Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Mein Artikel "Achtung Grundbesitzer! Widerspruch einlegen!" hat offensichtlich im benachbarten Dorf für Wirbel gesorgt. Dass dazu Dorfinsassen ihre unqualifizierten Kommentare abgaben, war ja klar. Die Herkunft aus diesem Dorf lässt sich eben nicht verleugnen.
Darum finde ich es jedesmal witzig, wenn das Pentagramm auf meinem Acker wieder mal umgeworfen wird. Immer an christlichen Feiertagen nämlich. Was? Pentagramm? Das kommt doch vom Teufel!, werden manche denken.
O nein, im Gegenteil! Das Pentagramm mit seinem goldenen Schnitt und damit dem Zahlenverhältnis für Schönheit wurde zur Grundlage vieler Kirchenbauten. Die katholische Kirche benutzte es als Abwehrzeichen des Bösen und es stellt die fünf Wunden Christi dar.
Auch die Freimaurer haben das Pentagramm als Zeichen. Von den Kathedralenbauhütten kam es zu den Freimaurerlogen. Bei ihnen gilt es als geometrisches Zeichen für die fünfte Wissenschaft der heiligen Geometrie und ist damit ein Sinnbild der Vernunft, des Maßes und des Wahrheit suchenden Geistes. Seine fünf Spitzen weisen auf die Tugenden der Klugheit, der Gerechtigkeit, der Stärke, der Mäßigkeit und des Fleißes hin.
Ich habe einige alte Freimaurer kennen und schätzen gelernt. Sie haben den Wahlspruch "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut."
Na, dann ist doch alles klar! So ein Wahlspruch und solche Tugenden hier, in diesem Ort? Nein, das wäre ja das Letzte!
Aber warum immer an kirchlichen Feiertagen? Steckt da womöglich ein bestimmter Herr Pfarrer dahinter? Das fände ich ausgesprochen witzig ...
Tue Gutes und rede darüber -- Helmut Schmidts Milleniums-Rede an die Freimaurer