Vor zwei Wochen rief mich eine Frau an, ihr Hund hatte große Probleme. Im Januar war er an Krebs operiert worden. Jetzt wird er immer schwächer. Zu ihrer Tierärztin wollte sie nicht fahren, weil der Hund schon so schwach sei.
Also verschob ich einige Termine und fuhr zu ihr hin. Der Hund sah jämmerlich aus. Die Frau zeigte mir alle Medikamente, die ihr Hund derzeit bekam. Darunter war auch ein Entzündungshemmer, Rimadyl. Der arme Hund bekam täglich 200 mg davon. Das kam mir sehr hoch vor.
Ich rief meinen Bären an: "Schau doch bitte mal zu Rimadyl in der Datenbank nach! Der Hund wiegt 30 kg. Er hat täglich 200 mg Rimadyl bekommen."
Mein Bär wurde fündig: "Also, wenn der Hund 30 kg wiegt, dann beträgt die maximale Tagesdosis 120 mg, als hat er jeden Tag 80 mg zuviel bekommen!"
"Und das über Monate! Da wird der Wirkstoff nicht mehr ausgeschieden, sondern im Hund deponiert, kein Wunder, dass es ihm so grottenschlecht geht!"
"Hat die Kundin ein Faxgerät? Dann kann ich die Fachinformation ausdrucken und der Kundin schicken, ich markiere die wichtigen Stellen."
So geschah es. Die Kundin las und wurde sehr nachdenklich.
Was sollte ich tun? Ich roch den Krebs. Menschen und Tiere, die an Krebs erkrankt sind, riechen anders. Dieser Geruch ist schwer zu beschreiben. Aber wenn ich diesen Geruch in der Nase habe, ist der Lebensfaden bald zu Ende. Das konnte ich der Frau (noch) nicht sagen.
Also "bearbeitete" ich die Lebensfunktionen, der Hund sollte sich nochmal aufrappeln, seinen Gang durch den Garten machen und sich von seiner vertrauten Umgebung verabschieden können. Dann sollte er sich auf seine Letzte Große Reise begeben ...
Ich verordnete noch zwei Mittel und gab der Frau noch Tipps, was der Hund essen sollte. Dann tröstete ich die Frau und verabschiedete mich von ihr und ihrem Hund. Die Frau hatte sich extra eine Woche Urlaub genommen, um ihren Hund pflegen zu können.
Nach vier Tagen rief sie mich an, ihrem Hund war es anfangs viel besser gegangen, er hatte wieder Hunger bekommen und auch seinen Urin wieder halten können. Aber jetzt will er nicht mehr aufstehen. Da fuhr ich nochmal zu ihr hin.
Als der Hund mich sah, begrüßte er mich mit lauten Wuff; ich roch bei ihm den Krebs jetzt sehr stark. Ich "bearbeitete" beim Hund das Heilungszentrum und die biologische Aufladung. Der Hund streckte sich. Dabei versuchte ich, der Frau behutsam die Wahrheit zu sagen:
Ich sagte ihr, dass sie die Dosierung erhöhen könne, und dass ich nichts mehr für ihren Hund tun könne. Ich wisse nicht, wie lange ihr Hund noch leben werde, einige Tage oder einige Wochen oder einige Monate. Aber behandeln könne ich ihn nicht mehr, das wäre nur Geldschneiderei von mir.
Die Frau fing an zu weinen, ich versuchte sie zu trösten, streichelte ihren Rücken. Sie beruhigte sich. Und ich sagte ihr, dass ihr Hund sich noch einmal aufraffen werde, er werde durch den Garten gehen, überall schnuppern, ja er werde sich verabschieden und auf seine Letzte Reise begeben.
Gestern früh rief sie mich an, ja ihr Hund habe erst lange geschlafen, dann sei er aufgestanden, in den Garten gewackelt, habe alles beschnuppert, wackelte wieder ins Haus und legte sich hin. Jetzt wolle er nicht mehr aufstehen und auch nichts mehr essen und auch nichts mehr trinken. Ob es so weit sei?
