Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Da haben sich die Etablierten geeinigt - auf den Nachfolgepräsidenten von Christian Wulff. Dabei hatten es besonders die Gelben schwer. Noch vor zwei Jahren stimmten sie mehrheitlich gegen Gauck. Aber was juckt es die Gelben - eine Umfaller-Partei war sie schon immer.
Dabei hat Gauck in den letzten Jahren immer mehr gezeigt, dass er durchaus zu den Gelben passt. Ein Neoliberaler durch und durch. Und deshalb hat die Reinwaschung des Kandidaten begonnen. Auch die Süddeutsche macht bei der Reinwaschung mit:
Quelle: sueddeutsche.de Was Gauck wirklich gesagt hat
Die Methode ist einfach und plump: Ja, er hat komisch dahergeredet - aber er hat das nicht so gemeint - schließlich ist er genau genommen ein Prediger! Schauen wir uns doch einmal an, was dieser Prediger von sich gegeben hat:
Occupy-Bewegung: Der Prediger hält sie für "unsäglich albern". So, so, es ist also albern, die Zockereien der Banken - auch der Deutschen Bank! - anzuprangern. Oder wenn die Deutsche Bank ihre Kunden auf den Tod von Menschen wetten lässt, dann findet der Prediger das auch "albern"?
Stuttgart 21: Der Prediger warnt, vor einer Protestkultur, "die aufflammt, wenn es um den eigenen Vorgarten geht". Die deutsche Neigung zu Hysterie und Angst bezeichnete er als "abscheulich". Beim Monsterprojekt S21 geht es um die Erhaltung der Natur, es geht um die Bewahrung der Schöpfung! Aber das ist diesem Prediger wohl egal. Ihm geht es wohl selbst um seinen eigenen Vorteil: Er will Präsident werden - um jeden Preis - auch auf Kosten der Schöpfung - die der Gott, an der zu glauben vorgibt, geschaffen hat.
Thilo S.: Der Prediger verkündet, dass Thilo S. "Mut bewiesen" habe. Der Prediger findet es also völlig in Ordnung, dass ein Bestsellerautor die Ärmsten der Armen verhöhnt, dass er die Spaltung der Solidargemeinschaft weiter vorantreibt. Ist das noch ein christlicher Prediger?
Sozialstaat: Der Prediger wird vom Erwerbslosenforum als "Theologe der Herzlosigkeit" bezeichnet. Und mit Recht! Das wird ein Präsident werden - ein Präsident aller Deutschen - aber nicht wenn sie Langzeitarbeitslose sind? Und die Agenda 2010 des Altbundeskanzlers Schröder findet der Prediger "mutig". Mutig und vorteilhaft wäre es, wenn die Politik sich endlich für das bedingungslose Grundeinkommen entscheidet! Das ja auch schon heute finanzierbar ist, ohne dass diese Republik sich nicht neu verschulden müsste.
Ich wüsste deshalb einen richtigen Kandidaten für das Bundespräsidentenamt: Götz Werner, den Gründer der Drogeriekette dm und heftiger Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommen. Er ist nachweislich ein erfolgreicher Unternehmer und weiß, was dieses Land braucht. Er wäre ein wesentlich besserer Kandidat als dieser Prediger Joachim Gauck!
Offener Brief an Bundespräsident Joachim Gauck
Volker Pispers bringt es - wie immer - auf den Punkt:
Joachim Gauck gegen die Occupy Bewegung