Ab 1. Jänner 2009 gibt es ein neues Gesundheitssystem: parallel zur kassenärztlichen Vereinigung (KVB) leistet sich Deutschland dann einen weiteren Verwaltungstopf, den Gesundheitsfonds. Vor allem für RentnerInnen bedeutet das eine gewaltige Einkommensbuße:
Deren Altersbezüge werden erst Mitte 2009 angehoben, aber die erhöhten Krankenkassenbeiträge werden sofort ab 1. Jänner fällig. Und wieder verfährt dieser Staat nach der Devise: Wir geben etwas mehr, das wir an anderer Stelle gleich wieder kassieren. Unterm Strich ein Nullsummenspiel!
Gestern hat die Kanzlerin in ihrer Videobotschaft die Bevölkerung auf ein hartes Jahr vorbereitet. Da passt es wie die Faust aufs Auge, just zu diesem Augenblick diesen Gesundheitsfond einzuführen, der allein in Bayern für Mehrbelastungen von mindestens 700 Millionen EUR führt ().
Aber was sind heute schon Millionen? Heute werfen die PolitikerInnen doch nur noch mit Milliarden um sich, die sich aber gar nicht haben. Denken wir doch nur an die BayernLB oder an die Hypo Real Estate!
Auch in Bayern mehren sich die Kritiker an diesem Gesundheitsfonds. Der derzeit amtierende bayerische Gesundheitsminister Markus Söder hat aber ein Problem: Seinerzeit hat seine Partei, die CSU, im Bundestag und das Land Bayern im Bundesrat für dieses Gesundheitsfonds gestimmt. Da ist es jetzt schwer, plötzlich sich in die Phalanx der Kritiker einzureihen. Deshalb will er ja auch abwarten, bis nach der kommenden Bundestagswahl.
Ob alle beteiligten PolitikerInnen überhaupt wissen, was ein Fonds ist oder ob sie es mit einem Fond verwechseln? Von der SPD wird jedenfalls kolportiert, dass bei einer parteiinternen Diskussion der damalige Vorsitzende Beck das Wort "Fond" auf das Papier am Flipstartständer kritzelte, da musste dann der Gesundheitsspezialist Lauterbach seinen Vorsitzenden korrigieren: "Kurt, das heißt Fonds!", und er malte ein "s" dazu ...
Bei uns in der mongolischen Steppe war das viel einfacher: da sorgte der Schamane für die Gesundheit von Tier und Mensch; und später merkten die Nomaden, dass die "Dämonen" in den russischen Medizinstationen so schlecht auch nicht waren. Zumindest konnten sie einen gebrochenen Arm besser heilen als ein Schamane, der einen Schluck Kumys zu sich nahm und dann dem Kranken ins Gesicht spuckte ...
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