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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Mein Buch: Kopflos!

Jetzt, nachdem es sich bis zum letzten Floh im Dorf herumgesprochen hat, dass mein Buch erschienen ist, reagieren einige richtig kopflos. Ist ja auch klar, vorher hatten sie schlimme Gerüchte über mich in die Welt gesetzt. Nur diese Gerüchte bleiben uns ja nicht verborgen.

Gestern abends parkte ein Van auf der Westseite meines Hofes. Die Fahrerin war mit blonden Locken und zwei Jack Russels bestückt. Auch wie sie lief, eine Reiterin. Da kam mein Bär mit dem Traktor angefahren und stieg ab. Dann sprach er leutselig die Reiterin an. Da fragte sie ihn: "Stimmt es, dass diese böse Frau da bald ausziehen muss?"

Mein Bär stellte sich dumm: "Warum?"

"Naja, mein Onkel ist Jäger, und ein anderer Jäger hat erzählt, dass sie keine Miete zahlt und deshalb bald verschwinden muss!"

"Sie zahlt ja auch keine Miete!"

"Ja, das habe ich mir gleich gedacht! Wie die schon aussieht, mit ihren Armeehosen!"

"Tja, würden Sie für einen Hof Miete bezahlen, wenn er Ihnen gehört?"

"Nein, natürlich nicht! Was hat das mit dieser Frau zu tun? Der Hof gehört doch dem Willy!"

"Nein, da täuschen sie sich! Der Hof gehört der Schamanin. Fragen Sie doch im Grundbuchamt, wenn Sie mir nicht glauben!"

Empört sammelte die Reiterin ihre Hunde ein und stieg in ihr Auto. Mit hochrotem Kopf fuhr sie weg.

Und heute stand plötzlich ein Viehlaster in meiner Hofeinfahrt. Ein vierschrötiger rotgesichtiger dicker Kerl wälzte sich schnaufend aus dem Laster und blubberte mich an:

"Ich hab gehört, Du fliegst hier raus. Ich kaufe dir Pferd und Esel ab, für einen guten Preis!"

"Von wem hast Du das gehört?"

"Naja, von einem da unten dort." Und zeigte in Richtung Dorf.

"Geht das ein bisschen genauer?" fragte mein Bär, der von hinten dazugekommen war. Der Viehhändler sah sich erschrocken um. Mein Bär grinste ihn an: "Also, wer hat dir diese Lügen erzählt? Raus mit der Sprache!" Mein Bär hatte eine Mistgabel in der Hand, das ist schon ein "stechendes" Argument,

Dann erzählte uns der Viehhändler, wer ihm diese Lüge aufgetischt hatte. Aha, wie konnte es auch anders sein. Derselbe Name wie beim letzten Mal. Mein Bär: "So jetzt kannst Du verschwinden! Und lass dich ja nicht mehr hier blicken!" Schwitzend erklomm er sein Führerhaus, startete den Motor, würgte ihn mehrmals ab, aber dann gelang ihm die "Flucht".

Wir überlegten uns, ob es Zeit ist, die Don-Camillo-Methode anzuwenden ...


(C) Copyright 2004-2009 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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H
Eigendlich müßte der der dennen die Lügen erzählt von denen auch mal was zu hören bekommen, "Lustig" finden diese die Anlügerei bestimmt auch nicht. :o(<br /> <br /> Liebe Grüße<br /> <br /> Heike
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K
<br /> Liebe Heike,<br /> <br /> keine Bange, so was spricht sich rum. Was meinst Du, was der Viehhändler abends an seinem Stammtisch erzählt? Und einige haben ja früher über mich verbreitet, ich können gar micht schreiben. Und<br /> jetzt gibt es ein ganzes Buch von mir, ja das kann sogar gekauft werden. Das liegt denen schwer im Magen. Und andere werden sie jetzt aufziehen: Erst gestern abends traf war ich noch mit Riffel<br /> raus, da traf ich auf ein Pärchen, kam mit dem ins Gespräch, und da haben die mir was erzählt und wir haben zusammen gelacht über die Verbreiter von Lügen<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
C
Eine Mistgabel allein ist lange nicht so wirkungsvoll, als wie wenn der dazugehörige Batz noch drauf ist. Und der kann an einem passenden Ort viel ungemütlicher und dadurch wirkungsvoller sein. :-) <br /> Don Camillo hat zudem nicht alle in den Sack gesteckt ... Das eine wäre bei unsrer Rechtsprechung Körperverletzung, das andere Geruchsbelästigung. <br /> <br /> Nur zur Sicherheit, das ist jetzt aber keine Aufforderung, sondern nur das literarische Rumspielen mit Gedanken welche Variantionen Don Camillo in der heutigen Zeit einsetzen würde, wenn er noch pferdegebißgrinsend unter uns weilen und vorfreudig seine starken Hände reiben würde. <br /> <br /> Frech grinsende Grüße, Cellulanus
Antworten
K
<br /> Liebe Cellulanus,<br /> <br /> stimmt schon mit dem Batz. Aber da unsere Tiere so gut wie keine Antibiotika bekommen, ist deren Mist gerade zu geruchsarm. Als Wurfgeschoss eigenen sie sich nur im gefrorenen Zustand.<br /> <br /> Tja, Don Camillo fiele sicher noch mehr ein. Und das mit der Rechtssprechung gilt nur dann, wo es einen Kläger gibt.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />