Wer sich diese schwarzgelbe Regierungskoalition anschaut, schüttelt den Kopf. Anfangs gepriesen als die "Traumkoalition" mutiert sie mehr und mehr zur Krawallbude.
Als in dieser Republik die ersten CDs mit Daten von Deutschen auftauchten, die Schwarzgeld vor dem deutschen Finanzamt in der Schweiz versteckt haben sollen, mussten die Gelben ablenken. Und vor allem der große Vorsitzende der Gelben holte einen Knüppel aus dem Sack voller Stammtischparolen und drosch erbarmungslos auf die Ärmsten der Armen ein. Mit dieser populistischen Aktion konnte er den freien Fall seiner Partei vorübergehend stoppen.
Nur, endlich wurde es der Kanzlerin zu viel. Obwohl 2010 von der EU zum Jahr des Kampfes gegen Armut und sozialer Ausgrenzung ausgerufen war, wollte sie auf keinen Fall, dass ihr Mann im Außenamt und ihr Stellvertreter gerade das Thema Armut hochkocht. Es kam zu einer Auseinandersetzung um den "Duktus".
Was soll denn das wieder heißen? Duktus, das war bei mir bisher die Art des Schreibens, die Linienführung. Dabei hat ja ihr Stellvertreter immer auf die Langzeitsarbeitslosen verbal geschimpft, weil sie seiner Meinung nach den ganzen Tag nur in der sozialen Hängematte schaukeln und spätrömischer Dekadenz nachgehen.
Aber das war ja noch harmlos. Bei der Kopfpauschale kriegen sich gleich mehr an die Köppe. CSU und FDP sowieso, auch Teile der CDU können sich mit Röslers Plänen nicht anfreunden. Zwischenzeitlich hat offenbar die Lobbyarbeit in Berlin sich ausgewirkt, denn jetzt bekämpft sich die CSU-Landesgruppe in Berlin mit der Münchner CSU.
Namentlich Hans-Peter Friedrich, Chef der CSU-Landesgruppe in Berlin, greift seine Müncher Parteifreunde, vor allem Haderthauer und Söder an. Und Söder, der im Fasching als Gandalf der Graue gesichtet wurde, schlägt zurück. Sogar versögnlich: er bietet seinem Kritiker Nachhilfeunterricht an.
Dann kritisiert Kauder den CSU-Chef Seehofer. Mein Fazit: Jeder gegen jeden! Also eine Krawallbude. Diese Regierungskoalition wird laut Umfragen von der Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr ernst genommen ...
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