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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Und wieder ein Datenskandal bei der BA

Das Jobportal der BA lässt sich von Scheinfirmen zum Sammeln von Daten missbrauchen.

Was ist wieder passiert? Das Wörtchen "wieder" ist berechtigt. Schon fast vor einem Jahr stellte ein privater Jobvermittler fingierte Angebote in die Jobbörse der BA. Wer sich dort meldete, erhielt die Auskunft, dass die Stelle bereits vergeben sei. Nun, so weit noch nachvollziehbar. Aber jetzt kommt es: Die "Firma" bot den Arbeitsuchenden, gegen Bezahlung natürlich, an, Bewerbungen für sie zu verfassen.

Und wenn das Konto dieses Job-vermittlers von der BA gelöscht wurde, schwupp, meldete er sich wieder an und versuchte sein Spielchen aufs Neue.

Diesmal liegt der Fall ähnlich, nur ein paar Dimensionen höher! Da suchte eine Firma in der Jobbörse der BA Personal, nicht irgendwelches Personal, sonder bot Stellen an für Fachärzte, Manager, Pflegeberufe etc. Dieses "Unternehmen" stellte angeblich auf einen Schlag über 2.000 offene Stellen für diese Berufe ein.

Schickte jemand seine kompletten Daten an die angegebene Adresse wie beispielsweise "zanaerzte@econsulting.de", dann hörte er nichts mehr, seine Daten dürften schon längst weitergereicht sein.

Nun gibt es die DENIC, da muss ja eine Internetadresse registriert sein. Also die DENIC aufgerufen und eine WHO IS Abfrage gemacht: da erfahren wir u. a.
  • wer Inhaber der Domain ist
  • wo die Firma residiert
  • welche Geschäftsform diese Firma hat; es gibt ja da so Varianten in Großbritannien mit "LMT", da ist ein Geschäftsgründer schon mit einem britischen Pfund als Kapitaleinlage dabei und
  • wer der administrative Ansprechpartner ist.

Interessant ist dann die Angabe der britischen Firma, auch dafür gibt es eine Adresse zur Recherche: da erfahren wir, wo in Großbritannien der Briefkasten dieser Firma residiert und wann diese Firma gegründet wurde. Und hochinteressant, wir erfahren, ob diese Firma auch die gesetzlich vorgeschriebenen Berichte schön brav im Companies House abgeliefert hat oder nicht. Credit Gate bietet ja Kopien dieser Berichte an, sagt aber fairerweise vor der Bestellung, ob Berichte überhaupt vorliegen.

Also, insgesamt sehr interessante Informationen. Ich verstehe deshalb auch nicht, wenn die Mainstreampresse behauptet. an diese Daten sei nicht ranzukommen. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, rät eine Vertreterin der BA den Arbeitssuchenden, selbst darauf zu achten, ob bei einer Firma in der Jobbörse auch eine postalische Adresse und Namen des Arbeitsgebers angegeben sind.

Aber hallo, ist das nicht die Aufgabe der Administration innerhalb der BA. Irgendwie läuft da einiges falsch. Zumal ja ein ähnlicher Fall vor einem JAhr ja schon mal aufgetaucht ist!

