Overblog Alle Blogs
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

Werbung

Erziehungsheime und "Kinder der Sünde"

Von 1949 bis 1975: Heimerziehung - ein sehr dunkles Kapitel: Viele Kinder galten als "Kinder der Sünde", sie wurden ihren ledigen Müttern weggenommen und in Heime gesteckt. Kinder, die auffällig waren, die landeten ebenfalls in Erziehungsheimen - oft für die Opfer nicht nachvollziehbar.

Erziehungsheim, das bedeutete für die Opfer: Zwangsarbeit, kaum Bezahlung, Gewalt, sexueller Missbrauch. Viele dieser Heime wurden von kirchlichen Einrichtungen geleitet. Gerade in solchen Heimen ging es wie in der Hölle zu. Es klingt wie Hohn, wenn solche Heime nach Heiligen benannt wurden.

Und für die Opfer wurde auch kaum in die Rentenversicherung gezahlt. Dabei mussten viele Kinder Schwerstarbeiten in den Wäschereien etc. leisten.

Opfer erzählen:


Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
M
<br /> Liebe Kiat!<br /> <br /> Ein schreckliches Thema!Mein Großer Bruder und seine beiden Geschwister wurden auch von frühester Kindheit an geschlagen von seinen chronisch überforderten Eltern.Hausbau und 3 Kinder war einfach<br /> zuviel.Sein Bruder verprügelt leider ebenfalls seinen Sohn.Seine Schwester lies sich von ihren Männern schlagen und ausnutzen.<br /> <br /> Und er?Ihn muß ich festhalten, wenn wir auf der Straße mitbekommen, daß ein Erwachsener ein Kind anschreit oder gar schlägt.Sonst kann es nämlich passieren, daß er den Erwachsenen vermöbelt (was<br /> eigentlich richtig wäre aber leider ihm juristischen Ärger evtl sogar Knast bescheren würde).Er lehnt Gewalt ab außer er wird angegriffen.Wenn er in der Lage ist über das Geschehene nachzudenken<br /> und die richtigen Schlüsse zu ziehen (man schlägt keine Kinder) warum sind das dann die Anderen nicht auch?<br /> <br /> Weshalb vergessen die meisten Erwachsenen nur, wie sie als Kind gefühlt und gedacht haben?Mir ist das auch noch sehr gegenwärtig.Mir fällt es sehr leicht mich in Kinder hineinzudenken und zu<br /> fühlen.Ich verbrachte dn größten Teil meiner Kindkeit am Schreibtisch.Noten waren bei uns daheim das Maß aller Dinge.Ich bekomme heute noch Magenkrämpfe wenn etwas Unangenehmes bevorsteht.Das<br /> entstand in meiner Kindheit.Immer beim Mittagessen wurde ich ausgeschimpft, wenn ich eine nicht so tolle Note hatte.(In der Grundschule reichte dazu ne 2 in einer Mathearbeit).Auch in den Ferien<br /> gabs jede Menge Extraaufgaben.<br /> <br /> Ich finde sowohl körperliche wie seelische Gewalt schrecklich.Beides beeinflußt einen sein Leben lang.Jedoch verliert man dadurch nicht seinen freien Willen.Ich würde niemals ein Kind unter<br /> Leistungsdruck setzen und es bis zum frühen Abend mit Extraaufgaben bombardieren.Daran würde mich allein die Erinnerung hindern, wie ich mich mich selbst gefühlt habe.<br /> <br /> Nur wenn ich krank war hatte ich Ruhe.Deshalb war ich als Kind wohl auch so oft krank.Vermutlich habe ich da die Ursache für mein heutiges schlechtes Immunsystem.<br /> <br /> Mit Geld sind die Folgen nicht aufzuwiegen.Da hilft nur selber an den Folgen arbeiten und sie beseitigen.Leider gelingt mir das nicht immer:<br /> Noch heute passiert es meist dann, wenn gerade irgendwas Unangenehmes ist, daß ich krank werde.Weil ich gelernt habe, daß Krankheit positiv ist, dann wird man bedingslos geliebt und wird nicht<br /> überfordert.Aber wichtig ist, daß man aus der Opferrolle rauskommt und bereit ist, an diesen Traumata zu arbeiten.<br /> <br /> Übrigends finde ich es passend, daß diese Heime nach Heiligen benannt sind:<br /> Viele Heilige waren in Wahrheit Verbrecher, die Andersgläubige mit Feuer und Schwert bekehrten und diejenigen, die sich weigerten, sich bekehren zu lassen einfach umbrachten.Ein Papst, der sich in<br /> der Inquisition groß tat und viele unschuldige Leben auf dem Gewissen hat, wurde ja auch heiliggesprochen (ich glaube es war Pius 4).Also paßt es doch!