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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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GLOSSE: Geschacher um Schach

Da gibt es die Mittelfränkischen Schachmeisterschaften - seit 1951 finden diese Meisterschaften in der Karwoche von Dienstag bis Ostersamstag statt. Und seit 1951 hat sich niemand daran gestört - wieso auch.

Dieses Jahr war alles anders: Diese Meisterschaften wurden in Weißenburg veranstaltet - oder sollten dort stattfinden. Und in diesem Jahr hatte die Stadt ein Problem mit einem Markttag am Ostersonntag! Dagegen liefen die Kirchen Sturm! Gegen die Öffnung der Geschäfte am Nachmittag!

Das führte dazu, dass dieser Marktsonntag verlegt wurde. Ja, und dann wird publik, dass die Schachspieler am Karfreitag spielen wollen! Das geht natürlich nicht! Der Karfreitag gehört doch zu den "Stillen Tagen" - da dürfen keine Unterhaltungsveranstaltungen stattfinden! Sagen die Kirchen!

Also, wer je bei Schachmeisterschaften teilgenommen oder nur zugeschaut hat, eigentlich geht es da sehr still zu! Also passt das zu einem Stillen Tag - oder nicht? Und außerdem, Schach ist ja eher als Sport und weniger als Unterhaltung anzusehen.

Aber solche Argumente ließen die Kirchenoberen nicht abbringen. Folge: Diese Schachmeisterschaft wurde um einen Tag vorgezogen - sie beginnt jetzt am Montag nach dem Palmsonntag und endet am Gründonnerstag! Also, alles in allem, es fehlt ein Tag!

Ja, das bedeutet, dass das bisherige Turniersystem nicht verwendet werden konnte. Jetzt wid nach einem anderen System gespielt - wie revolutionär! Und dabei sind es ja gerade die Schachspieler, die Kontinuität brauchen und keine neuen Systeme! Ja, viele bekannte Schachspieler haben abgesagt - da machen sie nicht mit!

Jedenfalls haben sich die Kirchen keine Freunde gemacht - zumindest nicht bei den Schachspielern! Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an ein Gespräch mit einem Rabbi: 

Er erzählte mir, dass die Juden an ihren hohen Feiertagen sogar tanzen! Wieso auch nicht? Tanzen ist ja keine Arbeit. In der Bibel der Juden und der Christen steht, dass der Mensch sechs Tage lang arbeiten und am siebten Tag die Arbeit ruhen soll! 

Haben da die christlichen Funktionäre etwas falsch verstanden?

Quelle: nordbayern.de Schachern um die Karfreitagsruhe

Wenn es nach Vertretern des Iran geht, wird die Menschheit bald Gelegenheit haben, den Messias selbst zu fragen, ob am Karfreitag Schach erlaubt ist oder nicht. Wahscheinlich wird der Messias sagen: Leute, der Weltuntergang steht bevor! Ob mit oder ohne Schach - das ist nicht die Frage!"

Iran erwartet in Kürze Messias und Weltuntergang
Hochgeladen von WiTschTschi am 29.03.2011

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