Bald ist die Frankfurter Buchmesse eröffnet. Gastland ist diesmal China. Schon im Vorfeld hatte China Probleme mit kritischen Autoren aus seinem Land.
Und jetzt wieder ein solcher Fall: Liao Yiwu hatte eine Einladung nach Deutschland und einen Reisepass. Aber: Die chinesische Staatssicherheit lässt ihn nicht nach Deutschland ausreisen. Grund: Er soll nicht auf der Buchmesse aus seinen Büchern vorlesen.
Das ist eine Schande! Weniger für China, sondern für die Frankfurter Buchmesse und deren Verantwortlichen. Unterwirft sich die Frankfurter Buchmesse freiwillig dem Diktat eines Staates? Dann wird es mit dieser Form der Buchmesse bald bergab gehen!
Wieso stört es China, dass ein Regimekritiker in Deutschland liest? In China selbst werden es die allermeisten sowieso nicht mitbekommen, da ja ständig versucht wird, alles zu zensieren. Nun, im Zeitalter des Internet ist dies schwieriger geworden. Aber Chinesen sind ja sehr fleißig ...
Wieso hat China Probleme, wenn Geschichten bekannt werden, die nicht ins Weltbild der Kommunistischen Partei Chinas passen. Die wirtschaftliche Macht Chinas ist doch derart groß, dass sie einfach darüber hinwegsehen kann. Nein, das kann sie nicht! Oder vielmehr die Betonköpfe in der KP!
Wer erwartet hatte, dass auf der Buchmesse auch kritische Bücher über China zu sehen sind, ist enttäuscht. Da gibt es nur chinesische Bücher, das der chinesisches Zensur genehm ist wie z. B. "Der Zorn der Wölfe" et al.
Susanne Messmer hat in der taz einen sehr informativen Artikel über den Autor Liao Yiwu geschrieben. Den sollten auch die Verantwortlichen der Frankfurter Buchmesse lesen!
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liebe kiat, ich finde es sehr mutig von dir, dass du dich für regimekritische autoren einsetzt. auch auf die gefahr hin, dass du auf einer blacklist landest und dein buch von keiner redaktion<br />
besprochen wird. lass dich trotzdem nicht verbiegen. ich bin stolz auf dich! lg isabelle<br />
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Liebe Isabelle,<br />
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ich bin offenbar schon auf einer solchen Blacklist Ganz bestimmt von den Nürnberger Nachrichten (NN), die liefern ja den<br />
Mantelteil von vielen Regionalblättern. Der Verlag hat die Regionalblätter angeschrieben, null Reaktion. Die Verlegerin meinte, das habe sie noch nie erlebt.<br />
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Dann kenne ich eine Lehrerin, die mit der Redaktion der NN lange eng zusammenarbeitet. Da sie von meinem Buch sehr begeistert ist, hat sie das ihrem Kontakt bei der NN erzählt und angeregt, doch<br />
mal eine Buchbesprechung zu machen. Sie bekam nicht einmal eine Antwort.<br />
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Ich komme mir fast vor wie eine chinesische Regimekritikerin Nein, diese Regimekritiker erleben viel Schlimmeres als ich.<br />
Ich weiß, dass sich das Gute und die Wahrheit nicht unterdrücken lassen. Die Verkaufszahlen zeigen ja, dass mein Buch trotzdem gekauft wird, ohne Buchbesprechung in der NN und deren<br />
Ablegern.<br />
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Liebe Grüße, Kiat<br />
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