Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Da hat offenbar die Führung der SPD den Kontakt zu der Basis in den Ortsvereinen verloren, also wurde eine Befragung durchgeführt. Jetzt hat die SPD-Führung es schriftlich, was sie falsch gemacht hat.
Angesichts des desaströsen Zustandes der Regierungskoalition müsste es doch ein Leichtes für die Opposition sein, das auszunützen - so viele Steilvorlagen von Schwarz-Gelb!. Die kleineren Parteien nützen das aus. Nur die SPD nicht. Sie dümpelt weiterhin auf niedrigem Niveau.
Was führte zum Niedergang der SPD? An allererster Stelle die "Hartz IV Reform", auch die SPD Basis wirft der Führung vor, dass diese Reform keine Reform war und ist, sondern dass damit Millionen Menschen in tiefste Armut gestoßen wurden. Über sieben Millionen Menschen beziehen heute unter menschenunwürdigen Zuständen Grundsicherung nach Hartz IV und täglich werden es mehr.
Es spricht sich herum, dass offenbar den Mitarbeitern in den Agenturen für Arbeit Soll-Quoten vorgegeben werden, nach denen die Leistungen gekürzt werden sollen. Man stelle sich das vor, da soll gekürzt werden, nicht weil ein Grund vorliegt, sondern damit die Kürzungsquote erfüllt wird. Hier zeigt sich das zynische und menschenverachtende Vorgehen gegen die Ärmsten der Armen.
Und da immer mehr Menschen auf die Grundsicherung angewiesen sind, spricht sich so etwas in der Familien der SPD-Basis herum. Viele Menschen erleben hautnah, was Hartz IV bedeutet. Konsquenz: Mit Enttäuschung und Grausen wenden sie sich von der einst Sozialen Partei Deutschlands ab. Aber bislang haben die alten Männer verbissen an Hartz IV festgehalten, viele von denen wurden aufs Altenteil geschickt oder auf den Misthaufen der Geschichte. Hoffentlich kommt jetzt diese Botschaft der Basis bei den Führungsgenossen an. Falls nicht, wird die SPD zu einer Kleinpartei mutieren, die Mühe hat, die Fünfprozentklausel zu überwinden.
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