Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Was ist passiert? In Berlin zogen nach der letzten Wahl fünfzehn Piraten ins Abgeordnetenhaus ein. Aus dem Stand! Das war ein Schock für die "etablierten" Parteien. Und die Piraten erhalten deutschlandweit immer mehr Zulauf. Und ganz schlimm: Sie erkennen an der demografischen Entwicklung, dass diese Arbeitsgesellschaft sich ändern muss.
Sie nahmen das bedingungslose Grundeinkommen in ihr Parteiprogramm auf. Richtig so! Seit spätestens 1970 ist diese Arbeitsgesellschaft - bei der ein Mensch nur dann etwas wert ist, wenn er eine Arbeitsstelle hat - ein Auslaufmodell. Zuerst stiegen die Arbeitslosenzahlen immer mehr, dann wurde mit der Agenda 2010 ein Lügenmodell "gezaubert", die Zahlen der Menschen, die zwar Arbeit suchen, aber keine abbekommen, wurden immer mehr "verschleiert". Von zehn Menschen gehen nur noch vier einer Arbeit nach, die anderen leben von Transferleistungen - das ist die reine Wahrheit.
Ergo: Wer unter diesen Umständen immer noch für die Erhaltung dieser Arbeitsgesellschaft eintritt, ist ein Traumtänzer! Eine Alternative zu dieser Arbeitsgesellschaft ist das bedingungslose Grundeinkommen! Und es ist auch finanzierbar! Dazu habe ich bereits mehr Artikel veröffentlicht, zum Beispiel:
Ist das bedingungslose Grundeinkommen finanzierbar?
Und zur Ablösung dieser Arbeitsgesellschaft durch das bedingungslose Grundeinkommen fand ich ein - das ist meine Meinung - sehr schlüssiges Video:
Arbeitskrise und Grundeinkommen
Diese beiden Videos sollten zur Pflichtlektüre für Politiker oder solche, die sich dafür halten, erklärt werden!
Und nun gibt es diese Piraten, die für ein bedingungsloses Grundeinkommen eintreten. Ja, die erschüttern ja das Weltbild der etablierten Parteien, weil sie dann nicht mehr missliebige - weil kritische - Bürgerinnen und Bürger als faules Gesindel beschimpfen können, die in der spätrömischen Dekadenz auf Kosten der Steuerzahler leben! Und die SPD ist angeblich noch eine Arbeiterpartei, was ist sie dann, wenn es kein Arbeitssystem mehr gibt? Vielleicht überflüssig? Und die Grünen? Ja, was sind die Grünen. Sie haben wahrscheinlich ihren Zenit überschritten. Bleibt noch DIE LINKE. Ja, auch sie muss umdenken und alte Zöpfe abschneiden. Es gibt ja in DER LINKEN einige, die für die Ablösung dieses Arbeitssystems durch ein bedingungslose Grundeinkommen eintreten, aber es gibt auch andere, die sogar öffentlich gegen das bedingungslose Grundeinkommen sind.
Aber zurück zu den Piraten: Sie werden jetzt in die Mangel genommen - von Journalisten. Da gibt es Interviews. Und dann läuft eine altbekannte Masche: Von den Interviews werden ein paar Wortfetzen herausgepickt und damit wird eine Titelzeile gebastelt, mit der zumindest Verunsicherung gegenüber den Piraten erzeugt werden kann. So auch jetzt wieder - da wurde Sebastian Nerz - derzeitiger Chef der Piraten - interviewt. Und dann wurde folgendes gemeldet:
heise online Piratenpartei-Chef: Traumkoalition mit FDP und Grünen
Wieso können es Journalisten nicht lassen, immer wieder diese unsinnige Koalitionsfrage zu stellen? In einer funktionierenden Demokratie sollte es doch so sein, dass zuerst die Wähler ihre Stimmen abgeben und dann setzen sich die Gewählten zusammen und schauen, wer mit wem koalieren kann.
Aber diese Koalitionsfrage an die Piraten hat ja einen anderen Zweck: Sie soll - in diesem Fall - den potentiellen Anhängern der Piraten vermitteln: Leute, die Piraten sind auch nicht anders als die Grünen und die Gelben. Also, Leute, da braucht ihr gar nicht zu wechseln!
Dass diese Strategie ihr Ziel nicht verfehlt, scheint ja zu funktionieren, weil die Zustimmung zu den Piraten zu bröckeln scheint. Sebastian Nerz hat in seinem Blog selbst zu dieser hochgekochten Koaltionsfrage Stellung bezogen:
SEBASTIAN NERZ Koalitionsfragen oder wie ich lernte Interviews zu hassen
So, da dürfte jetzt einiges klargestellt sein. Und das ist gut so!