Letztes Jahr parkte öfters ein Spanner am Fischteich und versuchte mich zu beobachten.
Im November letzten Jahres, als es noch mild war, da mussten wir mal früher raus. Mein Bär versorgte die Tiere im Stall, da schlappte eine Gestalt im Westen an den Stallfenstern vorbei. Sie kam ihm bekannt vor, natürlich der Spanner! Mein Bär schlich sich um die Scheune und sah, wie der Spanner an meinem Schlafzimmerfenster klemmte, beide Hände flach an sein Gesicht gepresst, wahrscheinlich um besser sehen zu können.
Aber nicht lange. Mein Bär packte ihn von hinten, drehte ihn um und schüttelte ihn heftig. Der Spanner pinkelte sich vor Angst in die Hosen. Jedenfalls wurde der Schritt merklich dunkler ...
Dann ließ er ihn laufen, den Spanner, nicht den Schritt. Wir dachten, das reicht ihm ... Wir sahen und hörten dann nichts mehr von ihm. Heute nachmittag jedoch war er wieder da. Ich rief meinen Bären, der lief gleich zum Spannerplatz, der Spanner wollte Richtung Süden fahren, kam aber nicht weit. Grund: eine hohe vereiste Schneewehe. Dann versuchte er umzukehren, ziemlich schwierig auf einem nicht geräumten und vereisten Weg. Er wollte dann rückwärtsstoßen, in Richtung des anderen Feldweges. Krach, er hatte mit seinem Auspuffstummel den gefrorenen Schnee berührt.
Auszusteigen traute er sich nicht, er fuhr langsam vorwärts, wir grinsten ihn an. Sein Auspuff schaukelte rhythmisch im Takt des Motorgeräusches. Da schien irgendetwas irgendwie kaput zu sein ...
Ob das ihm eine Lehre sein wird? Ich glaube nicht. Er scheint noch in der Trotzphase eines kleinen Jungen zu sein ...
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