<br /> <br /> Liebe Grüsse von Moira<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Liebe Moira,<br /> <br /> <br /> stimmt ein sehr schreckliches Thema. Diese Gewaltspirale setzt sich über die Generationen fort. Alma hat ja auch einen ausführlichen Beitrag dazu veröffentlicht!<br /> <br /> <br /> Deine Interpretation, dass die Nennung dieser Heime nach Heiligen hat schon etwas. Es lohnt, darüber nachzudenken! Denken wir in diesem Zusammenhand an das Theaterstück §Der Stellvertreter" von<br /> Hochhuth.<br /> <br /> <br /> Und dir wünsche ich, dass du all das, was du in deiner Kindheit an Schrecklichem erlebt hast, überwinden kannst.<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> Nachdenkliche Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
F
<br /> Liebe Kiat,<br /> manchmal habe ich Schwierigkeiten auszudrücken, was ich mitteilen möchte. - Ich erlebe seelische Verletzungen als schlimmer. - Ich besaß einmal ein Buch "Die besten Photos aus "Life" - Ein Bild<br /> zeigte KZ-Insassen, die gerade von Amerikanern befreit wurden. - Sie glaubten nicht mehr an Rettung... Sie blieben weiter apathisch und teilnahmslos sitzen; unfähig zu reagieren...Sie sahen die<br /> Freiheit nicht mehr! - Auch Albträume können sich zu einem automatischen Reaktionsmuster entwickeln. - Gegenüber neuen Grausamkeiten erstarren diese Menschen, unfähig sich zu wehren! - Es gibt<br /> stärkere Menschen, die sich immer wehren werden; zum Glück! Doch die anderen Menschen gibt es auch... Manche Gefängnisse bleiben; auch wenn die Mauern verschwunden sind....Für Menschen mit starkem<br /> Lebenswillen ist das nur wenig nachvollziehbar. - "Gelernte Hilflosigkeit" nennt man das im Fachjargon. Ich habe mit Menschen gearbeitet, die Jahrzehnte in der Psychiatrie verbracht haben und dann<br /> ins "Betreute Wohnen" gewechselt sind. - Sie waren zunächst unfähig, mit dem "Alltag" "draussen" umzugehen.... - So makaber es klingt; auch Gefängnismauern können schützen und Halt geben...<br /> Herzlich grüßt Dich Frank<br /> <br /> <br />
Antworten
E
<br /> Flugblatt alice miller (darf weitergereicht werden):<br /> <br /> Die Wurzeln der Gewalt sind NICHT unbekannt<br /> Das irregeleitete Gehirn und die verbannten Emotionen<br /> <br /> Die Fakten:<br /> 1. Die Entwicklung unseres Gehirns hängt von dem ab, was wir erfahren haben. Das Gehirn bildet sich in den ersten 4 Lebensjahren aus, je nachdem welche Erfahrungen die Umwelt dem Kind bietet. So<br /> entwickelt sich das Gehirn eines Kindes, das vor allem Liebe erlebt hat, anders als das eines Kindes, das grausam behandelt wird.<br /> <br /> 2. So gut wie alle Kinder unseres Planeten werden in ihren ersten Lebensjahren geschlagen. Von Anfang an lernen sie Gewalt, und diese Lektion ist in ihrem Gehirn gespeichert. Kein Kind wird<br /> gewalttätig geboren. Gewalt ist NICHT genetisch bedingt. Sie existiert, weil geschlagene Kinder in ihrem Erwachsenenleben von der Lektion Gebrauch machen, die im Gehirn gespeichert ist.<br /> <br /> 3. Da geschlagene Kinder sich nicht verteidigen dürfen, müssen sie ihren Ärger<br /> verdrängen und ihre Wut auf die Eltern, die sie gedemütigt, ihre angeborene Empathie getötet und ihre Würde beleidigt haben. Später als Erwachsene richten sie diese Wut gegen Sündenböcke und vor<br /> allem gegen ihre eigenen Kinder. Da sie keine Empathie empfinden können, richten einige ihre Wut gegen sich selbst (in Form von Essstörungen, Drogenabhängigkeit, Depressionen usw.) oder gegen<br /> andere Erwachsene (in Form von Kriegen, Terrorismus, Kriminalität usw.).<br /> <br /> Fragen / Antworten:<br /> <br /> F.: Eltern schlagen ihre Kinder, damit diese gehorchen, ohne dies zu hinterfragen. Abgesehen von einer kleinen Minderheit protestiert niemand gegen diese gefährliche Gewohnheit. Warum wird dieser<br /> so deutliche Zusammenhang (zwischen betrogenem Opfer und misshandelndem Täter) von der ganzen Welt ignoriert? Warum haben nicht einmal die Päpste, die für das moralische Verhalten vieler Millionen<br /> Gläubiger verantwortlich sind, letztere bis heute nie darüber informiert, dass es ein Verbrechen ist, Kinder zu schlagen?