /> einer lieben Kundin, welche mir sehr am Herzen liegt, druckte ich die Leseprobe aus deinem Buch aus. Ihre Reaktion war auch, wie soll ich sagen...? Nun, sie meinte, dass der Inhalt sehr brutal bzw. grausam ist und sie darüber fast erschrocken ist..<br /> Nun begann es in mir zu arbeiten. Wie du weißt, habe ich ein zweites Exemplar mitbestellt um es eben genau dieser Frau zum Geschenk zu machen. Um ihr eine Freude zu machen, denn sie hat bereits sehr viel für mich und meine Tochter getan. Jetzt hatte ich leichte Zweifel, ob dies ein passendes Geschenk ist. Ich schob die Zweifel beiseite und brachte ihr das Buch im Geschäft vorbei. Gestern Abend rief sie mich an, bedankte sich ganz rührend und betonte welch große Freude sie mit deinem Buch hat und dass sie schon eifrig am Schmökern ist :-)<br /> Und bei ihr weiß ich, dass sie so etwas nur sagt, wenn sie es auch wirklich ehrlich meint.<br /> <br /> Liebe Grüße, Awi
Antworten
K
<br /> Lieber Awi,<br /> <br /> irgendwie verstehe ich manchmal die Menschen nicht: Wir brauchen doch nur aus dem Fenster oder in die Zeitung zu sehen, was sehen wir da an Brutalität. Dass manche meinen, meine Erlebnisse seien<br /> brutal, das verstehe ich nicht. Offenbar werden da irgendwelche Illusionen zerstört.<br /> <br /> Und ich habe ja alles überlebt, es kann also nicht so schlimm gewesen sein. Meine Botschaft ist ja auch die: Leute, gebt nie auf! Es geht immer irgendwie weiter!<br /> <br /> Wir alle müssen uns der Wirklichkeit stellen, mit einer rosaroten Brille kommen wir nicht weit. Ich hatte mal eine Frau bei mir, die war sehr depressiv. Grund: Sie meinte immer, alle Menschen sind<br /> gut, aber sie wurde ständig enttäuscht. Und dieser Zwiespalt trieb sie um. Es ist gewiss schön, Ideale zu haben, nur Ideale sind nicht die Wirklichkeit. Mit der Realität müssen wir uns<br /> auseinandersetzen, alles andere ist Träumerei.<br /> <br /> Nun, bei der für dich sehr wichtigen Kundin hat es ja doch geklappt. Ich wünsche ihr und dir ein "Langes Leben"!<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
H
Liebe Kiat,<br /> <br /> ich wundere mich ehr über diese romanischen Vorstellungen. Haben die sich nicht informiert? Das mit den Temperaturen bekommt man schnell heraus, und auch wie schwer es ist in der Steppe zu überleben. Bei den Vorstellungen kann ich nur mit den Kopf schütteln…<br /> Komisch. Das erste wo ich mehr über die Mongolei und die Sitten gehört habe war wirklich diese "Marco Polo" Serie. Hoffe ich kann sie mal auch DVD ergattern.<br /> Und da war schon einiges Drinn. Auch wenn man so einiges Hinzudichten mußte, denn so viel waren die Schriften ja nicht als dass man darauf eine mehr teilige Serie machen könnte. Dazu noch den 13. Jahrhundert gemäß… also blos nicht los lachen.<br /> Ich kann mich aber noch gut an eine Szene erinnern, als Marcos Vater und Onkel von ihrer ersten Reise zurück kamen und den Papst vorsprachen.<br /> Da erzählten sie von Papiergeld. Keiner wollte ihnen glauben das es in Osten ja nur Dunkelheit gäbe.<br /> Witzig fand ich auch die Szene in der man von den wilden Mongolen sprach und Marcos Vater darauf erwiderte, dass man sie die ganze Zeit über gut aufgenommen hat, erst als in Westen kamen wurden sie überfallen. :o))<br /> <br /> Das mit der Schule ist eine gute Idee, mach dass mal! :o)<br /> <br /> Und deine "Kong-Fu" Schrift könnte ich gut lesen. Kein Problem. Sie erinnert sehr an die Schrift meiner Schwiegermutter, sie hat ein ähnliches Schriftbild.<br /> Übrigens Schwiegermutter, ihr und meiner Mutter will ich das Duch auch mal schenken. Wird Beiden bestimmt gefallen.<br /> Wobei ich bei deinen Zeilen öfters tratsächlich meine Schwiegermutter wieder erkenne… irgendwie.<br /> Würde auch die ähnliche Schrift erklären. ;o)<br /> <br /> Liebe Grüße<br /> <br /> Heike
Antworten
K
<br /> Liebe Heike,<br /> <br /> jemand wie Du mit gesundem Menschenverstand kann sich vorstellen, was es bedeutet, bei Minustemperaturen zu überleben. Allein Waschen ist ein großes Problem! Und im Ger waren bei strengem Frost die<br /> Temperaturen höchstes um den Gefrierpunkt. Brennmaterial war ja Mangelware, da wurde Mist gesammelt, das reichte gerade für das Kochen.<br /> <br /> Aber hierzulande brauchen viele Menschen ihre romantischen Vorstellungen. Und sollen sie doch.<br /> <br /> Stimmt, alles darfst Du auch ncht glauben, was Marco Polo berichtet, er sieht es halt durch seine europäische Brille. Papiergeld haben schon längst vorher die Chinesen eingeführt. Und im<br /> europäischen Mittelalter hatten die jüdischen Kaufleute ihre Wechselscheine auf Papier, sehr zum Verdruss der Raubritter: Wenn die einen jüdischen Kaufmann überfallen hatten, fanden sie kaum Geld.<br /> Also blühte der Aberglaube, dass die Juden zaubern können ...<br /> <br /> Dass finde ich toll, dass Du deiner Mutter und deiner Schwiegermutter das Buch schenken willst!<br /> <br /> Und ich freue mich, dass Du meine Kung-Fu-Schrift entziffern konntest.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
