Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Um den ehemaligen Ministerpräsidenten Stefan Mappus ist es still geworden. Er wurde ja von den Schwaben abgewählt und - ein Novum - erstmals regiert ein grüner Ministerpräsident. Mappus wollte sich das nicht antun und geht wahrscheinlich gleich ins Ausland - so wie es aussieht nach Südamerika.
Seine neuer Arbeitgeber ist Merck - ein Pharma- und Chemiekonzern in Darmstadt. Vielleicht. Zumindest führt er derzeit Gespräche mit diesem Konzern. Er ist ja kein Einzelfall unter den schwarzen Ministerpräsidenten, die ihr Heil in der Flucht in die Wirtschaftschaft suchen.
Da gibt es Dieter Althaus, ehemals Ministerpräsident in Thüringen. Als Ministerpräsident war er involviert bei den Verhandlungen mit Magna, einem Autoteilehersteller. Anscheinend hat er bei diesen Verhandlungen bei Magna einen guten Eindruck hinterlassen, so dass er seinen Ministerposten aufgab und jetzt für Magna arbeitet.
Oder der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch, heute steht er auf der Gehaltsliste vom Baukonzern Bilfinger Berger, der sehr stark mit dem Monsterprojekt S21 - dem geplanten unterirdischen Bahnhof in Stuttgart - verwickelt ist.
Ja, und Peter Müller, der saarländische Ministerpräsident, ihn zieht es weniger in die Wirtschaft, sondern als Richter nach Karlsruhe.
Alle waren ja Vollblutpolitiker, wieso gaben sie auf? Sahen sie voraus, dass die politischen Verhältnisse in dieser Republik immer schlechter werden, umso schlechter, je länger Dr. Angela Merkel einsam als Bundeskanzlerin fungiert? Ihre zweite Amtszeit war ja nicht von Erfolgen gekennzeichnet:
Erst verkündet sie im Herbst 2010 den Herbst der Entscheidungen - eben die nicht nachvollziehbare Laufzeitverlängerung der uralten Atommeiler und ein halbes Jahr später erfolgt ein "Kommando zurück" angesichts des apokalyptischen GAU in Japan. Ob Merkel sich wirklich für den Atomausstieg entschieden hat, ist zu bezweifeln. Oder war das Moratorium nur ein Mittel zum Zweck, um Zeit zu gewinnen. Zeit gewinnen für den Sommer, wenn die WählerInnen an Urlaub denken und nicht mitbekommen, was die Politiker entscheiden?
Ja, und Merkels Personalpolitik - ein Missgriff nach dem andern:
Bei diesen Wechselspielchen wird einem schwindlig. Das sind ja alle Supermenschen, die trauen sich alles zu. Sie pochen natürlich auf das ungeschriebene Recht, dass sie in den ersten hundert Tagen nicht kritisiert werden dürfen, weil sie sich erst mal in die Materie einarbeiten müssen.
Und das ist doch fein, damit wird für die nächsten drei Monate jegliche Kritik abgeblockt - ganz gleich welch Unsinn fabriziert wird. Still, der Minister arbeitet sich noch ein!