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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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GLOSSE: Oma erzählt

Wir schreiben das Jahr 2030. Oma erzählt ihren Enkeln, was sie im Jahr 2010 so erlebte.

"Oma, stimmt es, dass du auch mal Lehrerin warst?"

"Naja, so richtig nicht. Eure Mama ging in die vierte  Klasse. Da bekam die Lehrerin ein Baby. Und es gab keine andere Lehrerin. Und da haben wir Eltern beschlossen, selbst Unterricht zu geben."

"War das etwas Besonderes? Das machen doch heute fast alle Eltern, weil die Schulgebühren so hoch sind."

"Damals war das etwas ganz Besonderes. Wir hatten extra vorher die Schulleitung gefragt, ob das erlaubt ist. Die waren froh, dass sie das Problem nicht lösen mussten. Und dann haben wir Unterricht gehalten, es ging ganz gut."

"Ich habe gelesen, dass es damals viele Beamte gab, die sich in alles einmischten. Haben die euch in Ruhe gelassen?"

"Du hast recht, da gab es solche Beamte, die mussten sich einmischen. Da gab es eine Bezirksregierung, von der keiner wusste, was die den ganzen Tag so machen. Die produzierten nur Ärger."

"Und was haben sie mit euch gemacht?"

"Die haben uns ganz scharf gerügt, weil wir unterrichten!"

"Wieso? Habt ihr Falsches unterrichtet?"

"Nein, aber wir waren keine Lehrer. Nur Lehrer durften damals unterrichten."

"Aber wenn es keine Lehrer gab? Das verstehe ich nicht."

"Die Regierungen hatten damals Angst, dass die Kinder zuviel erfahren im Unterricht. Da war genau geregelt, was im Unterricht den Kindern erzählt werden durfte. Die Kinder sollten nicht zu gescheit werden. Da gab es noch andere Schulen, die waren nur für die Elite da. Und die Kinder dieser Elite mussten immer besser sein als die Nicht-Eliten-Kinder."

"Ja, ich habe gelesen, dass es dann zu den ersten Unruhen kam, weil sich die Menschen nicht mehr alles gefallen ließen."

"Stimmt, als dann eine Elite-Frau zum Präsidenten gewählt wurde, da waren viele Menschen sauer. Und ein gelber Elite-Arzt baute das Gesundheitssystem um, da mussten dann die meisten viel mehr zahlen als vorher, Gesundheit konnten sich viele nicht mehr leisten, da kam es dann zu den ersten Protesten. In ganz Deutschland. Die Eliten wollten Soldaten einsetzen, aber die meisten Soldaten waren im Ausland im Einsatz. Und wenn Millionen von Menschen auf die Straße gehen, da helfen auch keine Soldaten mehr."

"Und was passierte dann?"

"So überflüssige Monsterbehörden wie Bezirksregierungen wurden aufgelöst, und andere Agenturen auch."

"Ging das so einfach?"

"Ja, das ging ziemlich schnell, da wurden einfach die Büros überfallen, dann wurden alle Unterlagen gefilzt. Da kam vieles raus, wie die sich bestechen ließen."

"Ließen sich das die Eliten gefallen?"

"Was blieb ihnen übrig? Die wütenden Massen waren einfach zu viel. Der riesige Beamtenapparat wurde einfach aufgelöst. Das war vielleicht ein Akt. Die meisten merkten es zunächst gar nicht. Erst als ihre Bezüge ausblieben, da wachten sie auf."

"Und das ging alles reibungslos?"

"Nein, es gab schon Reibereien und Kämpfe. Und es stellte sich heraus, dass vieles lokal gelöst wurde. Es gab sogar Freigeld oder Regionalgeld."

"Das gibt es ja heute noch!"

"Klar, der Euro war nichts mehr wert. Aber mit dem Regionalgeld da konnte sich die Bevölkerung etwas kaufen. Nur die großen Banken blieben außen vor. Die wollten dann Rabatz machen, aber die Massen waren stärker."

"Glaubst du, dass diese alten schlechten Zeiten wiederkommen?"

"Das liegt an euch, Kinder! Passt immer auf, wenn jemand so etwas wieder einführen will. Wehret den Anfängen!"

 

 

 

(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.

