Wenn ich die protestierenden Siemens-Mitarbeiter sehe, fällt mir folgende Episode ein:
Eine Frau hat einen Hund, dieser Hund hat ein Problem, seine Rute ist voller Ekzeme. Die Tierärztin ist ratlos und empfiehlt der Besitzerin: Amputation, also den Schwanz abhacken!
So widersinnig sich das anhört, das ist wirklich passiert! Der Hund ist jetzt sehr traurig, hat er doch jetzt nur noch einen kleinen Stummel. Dabei braucht jeder Hund seine Rute.
Und wenn ich jetzt lesen muss, dass sich Siemens von der Sparte SIS trennen will und vorher allein in Deutschland 2.000 Arbeitsplätze vernichtet, dann kommt mir das genauso blöd vor, wie einem Hund den Schwanz abzuhacken, nur weil eine Tierärztin die Ekzeme nicht heilen kann.
Im Top Management der Konzerne wird ähnlich gedacht: Alles, was die geplante Rendite von 15 % nicht bringt, wird "abgehackt", also vom Konzern entfernt. Und die betroffenen Mitarbeiter? Das interessiert diese Manager nicht die Bohne.
Es ist ja noch gar nicht so lange her, da wurde bei sinkendem Gewinn nach den Ursachen gesucht. Nur, die meisten Manager sind dazu nicht mehr in der Lage. Da ist es doch viel bequemer, alles, was nicht genügend Gewinn bringt, einfach abzuhacken. Also von der Firma zu entfernen. Ohne Rücksicht auf Verluste!
Wann ist es endlich soweit, dass eben diese Manager "abgehackt" werden?
(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.