<br /> <br /> A.: Weil fast ALLE von uns geschlagen wurden und wir alle sehr früh lernen mussten, dass Grausamkeiten normal, harmlos und sogar gut für uns seien. Niemand hat uns jemals gesagt, dass es sich dabei<br /> um Verbrechen gegen die Menschheit handelt. Unser sich entwickelndes Gehirn speichert diese falsche, unmoralische und absurde Lektion. Dies erklärt die emotionale Blindheit, die auf der Welt<br /> herrscht.<br /> <br /> F.: Können wir uns von der emotionalen Blindheit befreien, die wir in der Kindheit<br /> entwickelt haben?<br /> <br /> A.: Wir können uns, zumindest bis zu einem gewissen Grad, von dieser Blindheit befreien, indem wir es wagen, unsere verdrängten Emotionen zu fühlen, auch unsere Angst vor und unsere verbotene Wut<br /> auf unsere Eltern, die uns oft terrorisiert haben in diesen langen Jahren, die die schönsten unseres Lebens hätten sein sollen. Wir können diese Jahre nicht nachholen. Aber indem wir uns der<br /> Wahrheit stellen, können wir unser inneres Kind, das voller Angst und Ablehnung ist, in einen Erwachsenen verwandeln, der seine Wahrheit kennt und daher verantwortungsvoll ist, der schließlich<br /> seine Empathie wiedergewonnen hat, derer man ihn so früh beraubt hat. Wenn wir Menschen werden, die ihre Geschichte gut kennen, können wir nicht mehr bestreiten, dass Kinder zu schlagen ein<br /> Verbrechen ist, das auf der ganzen Welt verboten werden sollte.<br /> <br /> Schlussfolgerung:<br /> Sich um die emotionalen Bedürfnisse unserer Kinder zu kümmern bedeutet weitaus mehr als ihnen eine glückliche Kindheit zu bieten. Es bedeutet, es dem Gehirn der zukünftigen Erwachsenen zu<br /> ermöglichen, gesund und rational zu funktionieren, ohne Perversion und Wahnsinn. Ein Kind dazu zwingen zu lernen, dass Schläge ohne Zweifel gut für es seien, ist die absurdeste und abwegigste<br /> Lektion, die gefährlichste Konsequenzen hat. Diese Lektion, gepaart mit der Tatsache, von seinen wahren Gefühlen getrennt zu sein, bildet die Wurzeln der Gewalt.<br /> <br /> flugblatt ENDE<br /> <br /> ----------------------------------------------------------------------------------<br /> ... wenn zur vermeintlichen Liebe noch der vermeintliche Glaube hinzugefügt wird ist es erst recht ein öffentliches Problem! Und auch wenn niemals der seelische Schaden behoben werden kann so steht<br /> auch diesen Menschen ein annehmbares Leben zu und dazu gehört auch das sich die Kirche öffentlich dazu bekennt und zumindest angemessenen materiellen Ersatz zur Verfügung stellt. NEIN, keinen<br /> Seelsorger der Kirche, denn das wäre aus meiner Sicht ein Peitschenhieb der Ironie und Demütigung.<br /> <br /> weder nachdenkliche noch friede freude eierkuchen grüße,<br /> eher ziemliche PUNKT grüße,<br /> alma<br /> <br /> ps. wütend weil neben der erlittenen pein den menschen auch noch versucht wird ihre wahrnehmung zu trüben ...mein vater und seine geschwister wurden in so ein kirchliches ding gestopft. erst meine<br /> generation kann damit umgehen und tut es ihnen NICHT nach! zumindest die die es geschafft haben aus jenem land auszuziehen. meist ist es noch die möglichkeit der bildung und des wissens die<br /> vorenthalten wird (das wissen um das recht sich zu wehren oder es öffentlich zu machen) ... dazu kommt noch die sogenannte "grausamkeit wird als normalität erklärt" schaut ja in anderen ländern<br /> auch nicht besser aus PUNKT<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Liebe Alma,<br /> <br /> <br /> vielen Dank für deinen Text. Ich habe lange darüber nachgedacht. Und ich denke immer noch darüber nach.<br /> <br /> <br /> Sehr nachdenkliche Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
W
<br /> stimmt. :-(((<br /> <br /> <br />
Antworten
W
<br /> ich bin entsetzt wenn ich höre und lese was kindern alles angetan wurde und teilweise noch wird.<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Liebe Flora, das ist wirklich schlimm, besonders schlimm ist, dass das meistens in kirchlichen Einrichtungen passierte und die Häuser nach Heiligen benannt wurden. Traurige Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />