"Arbeit für alle bei fairem Lohn!" Das fordert die Gewerkschaft heute, am Tag der Arbeit. Und der DGB-Chef Sommer will nicht zusammen mit den Spitzenleuten der SPD sich zeigen lassen. Die Partnerschaft zwischen SPD und Gewerkschaften ist zerbrochen. Die Arbeitnehmer haben angesichts der Wirtschaftskrise Angst um ihre Arbeitsplätze, sie fürchten ihren sozialen Abstieg, ihren Sturz in Prekariat.
"Es ist ein 1. Mai mitten in einer plötzlichen und sehr dramatischen Wirtschaftskrise", ruft Arbeitsminister Olaf Scholz. Aber was bringt das. Viele Menschen befürchten, dass Millionen das ausbaden müssen, was nur wenige Kapitalisten angezettelt haben.
"Wir müssen Sorge tragen, dass wir in Deutschland alles auf eine Politik für Arbeitsplätze ausrichten. Dafür brauchen wir eine Allianz aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik" fordert Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und "Sozial ist, was Arbeit schafft. Dieser Leitgedanke ist noch nie so wichtig gewesen wie in diesen Monaten."
Alles schöne Worte, aber allein mir fehlt der Glaube. Es fehlt an überzeugenden Vorschlägen, wie diese hehren Ziele in die Tat umgesetzt werden können. Die Politik der Postdemokratie hat einfach versagt. Millionen von Menschen haben mitbekommen, wie z. B. Banken Milliarden in den Hintern geschoben werden und gleichzeitig werden schon Rentenkürzungen angekündigt. Das passt einfach nicht zusammen.
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