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K
<br /> Soweit ich das aus dem Schulischen Bereich für Österreich allerdings beurteilen kann ... haben die Behörden (noch) keinen allzu großen Einblick in die Arbeit des normalen Lehrers. Gut der<br /> Papierkram wird jährlich mehr, aber letztendlich bleibt uns doch überlassen, was wir für die Kinder für richtig erachten und weitergeben.<br /> <br /> Allerdings beobachte ich schon seit einigen Jahren, dass die Schlinge enger wird ... es wird alles wieder Zentralisiert und per PC kontrolliert. PC und Internet sind eine tolle Sache .. für den<br /> unmündigen Anwender und für die Menschen, die nicht weiter nachlesen können. Aber wenn ich dran denke, was man mit einer Personalnummer schon alles herausfinden kann - dann ist das schon<br /> erschreckend.<br /> <br /> Was mich hier in Österreich irritiert ist, dass die Regierung einerseits Werbung in Zeitungen für den Lehrberuf macht und auf der Anderen Seite werden durch irgendwelche Studien "bewiesen" dass<br /> Lehrer ständig "schwänzen", zu viel frei haben, und zukünftige Asoziale und Alkoholiker ausbilden.<br /> Dass der Ruf des Lehrers seit Jahren zerstört wird, ist ja nichts neues mehr, aber das Ziel worauf das Ganze hinausläuft... hmmm ob sie die Lehrer selbst damit brechen wollen, damit sie ihren<br /> Ergeiz, ihre Ziele und ihre Illusionen aufgeben? Dann würde das Schulsystem innerhalb kürzester Zeit den Bach runtergehen...<br /> <br /> Dass die Kinder heute schon Konsumsklaven vom feinsten sind, daran besteht kein Zweifel mehr ... nur liegt das nicht alleine an der Schule .. und wenn ich manches Elternhaus anschaue, kommt mir<br /> auch immer wieder der Gedanke, was aus diesem Kind werden soll.<br /> Aber Kinder sind stark - viele sehen das Erwachsenwerden als Zwischenstufe, durch die sie durchmüssen ... aber ihre Ziele verlieren sie nie aus den Augen - bzw ihre Hoffnungen geben sie auch nicht<br /> auf!<br /> <br /> ;-) ... Da fällt mir ein - ich hatte dazu mal ein ganz spannendes Buch gelesen, von einem kleinen Mädchen, das in der Mongolei aufwuchs, auch dieses Mädchen fand immer wieder Menschen, die ihr<br /> weitergeholfen hatten ...;-)<br /> <br /> Mit lieben Gruß<br /> Karin<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Liebe Karin,<br /> <br /> <br /> ich habe ja die Gedanken des Michael Hartmann hier wiedergegeben.<br /> Es geht heutzutage einfach darum, dass es gute Schulen nur noch für die Kinder der Elite geben soll. Ganz gleich, was diese Elite unter Elite versteht. Damit steht jegliche Schulbürokratie in<br /> einem Zwiespalt: einerseits müssen sie ihre Existenzberechtigung nachweisen und andererseits werden ihnen immer mehr Finanzmittel gestrichen. Das diese Kultusministerien künftig ebenfalls langsam<br /> runtergefahren werden, ist wohl klar. Es wird nur noch der Anschein von Schulen unterhalten werden.<br /> <br /> <br /> Und mit bestellten Studlien kannst du ja alles beweisen. Die von dir dressierten Konsumsklaven gibt es schon EU-weit. Es geht gar nicht mehr um die Vermittlung von Wissen und<br /> analytischem Denken, nein, allenfalls soll es nur auswendig gelerntes "Wissen" sein, das ohne groß nachzudenken repliziert werden kann.<br /> <br /> <br /> Die künftigen Arbeitssklaven sollen nur nicht denken, sondern für die "Eliten" arbeiten. Sie bekommen dafür gerade soviel Lohn, dass sie nicht verhungern und sich ab und zu etwas leisten können.<br /> Denn all der Mist, der sinnloserweise produziert wird, muss ja verkauft werden. Wenn ich mir jetzt zum Beispiel ansehe, was da derzeit an Fanartikel für WM angeboten wird, ich kann da nur die<br /> Kopf schütteln, dass Menschen dafür ihr mühsam verdientes Geld ausgeben.<br /> <br /> <br /> Aber ich erkenne da schon die ersten Gegenbewegungen von Menschen, die sich da einfach verweigern. Und das ist gut so!<br /> <br /> <br /> Das mit dem Buch von einem Mädchen, das immer wieder besondere Lehrer fand, ich glaube zu wissen wen du meinst. Und die globale Krise hat auch etwas Gutes: Die Administrationen verfügen über<br /> immer weniger Kapital, so dass sich die Menschen selbst helfen müssen, auch im schulischen Bereich. Daran haben nämlich die neoliberalen Raubtierkapitalisten nicht gedacht, dass sie mit ihren<br /> eigenen Waffen geschlagen werden. <br /> <br /> <br /> Nachdenkliche Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
