Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Am Donnerstag wollte Sarrazin mit seiner Lesereise beginnen, in Hildesheim, in der Buchhandlung Decius.
Daraus wird nichts. Grund: Wie Michael Jens, Geschäftsführer der Buchhandlung Decius, mitteilte, erhielt die Buchhandlung viele Mitteilungen von Kunden. Sie drohten mit Boykott, wenn Sarrazin in dieser Buchhandlung liest. Decius hatte etwa 200 Gäste erwartet.
Angesichts des Werbungaufwandes ist das wenig. Wenn ich mich an eine meiner ersten Lesungen erinnere, da hatte ich 83 zahlende Besucher, obwohl der Dekan meine Lesung verbieten wollte und mit nur bescheidener Werbung.
Zurück zu Sarrazin: Als Decius die Absage der Lesung Sarrazins in der Presse veröffentlicht hatte, beeilte sich eine Sprecherin seines Verlages, die Deutsche Verlagsanstalt, zu sagen, dies sei die einzige Absage. Das stimmt nicht: Für den 25. September sollte Sarrazin in Berlin im Haus der Kulturen der Welt lesen. Diese Lesung findet ebenfalls nicht statt, sie wurde abgesagt!
So bleibt es derzeit bei einer Lesung am 9. September in Potsdam, dann soll Sarrazin in Brüssel und München lesen. Ob es dabei bleibt, erscheint fraglich. Und sein Verlag wird sehr nachdenklich werden, ob er sich mit diesem Buch einen Gefallen erwiesen hat. Bisher hatte die Deutsche Verlagsanstalt einen guten Ruf, den es mit Sarrazin zu verlieren gilt.
Und wieder wiederholt sich die Geschichte: Anfang dieses Jahres sollte der Roman einer HH hochgepuscht werden, bis sich herausstellte, dass er an vielen Stellen ein Plagiat war. Deutsche Leserl ießen sich nicht manipulieren und stimmten anders ab, als die Marketingstrategen geplant hatten. Ich hoffe auch im Buch des Sarrazin, dass es boykottiert wird. Für mich ist dieses Buch Volksverhetzung!
Quellen:
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