Gestern war ein Tag, da hatte einer der Dorfjäger meinem Bären die Polizei auf den Hof gehetzt. Was war passiert? Hatte mein Bär gar gewildert?
Nein, das hatte er nicht! Dazu ist er viel zu tierlieb. Aber vor einiger Zeit fand er seine Lieblingskatze, erschossen, keine ganze 100 Meter vom bewohnten Gebäude entfernt. wir untersuchten den Katzenrest. Klarer Fall: ein kleines Einschussloch und ein großes Ausschussloch. Also hat da jemand mit einer Büchse ein Katzenleben wieder abrupt beendet. Mein Bär entsorgte den Katzenleichnam, er war jetzt ja nur eine leere Hülle.
Was tun? Die Polizei verständigen? Da passiert ja doch nichts. Wir sind überzeugt, wer auch immer diese Katze auf dem Gewissen hat, er wird schon irgendwann dafür bezahlen müssen, wenn nicht in diesem Leben, dann halt im nächsten. Aber das überlassen wir anderen Instanzen.
Aber die tote Katze ging meinem Bären nicht aus dem Kopf, verständlicherweise. Am Wochenende rief er einen der Hauptjäger an: "Kannst Du mir sagen, wer meine Katze erschossen hat? Außer euch Jägern läuft ja keiner mit einer geladenen Büchse durch die Gegend!"
Der Jäger fing zu kreischen an, mein Bär legte auf.
Gestern fragte dann die Streifenführerin: "Herr ... hat sich über Sie beschwert, Sie hätten ihn beschuldigt, seine Katze erschossen zu haben. Er fühlt sich verleumdet. Zeigen Sie mir die Katze."
"Die gibt es nicht mehr. Glauben Sie, ich hebe eine erschossene Katze auf?"
Ihr Streifenkollege meinte dann: "Beim nächsten Mal den Tierarzt und uns verständigen!"
"Das bringt doch nichts! Was glauben Sie, was schon alles ..."
Da unterbrach die Polizistin: "Alte Geschichten interessieren mich nicht!" und fuhr mit ihrem Kollegen weg.
Kein Wort darüber, wieso der Jäger sich gleich den Schuh anzieht, er habe die Katze erschossen. Naja, er wird wohl seine Gründe haben ...
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