Ach ja, die Frankfurter Rundschau meldet, dass BA-Mitarbeiter Zugriff hätten auf sensible Daten wie Suchtktankheiten und Schulden der Arbeitslosen. Jetzt wundert mich gar nichts mehr, wenn mir Frauen berichten, dass sie in einem Schuhgeschäft gefragt wurden: "Können Sie sich diese Schuhe überhaupt leisten?" 
(C) Copyright 2004-2009 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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K
<br /> Liebe Kiat,<br /> ich glaube die meisten wissen gar nicht daß und wie sie einen Bundestagsabgeordneten ansprechen können oder kommen gar nicht auf die Idee sowas zu machen. Außerdem nimmt sich auch keiner Zeit für<br /> sowas, bei vielen gibt es doch wichtigere Dinge zu tun, z.B. ob die Frisur auch richtig sitzt.<br /> Liebe Grüße Kleh<br /> <br /> <br />
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K
<br /> Liebe Kleh,<br /> <br /> leider muss ich dir zustimmen. Es gibt ja immer  weniger Menschen, die noch richtig lesen. Gestern habe ich mir eine Stunde Zeit genommen und in der neuen Zeit gelesen. Da gab es ein Dossier,<br /> es gibt immer mehr Menschen, die lesen nicht mehr, und deren Kinder auch nicht. Und die Klassiker der Literatur werden vereinfacht, wirklich wahr. Die Kinder und Jugendlichen kommen mit den alten<br /> Sätzen nicht mehr klar. Als ich das gelesen hatte, wusste ich, die Gegenwart hat meinen Fortsetzungsroman eingeholt.<br /> <br /> Traurige Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />
K
<br /> Liebe Kiat,<br /> es ist gut zu wissen, daß es so ist ! Ich versuche nur immer alle Informationen in mein Denken und meine Entscheidungen mit einzubeziehen.<br /> Liebe Grüße Kleh<br /> <br /> <br />
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K
<br /> Liebe Kleh,<br /> <br /> genau, je mehr Informationen wir haben, umso besser können wir reagieren. Was diese Zugriffsmöglichkeiten der BA-Mitarbeiter angeht, da habe ich beispielsweise einen Bundestagsabgeordneten<br /> angesprochen und ihn gefragt, ob er eine Anfrage im Bundestag stellt. Mal sehen, was da rauskommt.<br /> <br /> Wenn das mehr machten, würde sich mehr ändern. Die meisten Abgeordneten lebn ja leider so weit abgehoben, die wissen gar nicht, was in der realen Welt abläuft, aber sie wollen ihren Platz an den<br /> Futtertrögen der Politik nicht verlieren. Wenn ihnen jetzt von mehreren Bürgen  berichtet wird, was da falsch läuft, reagieren sie, weil da jemand unzufrieden ist.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />
A
<br /> Liebe Kiat,<br /> <br /> leider ist das wirklich ein Thema, in dessen Beschreibung man sämtliche "un"-Wörter zur Anwendung bringen kann. Ja. Damit, dass die meisten Menschen in ihrem Überlebenskampf garnicht mehr dazu<br /> kommen ihre Grundrechte im Auge zu behalten, hast du leider auch recht.<br /> Die Steigerung davon ist, dass man diese Leute in eine derart schlechte Situation führt, bis sie zu vielen weiteren Ungeheuerlichkeiten "Ja" sagen, wenn das nur eine zumindest geringfüge<br /> Verbesserung ihrer Lage in Aussicht stellt.<br /> <br /> Zurück zum Datenschutz.<br /> Hier wird das Ungeheuerliche zum Unheimlichen:<br /> Die EU hat einen Vertragsentwurf ausgearbeitet, dass US-Amerikanischen Behörden den Zugriff auf europäische Bankkonten ermöglich soll, auch auf private. Alles natürlich wieder mal unter dem Vorwand<br /> der Terrorbekämpfung.<br /> Aber ein paar Staaten wehren sich, darunter, man staune, auch Deutschland:<br /> <br /> http://derstandard.at/fs/1256744731090/Oesterreich-blockiert-Swift-Abkommen-EU-USA<br /> <br /> Liebe Grüße, Awi<br /> <br /> <br />
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K
