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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Mein Buch: Ein Deutschlehrer ...


Da wollte ich eine Buchhandlung aufsuchen, kaum betrete ich den Laden, da erlebe ich, wie ein Mann mit der Buchhändlerin erregt redet. 

Ich spitze die Ohren, es geht tatsächlich um mein Buch! Den Mann kenne ich, er ist Deutschlehrer am Gymnasium. Er hat mein Buch in der Hand und liest gerade aus meinem Buch vor, es geht um die "Prüfung" (ab Seite 116): 

"Jetzt hören Sie sich das mal an! Das ist doch gefühlskalt und grausam!" 

Bevor die Buchhändlerin antworten konnte, mischte ich mich ein: "Was ist daran gefühlskalt?" 

"Aber wenn die junge Frau im Feuer verbrennt, da müssen doch alle, die das sehen, jammern und schreien. Aber in diesem Buch ist das nicht der Fall!" 

"Wieso, die Menschen sind derart verstört, dass ihnen die Sprache wegbleibt. Und der Mann beginnt zu weinen. Wissen Sie, was das heißt, wenn ein stolzer Nomade vor anderen weint?" 

"Wieso, kennen Sie dieses, dieses Buch?" 

"Ja, das kenne ich!" 

"Waren Sie schon in der Mongolei?" 

"Ja, das war ich!" 

"Und finden Sie nicht auch, dass es grausam ist, eine Frau im Feuer verbrennen zu lassen?!" 

"Nein, wenn diese Frau aus Geldgier ins Feuer springt? Und Magnesium ist sehr feuergefährlich ..." 

"Auch das bezweifle ich!" 

"Tja, dann fragen Sie doch mal Ihren Kollegen, den Chemielehrer! Sie sind doch Lehrer am Gymnasium?" 

"Ja, das werde ich! Woher kennen Sie mich? Wer sind Sie?" 

"Ich bin zufällig die Autorin!" 

Da blieb ihm der Mund offen und stürzte zur Tür hinaus, mein Buch hatte er fallengelassen. Ich hob es auf und rannte ihm hinterher: "Da, Sie haben das Buch vergessen!" Er nahm das Buch, die Buchhändlerin sah das durch die Tür, kam auch und sagte zu dem Mann: "Sie haben noch nicht bezahlt. Soll ich es anschreiben?" 

Der Mann schüttelte den Kopf, gab ihr einen Zwanzig-Euro-Schein, die Buchhändlerin holte das Wechselgeld und drückte es ihm in die Hand. Die ganze Zeit schaute mich der Deutschlehrer an, es schien, als konnte er sich nicht bewegen. 

Ich erbarmte mich dann und sagte zu ihm: "Nun gehen Sie schon. Und ich wünsche Ihnen viele spannende Stunden beim Lesen!" 

Der Mann zuckte zusammen und ging ... 


Hochgeladen am 14.06.2011 von KiatGorina1 
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M
<br /> stimmt.<br />
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M
<br /> Liebe Kiat,<br /> <br /> <br /> da warst Du jamal wieder zur richtigen Zeit am richtigen Ort die Schilderung empfand ich beim lesen sehr stimmig und<br /> absolut nachvollziehbar...Deutschlehrer...armes Deutschland....<br /> <br /> <br /> genialer Telephoniertip - werd's gelegentlich ausprobieren <br /> <br /> <br />  lieber Gruss<br />
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K
<br /> <br /> Ich habe mich nur gewundert, wieso er sich so aufgeregt hat! Er suchte wohl nur einen Grund, um mein Buch schlecht zu machen! Dazu fällt mir eine Theologin ein, die mir vorwarf: "Wieso schreiben<br /> Sie so primitiv mit kurzen Sätzen? Sie können sich doch auch gewählt ausdrücken!" Ihre Bekannte war dabei, sie hat viele Jahre in arabischen Ländern gelebt und spricht selbst perfekt arabisch,<br /> sie meinte dazu: "Weil Kiat als Kind schreibt. Und ein Nomadenkind macht keine langen Schachtelsätze!" <br /> <br /> <br /> <br />
K
<br /> Liebe Kiat,<br /> ich probier das mal bei meinem Sohn(7) aus. Der Arme !<br /> Lachende Grüße Kleh<br /> <br /> <br />
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K
<br /> Lieb Kleh,<br /> <br /> dann wünsche ich dir viel Erfolg! Oder ihr fallt euch lachend in die Arme  <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />
K
<br /> Echt praktisch, wenn man weiß wie es geht, kann man so mache Hürden überspringen.<br /> <br /> <br />
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K
<br /> Liebe Kleh,<br /> <br /> ich bin ja schon ein etwas älteres Semester, da habe ich schon Erfahrungen mit diversen Zweibeinern gesammelt. Und wie gesagt, so ein militärischer Kommandoton, der kann schon was bewirken. Aber<br /> wenn Du das ausprobieren willst, dann musst Du mit der Stimme tiefer, sonst bringt das nichts.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />
K
<br /> Oh Mann machst Du immer so einen Eindruck?<br /> <br /> <br />
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K
<br /> Liebe Kleh,<br /> <br /> naja, zu irgendetwas muss meine militärische Ausbildung ja gut sein. Ich hab z. B. mal mit der Airbase der Amerikaner telefoniert, da hatte ich eine Tante dran, die mich nicht mit dem<br /> verantwortlichen Offizier verbinden wollte. Nun funktionieren alle Armeen gleich: Ich schnarrte sie im Kommandoton an, dann hörte ich ein Scharren von einem Stuhl und die Tante antwortete: "Ma'am,<br /> yes Ma'am" und ich wurde verbunden ...<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />