Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Gestern gab der Filter des Aquariums seinen Geist auf. Natürlich an einem Samstag. Wann auch sonst. Also zum nächsten Händler gefahren.
Das war just der, mit dem ich schon einmal das Vergnügen hatte. Aber er hatte damals eine nette und pfiffige Verkäuferin. Die machte einiges wieder wett.
Diesmal gab es eine andere Verkäuferin, erst wollte sie mich einfach nicht bedienen. Dann geruhte sie zu fragen, was ich wolle. "Einen Filter für ein Aquarium", von der und der Größe. Dann suchte sie nach einem Filter, nur war der reichlich groß geraten, wenn ich den in mein Aquarium stecke, wo bleiben dann die Fische? Da sah ich einen passenden Filter. "Geben Sie mir diesen!"
"Nein, den verkaufe ich Ihnen nicht! Ich verkaufe Ihnen nur den Großen!"
"Das glaube ich nicht. Sie verkaufen mir gar keinen." Und bin gegangen.
Dann versuchte ich es bei einem andern Händler. Der wollte mir einen noch größeren FIlter andrehen. "Kleinere habe ich nicht." Tja, was nun? Da erinnerte ich mich, in einem der Nachbardörfer gibt es einen Aquarienhandel. Also hingefahren. Und das war ein Volltreffer. Die junge Frau war sehr freundlich und kompetent. Und sie erklärte mir, wie ich den Filter anschließe und montiere. Und das Wichtigste: Sie hatte einen passenden Filter für mein Aquarium.
Sie hatte mich auch gewarnt, der Filter nicht voll aufzudrehen, das sei zu stark für die Fische. So war es auch. Mit der Grundeinstellung flogen die Fische durchs Wasser, als ob sie Fliegende Fische wären.
Wenn ich wieder etwas brauche, fahre ich gleich zu diesem Händler. Die beiden anderen Händler, die werde ich wohl kaum wieder aufsuchen. Da jammern manche Händler über schlechte Zeiten. Aber hallo! Leute, kundenfreundlich solltet ihr schon sein ...
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