Ja, das denke ich auch. Ob sie ihn zum Tierarzt bringen solle. Ich: "Er ist doch nicht mehr transportfähig."
Also ließ sie einen Tierarzt kommen, der ihrem Hund die Todesspritze geben sollte. Als der Tierarzt kam, war der Hund friedlich eingeschlafen ...
Dies erzählte mir die Frau, als sie mich wieder anrief. Und sie meinte: "Ach, wenn ich doch nur früher zu Ihnen gekommen wäre!"
Jetzt werden sie und ihr Mann von ihrem Hund Abschied nehmen. Und ich hoffe, dass sie sich bald einen neuen Hund zulegen. Ich bin sicher, dass sich die Seele des verstorbenen Hundes bald einen neuen Körper sucht und wieder zu der lieben Frau zurückkommen will.
(C) Copyright 2004-2009 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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Liebe Flora,<br />
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das stimmt auf jeden Fall! Wenn ich mir nur Tiereltern ansehe, wie die sich für ihre Jungen wirklich aufopfern! Ich sehe das an den Spatzen und den Schwalben und Meisen, die sind immer dabei, um<br />
Futter herbeizuschaffen!<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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Liebe Flora,<br />
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für mich sind Wölfe etwas ganz Besonderes! Das kommt halt daher, dass Wölfe diejenigen Lebewesen waren, von denen ich zum ersten Mal so etwas wie Zuneigung und Liebe erfahren habe.<br />
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Mehr als einmal haben Wölfe mich vor bösen Menschen gerettet.<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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H
Heike
06/11/2009 09:12
Zum Glück ist es nicht so weit, dass Mina schreit vor Schmerzen. Sollte es soweit kommen, werden wir ihr die Spritze geben lassen. Ist klar. Habe ich selbst ja schon bei zweien meiner Tiere veranlast. Ich hoffe auch nur dass es nicht so weit kommt.<br />
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Mit den Partnern von Tieren hast du schon recht. Nur Mina ist für Shari mehr als ein "Kumpel" sie ist ihre zweite Mutter, welche sie aufgezogen hat.<br />
Wie Shari sich verhält? Shari schnuppert Mina jeden Tag ab, guckt sie sich genau an. Sie weiss auch genau was los ist, schließlich "reden" sie auch darüber. Mina wollte auch erst gehen, wenn Shari stark genug dazu ist.<br />
Ich merke auch wie Shari sich verändert, obwohl ich sagen muss das Shari (in Gegensatz zu Mina) schon immer ein recht ernster Hund war. Ausgelassenes Spielen ist selten bei ihr, sher selten. Mit fremden Hunden ist es schon eine Sensation. Und wenn dann Maximal 5 Minunten.<br />
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Liebe Grüße<br />
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Heike
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Liebe Heike,<br />
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ja, deine Shari weiß genau, was los ist. Das machen Hunde, sie schnuppern und wissen Bescheid. Und Hunde können mit Krankheit und Tod ihrer Hundefreunde oft "besser" umgehen als Menschen. Ich habe<br />
das Gefühl, das sie wissen, dass sie sich einen neuen Körper suchen können ...<br />
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Vor meiner jetzigen Hündin hatte ich eine Hündin, halb Schäferhund, halb Wolf. Irgendwann war sie sehr alt und beschloss, ihre letzte Reise anzutreten.<br />
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Jahre später ritt ich durch den Wald, da sah ich plötzlich einen Schatten auf einem Stamm entlanglaufen, kein Zweifel, es war meine Hündin.<br />
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Dann hatte ich plötzlich das Gefühl, ich müsste unbedingt Richtung Tschechien fahren. Dort traf ich dann auf meine jetzige Hündin, ich bin sicher, dass in ihr vieles von meiner früheren Hündin<br />
steckt.<br />
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Deshalb rate ich auch immer Menschen, die ihren Hund verloren haben, ziemlich bald einen neuen zuzulegen. Wenn der Hund es bei seinen Menschen gut gehabt hatte, dann sucht er sich einen neuen<br />
