Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Da schickte mir Juliane einen Link auf die Reichstumuhr. Sie meinte, zur Schuldenuhr gehört auch die Reichtumsuhr. Stimmt! Wer die Zuwächse beim privaten Reichtum und bei den Schulden einige Zeit beobachet, wird unweigerlich feststellen: Der Reichtum wächst viel schneller in größeren Schritten als die Schulden.
Quelle: reichtumsuhr.de ReichtumsUhr
Irgendwie ist es ja verständlich, wieso der private Reichtum viel schneller wächst als die gemeinsamen Schulden. Wer kassiert denn für die Schulden von Staat, Länder und Kommunen? Die Banken. Und zwar nicht schlecht. Und wer bezahlt? Die Steuerzahler - also wir. Genau genommen sind Staatsschulden eine Art Umverteilung von unten - den vielen Kleinen - nach oben - den sehr wenigen Superreichen.
Ja, wer diese Zahlen sieht, bekommt folgende Idee: Wir machen bei den Superreichen einen Schnitt - und sofort werden die Schulden getilgt. Da bleibt dann immer noch mehr als die Hälfte des privaten Reichtums übrig. Das ist doch eine tolle Idee - finden bestimmt die meisten Bürger und Bürgerinnen.
Und die sehr wenige Superreichen maulen bestimmt - und werden sich verweigern. Das ist aber eine schlechte Einstellung. Denn wenn von den Steuereinnahmen weniger Zinsen und weniger Tilgung bezahlt werden müssen, bleibt viel mehr Geld für die Bürgerinnen und Bürger. Der Konsum steigt, die Kauflaune steigt - die Superreichen kassieren noch mehr. Und das wollen sie doch.
Andererseits, wenn sie sich verweigern, dann - die Geschichte zeigt es immer wieder - kommt es zu einer zwangsweisen Umverteilung von Oben nach Unten. Die wenigen Superreichen haben also die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten:
Frage: Was ist angenehmer für uns alle?
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