Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Da hat jemand eine Briefbombe an Josef Ackermann - dem Chef der Deutschen Bank - geschickt. Der Absender wurde gleich ausfindig gemacht: Die Federazione Anarchica Informale (FAI) - also italienische Anarchisten.
Quellen:
Es weht ein rauer Wind um Ackermanns Nase, mehr und mehr wird er zur gehassten Symbolfigur einer verfehlten Geldpolitik. Sprüche wie "Mach dich vom Acker - Mann!" geistern durch das Internet! Vielleicht bekommt er es auch mit er der Angst zu tun.
Was Ackrmann wahscheinlich weniger gut findet, ist wohl, dass Redakteure - auch in der ARD - im Archiv kramen und auf frühere Berichte stoßen, wie beispielsweise
Was bleibt da bei den Lesern hängen? Nur Schlechtes über die Deutsche Bank! Diese Bank wird künftig von jemandem geleitet, der kein Wort Deutsch spricht! Gegen Josef Ackermann ermittelt die Staatsanwaltschaft - wegen Prozessbetrug! Ackermann wird als Lobbyist an den Pranger gestellt!
Solche Meldungen mögen Bankmenschen überhaupt nicht - solche Meldungen kratzen am Image der Seriösität einer Großbank! Und manche Bürger fragen sich: "Mit so einem hat unsere Kanzlerin Geburtstag gefeiert?" Dieses negative Image zieht so weitere Kreise. Gerade die Kanzlerin ist ja stets bemüht, ja nicht im Zusammenhang mit negativen Schlagzeilen genannt zu werden. Also, wird sie künftig zu Ackermann eine gewisse Distanz an den Tag legen (müssen).
So gesehen, hat diese Briefbombe etwas bewirkt. Sie hat Aufmerksamkeit erregt - auch auf Ereignisse, die von den Medien schon längst wieder vergessen wurden. Trotzdem finde ich Briefbomben nicht das geeignete Mittel - Gewalt ist nie der richtige Weg! Die großen Umwälzungen in der Geschichte fanden stets gewaltlos statt. Gerade die Deutschen sollten sich an die Tage der Wiedervereinigung erinnern, an die gewaltfreien Montagsdemonstrationen, an den Fall der Mauer. Hier wurde ohne Gewalt ein Gewalt bereites Regime als hilflos hingestellt. Wenn sich sehr viele Menschen solidarisieren, dann kann Gewalt nichts mehr ausrichten - außer noch mehr Menschen zu solidarisieren.
Oder nehmen wir Gandhi! Was hat dieser kleine friedliche Mann nicht alles erreicht? Er brachte das übermächtig erscheinende britische Empire ins Wanken! Oder denken wir an Martin Luther King! An seine noch heute berühmte Rede!
Mir wurde zum Beispiel vorgeworfen, du schreibst immer nur Blogs! Setz dich doch selbst zu den Occupy-Anhängern in Frankfurt und übernachte dort in einem Zelt! Und was sollte das bringen? Wieso sollte ich nicht weiterhin meinen Blog als Plattform verwenden und Ungerechtigkeiten und Missstände anprangern? Jetzt, nachdem seit heute mein Blog in 83 Ländern auf diesem Planeten gelesen wird? Und die Reaktionen zeigen, dass es Leserinnen und Leser sind, die nachdenken und nachdenklich werden.
Säße ich in Frankfurt und fröre ich mir den Hintern ab, dann könnte ich zwar ein Plakat hochhalten - aber wieviele Leser erreichte ich dann?
Es gibt viele Wege für den Widerstand gegen ein System - und Blogs sind einer von ihnen. Und dass die "Gegenseite" Blogs als hochgefährlich einstuft, das zeigt folgendes Zitat: "Sie haben durch Blogs, Internet und anderes eine hervorragende Kommunikation. Und sie haben ganz klare Ansichten."
Es wird schon seinen Grund haben, dass der drzeitige Bundesinnenminister auch Blogs im Internet "überwachen" will ...