Körper und kehrt in anderer Form zu seinen Menschen zurück. Diese Gewissheit macht es den Tieren leichter, mit dem Tod umzugehen<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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H
Heike
06/09/2009 11:06
Liebe Kiat,<br />
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Shari geht es Körperlich gut. Nur ist sie eben etxrem sensibel. Da sie mit ansehen mußte wie man ihre Mutter getötet hat, haben wir ein bischen Angst, wie sie regaiert wenn Mina stirbt.<br />
Auserdem hoffen wir dass Mina einfach einschläft, ohne Spritze.<br />
Wir wollen nicht mit ihr wegfahren wollen und kommen dann ohne sie zurück.<br />
Auch den Tierarzt kommen lassen, davor heue ich mich. Nicht dass Shari die Tierärzte als Mörder sieht.<br />
Bisher kommt sie ja mit ihnen recht gut klar.<br />
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Liebe Grüße<br />
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Heike
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Liebe Heike,<br />
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also, nach meiner Erfahrung kommen Hunde mit dem Tod von HundefreundInnen gut zurecht. Ich bin der Überzeugung, dass Hunde spüren, dass ihr Kumpel zwar nicht mehr körperlich, aber "geistig" da<br />
ist.<br />
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Ich erinnere mich an einen Dorfhund, den begrüßte Riffel immer ganz freudig. Im Dorf galt dieser Hund zwar als sehr gefährlich, aber davon merkte ich nichts. Die beiden haben immer sehr schön<br />
gespielt. Eines Tages aber begrüßte ihn Riffel, aber sie spielte nicht mehr mit ihm, sie wusste schon damals, dass er todkrank war.<br />
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Die beiden beschnupperten sich, machten ihre Pissrituale und dann tschüss!<br />
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Zwei Wochen später sah ich eine Beule an diesem Hund. Sie wuchs sehr schnell, offenbar bösartig. Ich habe es dem Besitzer gesagt, aber der wollte nichts davon wissen und zum Tierarzt wollte er auch<br />
nicht. Naja, es dauerte nicht lange, dann war dieser Hund tot. Immer wenn ich an diesem Haus vorbei kam, sah Riffel aus, als ob sie diesen Hund irgendwo noch spürt. Das dauerte so über zwei<br />
Jahre.<br />
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Wie verhält sich Shari gegenüber Mina?<br />
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Dass eure Mina einfach einschläft, das wünsche ich euch! Wenn allerdings ein Hund ständig Schmerzen hat und weint, dann sollte er doch erlöst werden. Das ist meine persönliche Meinung, das muss<br />
jede für sich entscheiden.<br />
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Alles Gute für euch!<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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H
Heike
06/08/2009 17:29
Liebe Kiat,<br />
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sehr wahrscheinlich dass der Hund das tut.<br />
Unsere Mina, bei der du mich damals beraten hast, baut auch immer mehr ab, sie geht auch mit Rollstuhl nicht mehr Gassi. Was sie ja vorriges Jahr noch gut gemacht hat. Sie ist meist nur noch in Garten.<br />
Sie wartet darauf dass meine Mutter, ihre Oma, kommt. Sie kommt Anfang Juli zu besuch, dann wird es nicht mehr lange dauern denke ich…<br />
Mina wird Ende diesen Monat 15 Jahre alt.<br />
Ich habe blos Sorgen um ihr Ziehkind Shari…
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Liebe Heike,<br />
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mit 15 Jahren hat deine Mina ein für Hunde sehr hohes Alter erreicht. Es spricht für euch und zeigt, dass es Tiere bei euch sehr gut haben. Ja, das ist gut möglich, dass sie sich noch von der "Oma"<br />
verabschieden möchte. Und dann begibt sie sich auf ihre Letzte Große Reise ...<br />
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Wqs ist mit Shari los? Schreib mir doch mal. Wir wohnen leider zu weit voneinander für einen "Hausbesuch". Alles Gute für euch!<br />
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Ganz liebe Grüße, Kiat<br />
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