Und wieder ist in München eine Stelle frei: ein Fastenprediger wird gesucht. Wieder einmal.
Irgendwie können Politker nicht mehr lachen, am wengstens über sich selbst. 2007 musste Django Asül seinen Hut nehmen, er war als Fastenprediger auf dem Nockerberg zu "politisch", was auch immer das heißen mag. Ja, dann kam Michael Lerchenberg. Schon letztes Jahr hat er der Politprominenz einen Spiegel vorgehalten, in den die meisten nicht sehen wollten.
Und dieses Jahr? Was hat Lerchenberg eigentlich gesagt?
Ja, er hat die Worte von Westerwelle weitergesponnen, aber offensichtlich in die falsche Richtung. Aber ich denke, das war nur ein Vorwand. Lerchenberg warf ja einiges den anwesenden Politikern an die Köppe: Skandal um die Landesbank, Skandal um diese komische Kärntner Bank, Skandal um Westerwelles Worte über Hartz IV Empfänger etc.
Vor allem der Altministerpräsident Stoiber musste einiges ertragen, zum Beispiel zu den globalen Intentionen des einstigen Ministerpräsidenten in Sachen Banken: da verglich Lerchenberg das damit, wenn der kleine Edi mit seinem Seifenkistl Rennen fährt und einen Nachttopf verkehrt rum aufsetzt und meint, er fährt in der Formel-1 ...
Gewiss, das war hart. Nun, die Wahrheit ist nun mal hart!
Ich verstehe jetzt den Aufschrei der Empörung nicht. Eine "Fastenpredigt" ist kein lustiger Event, sondern eine Gelegenheit, es den da oben einmal im Jahr zu zeigen. Und für die da oben sollte es einen Gelegenheit sein, darüber nachzudenken.
Nur, das scheint nicht mehr gefragt zu sein.
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