Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Da hat der Controlletti auf seiner Wiese Heu gemacht und fuhr mit seinem alten Traktor seine Heuwenderrunden. Dabei erzählte er sich etwas - wie immer..
So auch heute abends. Ich dachte mir bei mir: Schau lieber, dass du dein Heu trocken rein bringst!
Aber nein, er fuhr und fuhr seine Runden. Dann fielen die ersten dicken Tropfen und dann goss es wie aus Kübeln. Ja, so sind die Bauern von heute. Sie richten sich nach dem Wetterbericht und bemerken nicht die Anzeichen, dass ein Gewitter mit heftigem Regen aufzieht.
Als er zusehen musste, wie sein Heu in die gemähte Wiese gewaschen wurde, fuhr er an meiner Hofeinfahrt vorbei und drohte mir mit seiner Faust. Wahrscheinlich bin ich mit meinen "Hexenkräften" wieder mal schuld.
Ein anderer Bauer denkt wohl genauso: Als die ersten dicken Tropfen fielen, rumpelte er mit seinem Erntewagen auf seine Wiese, um sein Heu einzufahren. Als er auf seiner Wiese ankam, sammelte er das aufgeweichte, nasse Heu auf seinem Erntewagen. Dann fuhr er zurück. Auch er drohte mit der Faust, als er an meiner Einfahrt vorbei fuhr.
So sind sie halt ...
(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.