Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
In der aktuellen Wochenendausgabe des Schwabacher Tagblatt erschien ein ausführlicher Artikel über meine Lesung am 4. Mai 2010 im Café am Wehr. Vor 70 Zuhörern.
Marlene Markel schreibt:
Ein Krimi, den das Leben schrieb
»Schwabach liest«: Kiat Gorina stellt spannenden Roman vor
SCHWABACH - In der Literatur-Reihe »Schwabach liest« waren 70 Zuhörer ins Café am Wehr gekommen, um Kiat Gorina zu erleben, eine junge, außergewöhnliche Frau, die ihr Buch »Die Schamanin die keine sein wollte« vorstellte.
Es ist ihre eigene erlebte Geschichte, aber in der dritten Person geschrieben. Kiat Gorina ist die Tochter einer Mongolin und eines deutschen Ingenieurs. Sie wächst zunächst in der Mongolei bei ihrer Mutter auf. Aber deren Clan tritt dem kleinen blonden Mädchen mit blauen Augen, voller Misstrauen entgegen. Mongolen sind schwarzhaarig mit braunen Augen.
Durch die Wüste Gobi
Kiat Gorina ist anders. Deswegen wird sie auch von ihrer Mutter als kleines Mädchen mit einer Salzkarawane über die Wüste Gobi zu einem entfernten Verwandten geschickt, der einer anderen Sippe angehört. Allein und ohne ein Wort oder Blick von ihrer Mutter zu bekommen. Auch hier wird sie sehr misstrauisch empfangen, und ist nicht willkommen. Nun beginnt ihre Odyssee.
Sie wurde gequält, gefoltert, gedemütigt, bedroht, getötet zu werden, beschuldigt, wenn über das Nomadenvolk Unheil kam. Sie war schuld an allem, was nicht willkommen oder gut war.
Ihr kindlicher Wunsch war es, normal zu sein, so wie jedes andere Kind. Sie wollte dazu gehören zu ihrem Volk, aber dieser Wunsch wurde ihr verwehrt. Stattdessen lebte sie mehr draußen mit den Wölfen zusammen als mit den Menschen in deren Zelten.
Kiat wird krank, kommt in ein russisches Krankenhaus, wo Mongolen behandelt werden, und lernt da einen alten weisen und klugen Mann kennen. Dieser Mann eröffnet ihr: »Ja Mädel, du bist eine Schamanin.« Später mit 13 Jahren kam sie in Russland zum Militär für drei Jahre.
Auf ihrer verzweifelten Flucht die Mongolei zu verlassen durchstreift sie verschiedene Länder wo sie immer wieder auf Menschen trifft die ihr helfen. Buddhistische Mönche, Seher, Schamanen, von denen sie viel Wissenswertes auf ihren Lebensweg mitnimmt. Vielleicht hat dieses Wissen sie stark gemacht. Malwine Markel
15.5.2010
Diesen Artikel findet ihr im Original unter.
Über diese Nachlese habe ich mich sehr gefreut!