<br /> Lieber Awi,<br /> <br /> leider muss ich dir in allen Punkten beipflichten! Und leider stimmt es auch, dass die Unterdrückten schon so dressiert sind, dass sie sich mit den wenigen Bröckchen zufreiden geben, die die reiche<br /> Oberschicht ihnen huldvoll zuwirft.<br /> <br /> Dass jetzt auch die USA Zugriff auf alle Konten von allen EU-Bürgern zugreifen können und zwar ganz offiziell, das haut dem Fass den Boden raus. Auch wenn solche Maßnahmen mit dem Kampf<br />  gegen Terrorismus begründet wird, solche Maßnahmen dienen den Superfinanziers, die wissen wollen, wo gibt es Leute, die noch Geld auf ihrer Bank haben. Dann wird wieder eine<br /> Finanzkrise vom Zaun gebrochen, um auch dieses Geld umzuleiten. Wer bei der letzten und noch längst nicht überwundenen Krise die Gewinnler waren, da gibt es einige wenige, denken wir nur an die<br /> "Goldmine" ...<br /> <br /> Aber ich bin sicher, dass dieses System selbst zerstört, so wie ein immer schneller laufender Motor heiß läuft und stehen bleibt. Dann werden diese wenigen erschrecken und erkennen, dass sie zwar<br /> das meiste Vermögen an sich gerafft haben, aber sie können sich nichts mehr leisten, weil dieses Wirtschaftssystem nicht mehr funktioniert.<br /> <br /> Nachdenkliche Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />
A
<br /> Liebe Kiat,<br /> <br /> die Mißachtung des Datenschutzes scheint bei euch in Deutschland wirklich ungeheure Ausmaße anzunehmen.<br /> Gestern bekam ich über den Pressetxt-Newsletter folgende Info (ich hoffe, dass ich das hier bei dir reinstellen darf):<br /> <br /> "Land Berlin fragt Mitarbeiter nach Sexualpraktiken"<br /> Vor der Neueinstellung will man von den Bewerbern einen Fragebogen ausgefüllt haben, in dem Angaben zur physischen Verfassung in allen Details gemacht werden müssen. Intim gefragt wird nach<br /> Krankheiten, Alkoholismus, möglichem Drogenkonsum und sogar nach Verhütungs- und Abführmitteln.<br /> <br /> den gesamten Artikel gibt es hier:<br /> <br /> http://www.pressetext.at/news/091112033/land-berlin-fragt-mitarbeiter-nach-sexualpraktiken/<br /> <br /> Da gibts auch ein paar Links zu vorherigen Meldungen, die auch nicht ohne sind.<br /> <br /> Verwunderte Grüße, Awi<br /> <br /> <br />
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K
<br /> Lieber Awi,<br /> <br /> ja, es ist ungeheuerlich, was in Sachen Datenschutz hierzulande falsch läuft! Und das Schlimmste ist, dass die meisten Menschen mit dem Überlebenskampf beschäftigt sind, dass sie die<br /> Datenschutzverletzungen kaum noch spüren.<br /> <br /> Dass der öffentliche (also von Steuernmitteln bezahlte Arbeitgeber Berlin) gesetzlich in Deutschland verbotene Informationen abfrägt, ist unglaublich. Er reiht sich somit in die Reihe der privaten<br /> Firmen ein.<br /> <br /> Vielen Dank für den hochinteressanten Link!<br /> <br /> Und das Land Bayern leistete sich einen ganz besonderen Datenschützer: Der Vorgänger des jetzigen Landesdatenschutzbeauftragten wurde ertappt, da er Gelder nach Liechtenstein transferiert hatte, es<br /> kam zu einem Verfahren, aber das ging für den Herrn Datenschützer gut aus. Auf die bayerische Justiz ist für manchen Kreise immer noch Verlass :-)<br /> <br /> Traurige Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />
K
<br /> Liebe Kiat,<br /> wenn das so ist, daß alle BA-Mitarbeiter auf die Daten der Arbetslosen zugreifen können, dann geben die das aber nicht zu. Eine Frau erzählte mir, daß sie mit einer Arbeitslosen einen Mietvertrag<br /> gemacht hat, die den aber zum Mißbrauch bei der BA benutzte. Die Frau (Vermieterin) rief bei der BA an und dort wurde ihr erzählt, daß die Mitarbeiter der BA keinen Zugriff auf Daten von anderen<br /> Stellen der BA hätten. Vielleicht war sie auch nur zu bequem sich die Mühe zu machen.<br /> Liebe Grüße Kleh<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> Liebe Kleh,<br /> <br /> lass dir gesagt sein, das ist so! Die BA-Mitarbeiter können ungehindert auf alle Daten von Arbeitslosen zugreifen, auch auf sehr persönliche Daten wie psychische Erkrankungern etc. Mir ist<br /> sogar ein Fall bekannt, da versuchte die Agentur alle Konten einer Geschäftsfrau einzusehen, obwohl diese Frau keine "Kundin" der Agentur ist. Mir kommt es so vor, dass das, was in der DDR die<br /> Stasi war, jetzt die BA mit ihren Agenturen ist.<br /> <br /> Wütende Grüße, Kiat <br /> <br /> <br />