Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Blicken wir doch ein paar Jahre zurück in die junge Geschichte dieser Republik: Da veröffentlichte WELT ONLINE einen hochinteressanten Artikel, da geht es um den AWD-Chef Carsten Maschmeyer. Und um den damaligen Ministerpräsidenten von Niedersachsen.
Ich zitiere: "Schröder soll allerdings bereits als Ministerpräsident von Niedersachsen von Parteispenden Maschmeyers an die SPD profitiert haben." Also musste sich Schröder irgendwann erkenntlich zeigen. Spätestens, als er Bundeskanzler wurde.
Und im Jahr 2004 hielt Schröder eine Rede vor Führungskräften von AWD und sprach: "Sie als AWD-Mitarbeiter erfüllen eine staatsersetzende Funktion. Sichern Sie die Rente Ihrer Mandanten, denn der Staat kann es nicht."
Ist das nicht ein starkes Stück? Ein Bundeskanzler gibt eine Bankrotterklärung ab: Leute, das mit der Rente packen wir nicht mehr, da brauchen wir die Firma AWD!
Und die Geschäfte zwischen Schröder und Maschmeyer gediehen weiter: 2006 verkaufte Schröder die Rechte an seinen Memoiren "Entscheidungen. Mein Leben in der Politik" an Maschmeyer - für eine schlappe Million Euronen. Das sei nichts besonderes, das sei ein ganz normales Geschäft. Und Maschmeyer verkaufte die Rechte an Hoffmann & Campe und verdiente dabei ein Vielfaches - angeblich.
Tja, und in der Kanzlerschaft Schröder passierte dann folgendes: "Unter Schröder hat Arbeitsminister Walter Riester die gleichnamige private Altersvorsorge eingerichtet. Die Riester-Rente dient dazu, Lücken auszugleichen, die entstehen, weil die gesetzliche Rente vielen im Alter nicht zum Leben reichen wird. Dafür zahlt der Staat seit der Kanzlerschaft Schröders einen Zuschuss, wenn Bürger mit einer Riester-Rente privat vorsorgen. Derzeit gibt es über 13 Millionen Riester-Verträge. Profitiert haben die Anbieter von Altersvorsorgeprodukten – auch AWD. Maschmeyer verkaufte das Unternehmen im Jahr 2008 an Swiss Life."
Was lernen wir daraus? Diese Republik versorgte die Versicherungsbranche mit neuen Kunden - oft zwangsweise! Dann ging die Kanzlerschaft Schröders zu Ende. Riester blieb. Rürup blieb. Ja, er - Rürup - wird der staunenden Öffentlichkeit als "Berater" oder so präsentiert - von der Familienministerin Schröder - NOMEN EST OMEN?. Schauen wir uns doch an, was Frau Ministerin Schröder dazu sagt:
Korruptionsalarm - Kristina Schröder ergreift die Flucht!
Hochgeladen von MrTruthcomesout am 21.03.2012
Also, das ist ja ein starkes Stück! Das ist auch keine Korruption - das ist ganz normal! Frau Ministerin holt sich mit Rürup nur Sachverstand! Schließlich hat Frau Ministerin erkannt, dass Politik "kein Ponyhof" ist:
"Politik ist nicht immer nur Ponyhof" Kristina Schröder
Hochgeladen von noneed4anamedear am 29.11.2011
Ein Schelm, wer da an "Korruptionstango" denkt! Oder ist das völlig abwegig?
FG2012 - Karottenballett - Korruptionstango
Hochgeladen von fgkippkipp am 08.02.2012
Bereits 1988 sang Reinhart Fendrich "Tango korrupti" - und dieses Lied ist immer noch hochaktuell! Ja, mir scheint es, dass viele Politiker Korruption für selbstverständlich halten - vielleicht ist das der Grund, weshalb sich deutsche Poltiker gegen Antikorruptionsgesetze so sträuben?!
Hochgeladen von musikus48 am 23.04.2010