Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Einst bekam eine Stadt, nennen wir sie Ansbach, ein Kasernengelände. Was machen wir damit? Wir bauen ein Einkaufszentrum!
Aber die bisherigen Läden? Da geht doch niemand mehr einkaufen! Die können doch im Einkaufszentrum einkaufen.
Aber dann stehen doch die Läden in der Stadt leer!
So schlimm wird es nicht werden!
Es wurde noch schlimmer! Verfallene Ruinen zeugen vom ehemaligen Treiben, viele leerstehende Ladenräume, entweder haben die Besitzer aufgegeben oder sie sind ins Einkaufszentrum gezogen. Was machen wir dagegen? Nun, wir gründen einen Citymarketing-Verein. Da können wir Pöstchen vergeben, die machen sich gut auf der Visitenkarte.
Und wir können Leerstandsmanagement betreiben, da erfassen wir alle leerstehenden Räume in einer Datenbank und wir können dann darin blättern. Nur, so füllen sich die leerstehenden Gebäufe nicht mit neuen Geschäften. Oder wir lassen Schauspieler des Theaters in den leerstehenden Geschäftsräumen Geschichten erzählen, von der Geschichte der Häuser. Das füllt zwar einmal diese Räume mit Menschen, nur ist es Theater.
Ich frage mich, wieso stöbern wir nicht in der Geschichte, zum Beispiel nach Freigeld. Warum setzen wir diese Idee des Freigeldes oder lokalen Geldes nicht um, ganz speziell auf diese Stadt?
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