Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Heute rief jemand an, sie wollte mich erreichen und rief meine persönliche Nummer an. Aber es meldete sich eine Stimme im tiefsten Fränkisch.
Sie hörte etwas "von einer Kläranlage", also rief sie mich unter einer anderen Nummer an. Und erzählte davon. Von ihrer Seite gab es auch keinen Wählfehler.
Also ist folgendes passiert:
Um nun dem Ganzen die Krone aufzusetzen, hat jemand anders auch versucht mich privat anzurufen. Auch er landete bei dieser ominösen Kläranlage, er war geistesgegenwärtig und drückte die Mitschneidetaste und spielte uns das vor. Wir erkannten sofort die Stimme eines uns persönlich bekannten Dörflers, er hat seinen Zweitwohnsitz in einer Dorfkneipe ...
Weil es schon nach 21 Uhr war, konnte ich diese Störung nicht melden. Bei der Hotline wird zwar gesagt, dass der nächste freie Platz reserviert ist, aber es fragt sich nur wann. Diese Telekom-Hotline ist wirklich kein Ruhmesblatt. Die sollten wenigstens ehrlich genug sein, und zugeben, dass es wenig Sinn mach, am Abend eine Störung zu melden ...
Diese großen Konzerne haben offenbar abgewirtschaftet. Wenn ich mir da die Bahn ansehe und dann erfahren muss, dass die Klimaanlagen in den ICEs nur für maximal 32 Grad ausgelegt sind. Da kann ich nicht nur den Kopf schütteln. So etwas spricht bestimmt nicht für deutsche Wertarbeit.
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