Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Auch in Finnland gibt es noch (wenige) Gebiete ohne DSL-Versorgung. Seit Anfang Juli 2010 gibt es in Finnland ein Grundrecht auf schnelle DSL-Verbindungen.
Damit verpflichtet Finnland alle Dienstleister, für alle finnischen Bürgerinnen und Bürger einen DSL-Anschluss mit mindestens 1 Mbit-Leitungen bereitzustellen. Und wie schaut es in Deutschland aus? Zum Beispiel in Bayern?
Düster! Zuständig für die Beseitigung der weißen Flecken ohne DSL auf der freistaatlichen Karte sind die Bezirksregierungen. Seit Jahren. Und seit Jahren tut sich nichts. Das war auch nicht anders zu erwarten.
Erinnern wir uns, als 2008 Horst Seehofer Ministerpräsident wurde, da verkündete er, dass die Bezirksregierungen dafür sorgen sollten, dass alle Bayern DSL-Anschlüsse bekommen. Er redete von einer Bewährungsprobe für die Bezirksregierungen. Seitdem hat sich in Sachen DSL nicht viel getan. Aber Seehofer schert sich auch nicht um seine Aussagen vor über zwei Jahren. Wahrscheinlich hält er es mit Adenauer: "Was kümmert mich um mein Geschwätz von gestern?"
Es ist ja ziemlich hirnrissig, gerade eine "Mittelregierung" - wie sich die Bezirksregierungen selbst zu bezeichnen pflegen, mit dem DSL-Ausbau zu beauftragen. Dazu müssen die Provider verpflichtet werden, eben wie in Finnland. Und eine Bezirksregierung kann allenfalls kontrollieren, ob die Provider dieser Verpflichtung nachkommen.
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