Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Ich weiß. ich kann es nicht lassen, aber ich kann nicht anders:
Heute traf mich eine Frau in der Stadt, sie kam freudig auf mich zu: "Morgen ist doch Vollmond?"
"Ja, früh um 03:36 Uhr. Erwartest du etwas besonderes?"
"Vielleicht sehe ich morgen mein Ufo wieder, wie beim letzten Vollmond?"
"Das ist ja interessant. Wie sah es denn aus?"
"Wie eine große grüne Zigarre! Mindestens zwei Kilometer lang und 1000 Meter hoch. Total unbeweglich. Es sah richtig unheimlich aus."
"Wie konntest du die Länge und die Höhe feststellen, im freien Himmel gibt es doch keine Anhaltspunkte."
"Doch! Ich bin überzeugt, dass da auch Engel damit gereist sind. Mit denen habe ich Kontakt aufgenommen. Die haben mir das gesagt und noch mehr!"
Jetzt erwartete sie offenbar, dass ich sie nach der Botschaft fragen werde. Ich dachte nicht daran. So ein Stuss. Ein Ufo mit Engeln?!
Dann fragte sie mich: "Willst du gar nicht wissen, was die Engel mehr mitteilten?"
"Nö, und wieso sollen Engel auf einem Ufo reisen? Die können doch überall hin, die brauchen doch kein Ufo."
"Vielleicht waren sie müde und wollten sich ausruhen? Da haben sie ein Ufo genommen."
"Haben noch andere das Ufo gesehen?"
"Nein, die Engel sagten mir, das Ufo sei nur für mich bestimmt! Aber du glaubst mir wohl nicht? Na warte, wenn ich morgen die Engel mit ihrem Ufo treffe, dann erzähle ich denen, dass du ungläubig bist. Die werden dann sicher böse auf dich!"
"Du, das mach mal. Und dann erzählst du mir davon. Ich muss aber jetzt weiter." Und ich machte, dass ich weg kam.
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