F
<br /> dem stimme ich zu und beende die Aufrüstsequenz der Hornisse ( Kiat ) ! * Laptop zuklapp und neben dem Riesentier herschwirr *<br /> <br /> Hab dich mal frecherweise mit Nanopanzerung ausgestattet, nicht das du dich noch zerfetzt, wenn du den Stachel aus den dicken Politikerhintern ziehst.<br /> <br /> Also gut Stich ! ^^<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br />
M
<br /> Liebe Kiat!<br /> <br /> Schöne Geschichte, doch sie hat zwei Haken:<br /> <br /> 1.) Es liegt nicht im Interesse der Herrschenden, daß die Mehrheit der Kinder von den Eltern unterrichtet wird.<br /> <br /> Man will ja Kontrolle darüber haben, daß die Kinder zwar alle zur Schule gehen, dabei aber nichts wirklich Wichtiges fürs Leben lernen.Schon gar nicht kritisches Nachdenken und Nachfragen oder gar<br /> Zusammenhänge erfassen.Sie sollen gleichgeschaltet werden und auf Konsum gedrillt werden!<br /> <br /> Das kann man nur gewährleisten, wenn man dafür sorgt, daß die Kinder in staatliche Schulen gehen mit Lehrplan und Kontrolle, daß dieser eingehalten wird.<br /> Wenn Eltern unterrichten könnte es passieren, daß die Kinder zu viel lernen.<br /> Deshalb sollen sie auch in Verwahranstalten, Kitas genannt und die meisten Frauen finden das auch noch gut und sehen Doppelbelastung als Emanzipation bzw Selbstverwirklichung.:-((<br /> <br /> Der zweite Haken:<br /> <br /> Dieses feige, abgestumpfte, verdummte Volk wird sich nicht in Massen auflehnen.Dazu sind die viel zu weichgespült.<br /> <br /> Denke da nur an die Fernsehserie "Eine wie Keine":<br /> <br /> Da ist eine verliebte 18 jährige Göre ihrem Schwarm in den Beichtstuhl hinterher spaziert, der Mann dachte, der Pfarrer wäre in den Beichtstuhl gekommen, dabei saß sie drin.Dann hat er bebeichtet<br /> im Glauben, er würde dem Pfarrer seine "Sünden" beichten.<br /> <br /> Das finden sowohl die in der Serie, die davon erfuhren ok, als auch die Mitglieder im EwK-Forum.<br /> <br /> Daß das Methoden von Unterdrückungsregimen sind, daß das gegen Datenschutz und Recht auf Privatsshäre ist, daß so was zu einem Polizeistaat paßt, das sehen die Leute nicht.<br /> <br /> Wenn die nicht einmal mehr in der Lage sind zu erkennen, wann ein Tabu gebrochen wird, wenn es ok ist, mit Gestapomittelen zu arbeiten, dann ist das für mich ein Beweis, daß dieses Volk sich nicht<br /> wehren wird.Ein feiges Sklavenvolk, ein Volk auf den Knien, dazu ist Deutschland verkommen.<br /> <br /> Langsam glaube ich wirklich, daß die Germanen größtenteils ausgestorben sind bzw sind die meisten fertig und müssen sich nicht mehr inkarnieren.Was muß ich noch lernen?Was mache ich noch<br /> falsch???????<br /> <br /> <br /> <br /> ICH WILL ENDLICH AUCH NACH HAUSE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!<br /> <br /> Es werden immer weniger Menschen hier und immer mehr Zombis.Deshalb mag ich Dich und Deinen Bär auch so gerne, weil Ihr auch noch Menschen und keine Zombies seid!!!<br /> <br /> Traurige Grüsse von Moira<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Liebe Moira,<br /> <br /> <br /> tja, die Masse der Kinder ganz dumm halten, das geht halt auch nicht. Gewisse Grundfunktionen müssen den Kindern schon beigebracht werden, z. B. Bedienen eines Handys usw.<br /> <br /> <br /> Dass Kinder zu Konsumsklaven ausgebildet werden, das stimmt und soll so bleiben. Da wird die Tendenz so sein, dass die meisten Kinder sich in den großen Einkaufszentren rumtreiben, da kriegen sie<br /> gleich mit, was in ist und was sie brauchen und was sie einkaufen.<br /> <br /> <br /> Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass Menschen solche schlechten Entwicklungen erkennen und dagegen angehen. Wenn ich mir zum Beispiel die derzeitige Regierungskoalition ansehe, da ging doch<br /> kaputt, was schiefgehen kann.<br /> <br /> <br /> Jetzt privat zu dir, liebe Moira: den Zeitpunkt, wann du "nach Hause gehst", den kannst du nicht bestimmen, das machen andere Instanzen. Und außerdem verfügst du über einen sehr analytischen<br /> Verstand und der wird noch gebracht. Denke bitte daran!<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />
J
<br /> Guter Ausflug, danke.<br /> Gruß, Juliane<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Liebe Juliane,<br /> <br /> <br /> ich danke zurück <br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat (im Jahr 2030)<br /> <br /> <br /> <br />