Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Da gibt es eine verlängerte Werkbank für Firmen wie Dell, Apple, Asus und Hewlett-Packard. Sie heißt Foxconn. Und sie produziert auch Selbstmorde.
Das missfällt den Auftraggebern. Das soll es auch! Ja, Leute, die Globalisierung braucht Opfer. Und ihr Konsumenten sollt ruhig wissen, dass ihr mit dem Kauf solcher Produkte euer Karma schädigt. Ja, indem ihr die Produkte dieser Firmen kauft, unterstützt ihr menschenunwürdige Produktionsmethoden wie
Die meisten Arbeiter sind Wanderarbeiter, sie kommen vom Land und stehen unter einem besonderen Druck: Ihre Familie daheim in der Dörfern erwartet, dass Geld nach Hause geschickt wird. Und wenn das nicht möglich ist, dann hat der Wanderarbeiter sein Gesicht verloren. Das ist sehr schlimm für ihn. Langnasen können das nicht verstehen. Was bleibt dann dem Wanderarbeiter? Die letzte Konsequenz: Selbstmord!
Solange das nicht öffentlich wird, schert das die Arbeitgeber nicht die Bohne. Nachschub an Wanderarbeitern gibt es genug.
Aber jetzt wurde es öffentlich und damit ruchbar! Also, Leute, fragt die Verkäufer, ob das Produkt in Firmen hergestellt wurde, in denen die Arbeiter aus Verzweiflung Selbstmord begehen.
Ihr meint, das bringt nichts? O doch, das bringt etwas. Zunächst einmal Unruhe unter den Marketingleuten. Gibt es doch nichts Schlimmeres für Marketingleute, wenn ihr Produkt in Verruf gerät, wenn schlecht darüber gesprochen wird. Da passiert es dann leicht, dass der Verbraucher zu einem anderen Produkt wechselt. Und damit zwingt ihr die Hersteller zu besseren Arbeitsbedingungen.
Ich denke, das sind wir den Opfern schuldig, dann war ihr selbst gewählter Tod nicht umsonst!
(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.