Bis Juni 2010 wollen sich GEZ und die Ministerpräsidenten der Länder für ein neues Gebührenmodell entscheiden. Das wird dann total ungerecht!
Zwei Modelle stehen zur Auswahl:
- Es soll eine Haushaltsabgabe eingeführt werden, das bedeutet, dass jeder Haushalt die vollen Gebühren zahlen soll, unabhängig davon, ob in diesem Haushalt empfangsfähige Geräte herumstehen oder nicht.
- Im zweiten Modell gibt es eine "modifizierte Geräteabgabe", im Endeffekt läuft auch dieses Modell darauf hinaus, dass jeder Besitzer eines Radios, Fernseher, PC oder Handy den vollen Gebührensatz zahlen soll. Und die Beweislast soll umgekehrt werden, das bedeutet, dass der Betroffene beweisen muss, dass er keine dieser Geräte besitzt. Bisher war es ja so, dass die GEZ nachweisen musste, dass in einem Haushalt sich Empfangsgeräte finden.
Ganz gleich, für welches Modell entschieden wird, ungerecht sind beide. Diese Gebühreneinzugszentrale, auch GEZ genannt, ist sowieso veraltet. Sie entstand zu einer Zeit, als Radio und Fernsehen nur über Antenne zu empfangen waren. Heute gibt es soviele Möglichkeiten, Programme zu empfangen, da macht es überhaupt keinen Sinn mehr, für die öffentlichrechtlichen Sender extra Gebühren zu kassieren.
Was kostet eigentlich dieser GEZ-Verwaltungsapparat? Nun, im Jahr 2008 immerhin 164 Millionen EUR! Nur um Gebühren einzuziehen! Jetzt ist auch klar, dass die Arbeit der GEZ manchmal putzwunderlich erscheint, wenn sogar der längst verstorbene Adam Ries zur Zahlung aufgefordert wurde!
Und gleich kommen auch die Gelben, hier in Gestalt einer Miriam Gruß, die fordert gleich von jedem steuerpflichtigern Bürger eine pauschale Abgabe pro Jahr. Klar, die Gelben halten es ja mit Pauschalen. Der derzeitige gelbe Gesundheitsminister will ja auch das Gesundheitssystem umbauen, da soll es dann nur einheitliche Kopfpauschalen geben. Es war zu erwarten, dass diese schwarz-gelbe Regierung das Solidaritätssystem aufgibt. Bisher war es so, je mehr jemand verdient, umso höher sind seine Krankenkassenbeiträge. Damit konnten auch diejenigen Kranken mitfinanziert werden, die wenig oder gar nichts verdienen.
Aber solche Leute brauchen die Gelben nicht und wollen sie auch nicht. Sollen sie doch verrecken, ist wohl die gelbe Devise!
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