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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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GLOSSE: Über Kulturinfarkt und die Ode an Josef Ackermann

20. März 2012. Das neoliberale Imperium schlägt zurück! Aber wer soll da noch zurückschlagen? Die Partei der Gelben sind unter die Zwei-Prozent-Schamgrenze gefallen. Ihr Mantra "Steuer senken" ist verstummt!

Ja, aber sie haben den derzeit amtierenden Bundespräsidenten vorgeschlagen! Und alle - die meisten bisher heimlichen - Neoliberalen haben sich geoutet. Dieser Präsident ist ein neoliberaler Pastor - er ist einer von uns! Ja, die Neoliberalen sind nicht mehr gelb, sondern bunt: Ihre Palette reicht vom tiefsten Schwarz, über Rot nach Grün. Nicht Multi-Kulti, sondern Poly-Color ist angesagt! Allein die Linken fallen auf - sie sind dass Bollwerk gegen den neoliberalen Raubtierkapitalismus! Im tiefstenn Rot!

Und es gibt einen Sektor in dieser Republik, der ist linker als die LINKEN - der Kulturbetrieb. Da gibt es noch viele Widerstandsnester gegen den Neoliberalismus - die müssen ausgetrocknet werden!

Gesagt, getan. Da werden vier Neoliberale - von denen vorher kaum jemand gehört hatte - dazu verdonnert, ein Buch zu schreiben: "Der Kulturinfarkt". Ja, von den Durchpeitschern des Neoliberalismus wurde der deutschen Kultur der Infarkt verordnet.

Das geht ganz einfach: Jedes zweite Museum, jedes zweite Theater wird geschlossen. Dieser Kulturbetrieb kostet viel zu viel Geld! Diese Kulturtempel verbrennen doch nur Steuergelder. Also kommt über die Hintertür das gelbe Steuersenkungsmantra wieder zur Geltung.

Für die Neoliberalen ist künftig nur noch Kultur, was sich rentiert, was Gewinn abwirft! Was sich vermarkten lässt! Der neoliberale Kulturbetrieb finanziert sich selbst: Das private Fernsehen hat es ja vorexerziert: 

Da werden dritt- und viertklassige "Prominente" in Dschungelcamps getrieben und müssen sich dort zum Affen machen! Das lieben die Zuseher. Da rollt der Rubel der Werbung. Das lohnt sich!

Und wenn es da einen scheidenden Chef der Deutschen Bank gibt, er ist ganz gram, weil die Mehrheit der Deutschen ihn nicht liebt - außer der Bundeskanzlerin, die ja ein Fan von ihm ist - dann muss da etwas getan werden. 

Es geht doch nicht, dass diesem armen Menschen ein Ruf wie "Geh vom Acker - Mann!" entgegenschallt. Und dabei ist dieser arme Mensch durchaus bereit, für ein besseres Image auch etwas zu berappen. Ja, er ist nur zu gern bereit, den Kulturbetrieb finanziell zu unterstützen. Das könnte dann so ausschauen:

  1. Es wird eine Casting-Show für fotogene Sängerinnen und Sänger produziert.
  2. Die Zuseher dürfen entscheiden, wer die "Beste" ist oder der "Beste".
  3. Die im Hintergrund agierende internationale Eingreifgruppe des Neoliberalismus hat inzwischen ihre Denkfabriken denken lassen. Heraus kommt ein neuer Text für die "Ode an die Freude". Ja, es wird eine Ode an den Josef Ackermann! Freude, das ist veraltet! Wer von den vom Neoliberalismus unterdrückten Arbeits- und Konsumsklaven hat denn schon noch Freude? Jetzt ist anstatt Freude die Marke "Josef Ackermann" angesagt.
  4. Der Auftrag zum Texten geht aus Kostengründen nach China.
  5. Diese Ode an Josef Ackelmann wird dann von den Radiostationen stündlich abgespielt - bis sie alle Deutschen nachsingen können. Ja, diese Ode geht dann in den Liedschatz der Deutschen ein. Schließlich hat der Josef Ackelmann dafül auch einige Millionen splingen lassen!

Und was ist der Inhalt dieser Ode? Nun, da gibt es ja vieles, was in der Josefschen Ära bei der Deutschen Bank eingeführt wurde. Zum Beispiel: Das Zocken! Da durften die Kunden der Deutschen Bank auf den Tod von ausgesuchten Menschen zocken! Oder sie durften zocken - mit den Nahrungsmittelpreisen! Auch wenn das Jojo-Spiel viele Hungertote zur Folge hat - das sind Randerscheinungen. Aber das ist doch eine Ode wert!

Informationen:

  1. ZEIT ONLINE Die Warteschlangen sprechen für sich
  2. GLOSSE Deutsche Bank wettet auf den Tod
  3. BLOG Foodwatch kritisiert die Deutsche Bank

An Die Freude (Ode To Joy) W/ Lyrics


 

 

Freunde schöner Kopfbahnhöfe 38. Montagsdemonstration gegen Stuttgart 21

Freunde schöner Kopfbahnhöfe 
Lasst uns Kopf an Köpfchen stehn, 
Laut und bunt, mit Krach und Tröte 
Soll man unser Sträuben sehn.

Alles sträubt sich und mit Freude, 
dass es piekst und stupft und hakt - 
Wir sind viele tausend Leute 
Und wir wachsen Tag für Tag

 Freunde schöner Parks und Bäume 
"Unumkehrbar" ist ein Wort. 

Eins nur wolln wir nicht versäumen_ 
Hier zu schützen diesen Ort. 
Denn das Rad, das sie beschwören, 
Seinen unhaltbaren Lauf", 
Werden wir, die Bürger, stören, 
Notfalls setzen wir uns drauf!


Freunde schöner Grundgesetze  
Und des freien Volksentscheids 
Niemand will das Recht verletzen,
Wir wolln nur ein bisschen Schweiz: 

Etwas mehr beteiligt werden 
Was und wer, warum, wofür ? 
Drum, mit friedlichen Gebärden 
Stelln den Fuß wir in die Tür. 
Freunde, dieser Stadt zu Ehren 

Holt den Kehrwisch aus dem Schrank! 
"Unumkehrbar" umzukehren 
Und die Zukunft sagt uns Dank! 
Keine Angst vor Zwang und Zahlen, 
Wir sind das Volk, wir sind das Geld. 
Seht wie unsere Augen strahlen: 
So verändern wir die Welt!

 

Vorgetragen am 9.8.2010 in Stuttgart auf der 38. Montagsdemonstration gegen Stuttgart21. 

Vortragende: Klaus Hemmerle, Regisseur und Schauspieler, Prof. Dr. Nils Büttner, Kunsthistoriker und Timo Brunke, Wortakrobat, Musik: Eva Graeter Akkordeon

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D
<br /> JETZT GEHT ES DIR MISTSTÜCK AN DEN KRAGEN UNSER NEUE LANDRAT WIRD DICH AUS DEM LAND JAGEN!<br />
Antworten
K
<br /> <br /> Aha! Des "Volkes" Wille <br /> <br /> <br /> <br />