Für den Preis der Leipziger Buchmesse wurde im Bereich Belletristik ein Roman nominiert, der es mit dem Penis hat.
Titel: "Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag", schauen wir doch in die Leseprobe:
"Die ersten Sorgen um meinen Penis machte ich mir schon vor etwa fünfzig Jahren im Kindergarten – damals nur aus rein hygienischen Gründen. Um mit der Penisspitze nicht die Klobrille oder sogar die Innenseite der Schüssel zu berühren, griff ich beim Pinkeln mit der Hand zwischen meine Schenkel und drückte meinen Apparat senkrecht nach unten. Damit wollte ich gleichzeitig verhindern, daß der Urinstrahl durch den Spalt unterhalb der Klobrille meine heruntergelassene Hose benäßte. – Was machst du da? fragten dann die Erzieherinnen, die die Zufluchtsorte der Aufsässigen häufig kontrollierten. Nichts, nichts weiter."
Also Leute, fällt euch nichts mehr ein? Und liebe Juroren, ist das gute Literatur? Aber schauen wir uns den zweiten Teil der Leseprobe an:
"Wenn ich mir meinen Penis heute ansehe und mich kurz konzentriere, bekomme ich umgehend das Gefühl, daß es sich um ein ästhetisches Gebilde handelt. Er sieht schön aus, etliche Details im Eichelbereich finde ich sogar wunderschön."
Also, ich kann nicht anders, das hört sich an wie der Versuch eines "männlichen Feuchtgebietes". Vielleicht hatte Kiepenheuer & Witsch bereut, als sie einst Frau Roche ablehnten. Und dann erschien der Roman von Frau Roche bei Dumont und die hatten ihren Bestseller!
Wird ein Roman für Leipzig nur dann nominiert, wenn er sich mit mindestens einem Geschlechtsteil befasst? Haben die Schriftsteller nichts mehr zu sagen? Anscheinend nein.
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