Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Wer ist die größte Firma mit den meisten Arbeitnehmern in Deutschland? Ein Riesenkonzern? Eine Riesenfirma? Es ist die Caritas, der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche.
Doch, das stimmt. Es gibt bundesweit 24.000 Einrichtungen der Caritas wie zum Beispiel Heime, Beratungsstellen, Sozialstationen etc. Da arbeiten rund 500.000 hauptamtliche Mitarbeiter. Dazu kommen noch rund 440.000 Mitarbeiter der Diakonie, der evangelischen "Konkurrenz", macht zusammen fast eine Million, genauer 940.000 Mitarbeiter.
Damit kommen auf rund 85 Bundesbürger ein hauptamtlicher Mitarbeiter von Caritas resp. Diakonie. Und bei diesen 85 Bundesbürgern ist ja jeder Bürger, jede Bürgerin mit eingerechnet, auch die Mittelschichtler, die Reichen und Superreiche, die Millionäre und Milliardäre. Dieser Markt für soziale Dienstleistungen ist nicht ganz billig. Im letzten Jahr gab diese Republik über 750 Milliarden Euro dafür aus. Das bedeutet für jeden einzelnen Bürger runde 9.375 Euro jährlich. Wohlgemerkt, da sind wieder alle Bürgerinnen und Bürger einbezogen, auch diejenigen, die von diesem Topf nichts erhalten.
Wenn wirklich nur die Empfänger von karitativen Leistungen berücksichtigt würden, würde pro Empfänger noch mehr abfallen. Bei der Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen wird stets als Totschlagsargument genannt: Das ist unbezahlbar!
Ist das wirklich unbezahlbar? Im Gegenteil, es ist locker bezahlbar, wenn wir diese Geschäfte mit den Ärmsten der Armen einstellen und durch ein bedingungsloses Grundeinkommen ersetzen.
Nehmen wir zum Beispiel Berlin: Da gibt es circa 10.000 "Sozialunternehmen" mit insgesamt 100.000 Mitarbeitern. An diese 10.000 Sozialunternehmen fließen jährlich 2,2 Milliarden Euro öffentliche Gelder, das bedeutet, durchschnittlich erhält jedes Sozialunternehmen 220.000 Euro. Dazu zählen auch so Firmen wie die Treberhilfe, deren Chef Harald Ehlert jährlich ein Gehalt von 332.000 Euro zuzüglich einer Sonderzahlung von 90.000 Euro erhält, also 422.000 Euro, doppelt so viel wie die Bundeskanzlerin!
Ich frage mich, wieso niemand mal nachrechnet, wieviel Geld damit verplempert wird. Gerade jetzt, wenn alle Politiker vom Sparen reden, wieso fangen sie nicht mal an zu rechnen?
Anmerkung: Die Zahlen habe ich dem Dossier in der ZEIT Nr. 27/2010 auf S. 13ff entnommen.
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