T
Hallo Kiat!<br /> <br /> Ich habe dein Buch gelesen (verschlungen). Es ist wahnsinnig spannend, aber teilweise wirklich grausam. Was du alles durchleben musstest, ist eigentlich viel zu viel für ein Leben.<br /> Gerade als Kind bereits verstoßen, geschlagen und verjagt zu werden finde ich grausam. Ich hoffe alle die dir böses angetan haben, haben ihre gerechte Strafe erhalten.<br /> Hast du noch mal etwas von deiner Sippe erfahren (evtl. auf spirituelle Weise)?<br /> Oder von Gorin, dessen Namen du getragen hast?<br /> Wie bist du eigentlich von dem Namen Kriemhild Kippmann wieder weg gekommen?<br /> Erfahren wir das im nächtsen Buch?<br /> <br /> Ich finde nur schade, dass nicht erwähnt wird, dass es sich um wirklich wahre Ereignisse und nicht um die Phantasie einer guten Autorin handelt.<br /> Schade, dass du die Roman-Form gewählt hast und nicht eine Autobiographie.<br /> <br /> Aber im Grunde ist es egal, das Buch ist gut und ich freue mich auf das nächste!<br /> <br /> Liebe Grüße<br /> Das Tanzende Kind
Antworten
K
<br /> Liebes Tanzendes Kind,<br /> <br /> naja, an einigen Stellen mag es gausam erscheinen, aber ich habe es ja überlebt. Und immer wenn ich meinte, jetzt kommt das Ende, da erhielt ich Hilfe. Und das ist auch die Botschaft: Leute, gebt<br /> nicht auf! Es geht immer irgendwie weiter!<br /> <br /> Ich habe aber auch Menschen kennengelernt, die sich um mich gekümmert haben und von denen ich viel gelernt habe. Wie alter Mann, einen sehr berühmten Seher, was ich erst viel später erfuhr. Diese<br /> Menschen haben mich auch davon überzeugt, dass ich endlich zu meinen schamanischen Fähigkeiten stehe und nicht mehr davonlaufe.<br /> <br /> Und ohne diese vielen Menschen hätte ich nicht überlebt, vor allem später in Deutschland.<br /> <br /> Was meine mongolische Sippe angeht, da habe ich keinerlei Verlangen, sie wiederzusehen. Wie Du gelesen hast, die wollten mich ja vergiften. Gorin ist längst friedlich gestorben.<br /> <br /> Ja, im nächsten Buch wird mein "Geheimnis" weiter gelüftet. Da geht es dann darum, wie ich die vielen Attentate auf mein Leben überlebe, ohne meine schamanischen Fähigkeiten wäre es wohl ganz<br /> anders gelaufen.<br /> <br /> Ich musste die Romanform wählen, es ist eigentlich ein Schlüsselroman. Hätte ich militärische Geheimnisse ausführlich genannt, dann wäre ich bestimmt eine Leiche. Militärs kennen da keinen Spaß und<br /> Geheimdienste schon gar nicht.<br /> <br /> Dass meine Geschichte authentisch ist, das merkt eigentlich jeder an den Details. Immer wieder wurde ich gefragt: "Woher wissen Sie das?"<br /> <br /> Ich freue mich, dass Du mein Buch verschlungen hast und es spannend findest. Und damit hat mein Buch seinen Zweck erfüllt. Es enthält noch einige Details, die erschließen sich meist erst beim<br /> mehrmaligen Lesen.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
H
liebe Kiat,<br /> <br /> dein Buch ist bei mir Gestern angekommen. Und ich bin kräftig an lesen.<br /> Dabei ging mir heute durch den Kopf, dass es ein Buch ist was wir früher in der Schule gelesen hätten, so in der 9. oder 10. Klasse.<br /> Da hatten wir schon solche Bücher als Thema.<br /> <br /> Und so romanische Vorstellungen von der Monoglei hatte ich vorher schon nicht, sind ja auch Menschen. ;o)<br /> <br /> Liebe Grüße<br /> <br /> Heike
Antworten
K
<br /> Liebe Heike,<br /> <br /> wie sich das trifft: ich erhielt schon einige Anfragen von Lehrkräften, ob ich nicht eine Lesung bei ihnen in der Schule veanstalten könne mit anschließender Frage- und Diskussionsrunde?<br /> <br /> Es ist in etwa die gleiche Altersklasse. Ich denke, dass das für alle Beteiligten etwas bringen kann und ich unterhalte mich gern mit Jugendlichen. Mein Buch enthält ja viele Themen, z. B. die<br /> Kollektivierung der einst freien Nomaden oder die sogenannte Zivilisation aus der Sicht eines Nomadenkindes. Wie sehr sich die einst so stolzen Nomaden erniedrigt haben, das steht  ja in dem<br /> Kapitel "Allgewaltiger Chan".<br /> <br /> Und dass Du das Leben in der Mongolei realistisch siehst, das spricht für dich. Ich hatte mal einen Professor bei mir, als der Mongolei hörte, fing er zu schwärmen an. Ich erzählte ihm dann, wie es<br /> ist, bei minus 40 Grad zu überleben, das wollte er nicht wissen: "Hören Sie auf, Sie zerstören meine Illusionen!"<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />