Vor einem Jahr ging es durch die Medien: Mineralwasser und der Urangehalt. Die Politik wollte sich auf Grenzwerte einigen, nichts geschah.
Es geht dabei nicht um eine Strahlenbelastung, sondern darum, wie giftig ist Uran. Dass es ab einer bestimmten Dosis giftig ist, steht außer Frage. Schließlich ist es ein Schwermetall.
Da gibt es das Bundesamt für Risikobewertung (BfR), das hat festgelegt:
- Wenn Mineral-, Quell- und Tafelwässer mit dem Aufdruck "Für Säuglingsnahrung geeignet" versehen sind, dann darf der Urangehalt nicht höher als zwei Mikrogramm pro Liter überschreiten.
- Das Umweltbundesamt empfiehlt einen Grenzwert von zehn Mikrogramm pro Liter, das ist jedoch nicht gesetzlich verankert.
- Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt einen Wert von 15 Mikrogramm pro Liter, der an einem Tag nicht überschritten werden soll.
- Wässer ab 20 Mikrogramm pro Liter, das ist die einhellige Meinung der Experten, sind als gesundheitsschädigend einzustufen. Grund: Die Gefahr der Nierenschädigung besteht!
Leider gibt es bis heute keine gesetzlich festgelegten Grenzwerte.
Bei Foodwatch gibt es eine PDF-Datei, da sind viele Mineralwässer auf den Urangehalt getestet worden. Manche Daten sind schon etwas angegraut, offensichtlich ist das für die Politik und die Wasserindustrie nicht so wichtig, es geht ja nur um die Gesundheit der Verbraucher.
Wer sich diese Datei ansieht und nach den Edelmarken von Nestlé guckt, wird erstaunt sein:
- Perrier: Urangehalt 2,8 Mikrogramm pro Liter,
- San Pellegrino: Urangehalt 7,3 Mikrogramm pro Liter
Also beide Edelwässer für Säuglingsnahrung ungeeignet. Ich hatte mal Hasenbesitzer da, die wolltem ihrem Hasen etwas Gutes tun: Ihr Hase durfte nur San Pelegrino trinken. Das Ergebnis war augenscheinlich, der Hase hatte große Probleme mit seinen Nieren.
Ich sagte das dem Pärchen, sie wollten mir nicht glauben: "Aber das ist doch so teuer, das muss doch gut sein!"
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