Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
So ließ Goethe seinen Faust sprechen: "Was du ererbt von deinen Vätern hast, Erwirb es, um es zu besitzen." Dieser Vers scheint sich - wieder einmal zu bewahrheiten. In diesem Fall bei Schlecker - der einst größten Drogeriekette in Europa.
Im Jahr 2010 übernehmen die Kinder Lars und Meike die Führung von ihrem Vater Anton. Er hatte ja sein Lebenswerk in ziemlichen Verruf gebracht: schlechte Bezahlung, Behinderung der Betriebsräte, schmuddelige Läden, Leiharbeit. Das alles führte zu einem schlechten Image.
Antons Kinder schienen bestens ausgebildet zu sein für die Aufgabe, das Unternehmen zu übernehmen. An den berühmtesten Universitäten durften sie studieren, ja, wieso kommt es dann zur Pleite?
Vielleicht gerade deshalb. Ich bin sicher, die beiden beherrschen die Theorie bestens, aber wie steht es mit der Praxis? Sie wollten die Schlecker-Filialen umbauen, weg vom schmuddeligen Image, hin zu aufgeräumten, übersichtlichen und hellen Läden. In Windsbach gibt es auch eine solch umgebaute Filiale - sie gefällt mir gut. Auch das Personal ist gut drauf. Kein Wunder, die Bezahlung soll wesentlich besser als früher sein.
Wieso kommt es dann zur Pleite? Nun, vielleicht auch deshalb, weil die Nachfolger doch nicht allein bestimmen konnten. Vater Anton agiert immer noch im Hintergrund, und er hat einen treuen Vasallen aus alten Zeiten im Geschäft, der sich um die Verhandlungen kümmert - wie es ausschaut, er allein. Thorben Rusch kümmert sich um das Tagesgeschäft, er ganz allein.
Ja, es wird erzählt, dass die Kinder anfangs nicht einmal eigene Visitenkarten hatten. Unglaublich, aber wahr!
Quellen:
Diese Pleite ist für mich auch ein Symbol dafür, dass die "studierte" "Elite" nicht überlebensfähig ist. Was nützt all das eingepaukte theoretische Wissen, wenn es an praktischer Erfahrung fehlt.
Und hinzu kommt noch ein Standesdünkel, der Kunden verschreckt. Erinnern wir uns, wenn Schlecker-Vertreter der Presse mitteilen, dass ihre Kunden eher ungebildete Bürgerinnen und Bürger seien.
So etwas schlägt ein wie eine Bombe! Welch Kunde lässt sich schon als dumm bezeichnen!
Und wer sind die Leidtragenden? Derzeit 47.000 Mitarbeiter - überwiegend Mitarbeiterinnen. Sie bangen jetzt um ihre Zukunft. Mittlerweile gerät jeder vierte Arbeitslose in die Arbeitslosenfalle - unter König Hartz dem Vierten. Das bedeutet für den Fall, dass Schlecker nicht gerettet werden kann, dass auf einen Schlag weit über 10.000 Menschen in die Armut geschmissen werden.
Die Familie wird ihre Schäfchen ins Trockene retten. Aber die früheren Mitarbeiter nicht. Das macht mich wütend.
Gebe es das bedingungslose Grundeinkommen, dann wäre eine solche Pleite nicht ganz so schlimm - so aber schon. Und wie wir bei der Riesenpleite von Quelle sehen konnten, werden mittlerweile die tatsächlichen Zahlen der Arbeitslosen derart verschleiert, dass sich solche Pleiten in der Statistik nicht niederschlagen. Die Statistiken sind halt frisiert. 75 % der Bevölkerung glauben diese Statistiken nicht mehr. Ein Armutszeugnis für diese schwarzgelbe Regierung!
Und noch etwas führte gewiss auch zur Pleite - eine selten dämlicheWerbung wie zum Beispiel:
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