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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Sinn und (Un-)Sinn

Langsam wird es in Deutschland für Bank- und andere Manager ungemütlich. Sie werden verfolgt! Das behauptet jedenfalls der Chef des Ifo-Institutes Prof. Dr. Hans-Werner Sinn. Der hat ja die ehrenvolle Aufgabe, die Machenschaften der Manager schön zu reden. Und immer wenn die öffentliche Meinung sich gegen die Manager und Wirtschaftsbosse zu wenden scheint, muss er sich öffentlich dazu äußern.

Diesmal ging der Schuss nach hinten los. Da behauptet er doch allen Ernstes, die Manager von heute würden verfolgt, so wie seinerzeit seit 1929 in Deutschland die Juden.

Au backe! Das hätte der Münchner Professor nicht sagen sollen. Denn der Generalsekretär des Zentralrates der Juden, wunderte sich öffentlich: "Mir wäre es neu, dass Manager geschlagen, ermordet oder ins Konzentrationslager gesperrt würden."

Ich denke, dieser Professor (Un-)Sinn ist jetzt kaum noch zu halten. So ein Pech aber auch. Hat der Volksmund doch Recht, wenn es heißt: "Schaltjahr ist Scheißjahr!" Es ist doch wirklich ein schlechtes Jahr für so manche Manager, die Geld verzockt haben, das ihnen nicht gehörte oder das gar nicht existierte. Und dann wundern sie sich, dass diese Blase endlich geplatzt ist. Und sie sind empört darüber, dass das einfache Volk sich auch empört, wie sehr die Gier nach immer mehr Geld um sich gegriffen hat.

So wird das Jahreseinkommen eines Herrn Mehdorn auf drei Millionen EUR geschätzt. Wie so geschätzt? Darf das nicht bekannt werden? Und dann haben Bahnvorstand und obere Führungsebene schon mal millionenschwere Boni vereinbart, sobald Teile der Bahn an der Börse notiert sind. Auch wenn die Erlöse unter den Erwartungen liegen sollten, die Höhe der Bonuszahlungen bleibt fest, daran wird auf keinen Fall gerüttelt. Und der zuständige Minister Tiefensee will von alledem erst vor einigen Tagen erfahren haben?

Nochmals zurück zu dem Jahreseinkommen des Herrn Mehdorn: das sind ja 250.000 EUR im Monat! Angesichts der Bahnpleiten und -pannen ist das wirklich ein Skandal! Die Leute, die mit der Bahn reisen müssen, durften es jetzt wieder ausbaden. Wer ist eigentlich schuld an dem ICE-Dilemma? Wer übernimmt die Verantwortung? Ich sehe keinen.

In der kleinen Welt in der mongolischen Steppe hätte es diese Auswüchse nach Gier nicht gegeben. Da hätten entweder der Chan oder der Schamane oder beide eingegriffen. Da wurde die Jagdbeute immer innerhalb der Sippe geteilt. Es gab natürlich eine Hackordnung, nach der die höher geachteten Männer die besten Stücke bekommen haben, aber dass manche gar nichts abbekommen, das gab es nicht. Und wenn wirklich mal einer alles an sich raffen wollte, dem wurde nahegelegt, die Sippe zu verlassen. Das kam einem Todesurteil gleich, weil allein kaum einer lange in der wilden Natur überleben konnte.

Das haben wohl viele Reiche und Superreiche vergessen, nämlich dass sie auf das einfache Volk angewiesen sind. Irgendwie tun mir diese Manager leid: Ja, die Manager werden wirklich verfolgt, von ihrer eigenen Gier und von ihrem Unvermögen gepaart mit ignoranter Arroganz.


(C) Copyright 2004-2008 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.
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H
Hallo ihr Beiden, ;o)<br /> <br /> Kiat, das mit den Verhalten in Wolfsrudel habe ich schon vor Jahren mal in einer Hundezeitschrift gelesen. Und es gibt auch Sinn. wie du auch meintest…<br /> <br /> Was das Andere Angeht. Nun einen Kredit von der Bank zu bekommen als Normalbürger ist eh schon eine Sache für sich.<br /> Wenn man sich Selbstständnig machen muss man unter anderen 3 Jahre in Vorraus Aufträge vorweisen können (ohne welches vorher Ausführen zu dürfen) und vorlegen können wie hoch in den ersten 3 Jahren die Gewinne sein werden.<br /> Ist ein Witz, wer kann dass schon?<br /> Und bei Aktien weiss man dass noch nicht mal 24 Stunden!<br /> <br /> Es gitb hier bei NDR so eine Norddeutsche Comdey Serie<br /> "Neues auch Büttenwader" (Übersetzt "Neues aus Badewasser").<br /> Da war auch so eine Lustige Folge. Ein Bauer brauchte für seinen <br /> Schweinestall ein neues Dach, er stand mit seinen Freund da und hat erzählt was für eine Riesenanlage er machen will mit allen Luxus und neuen Arbeitsplätzen und sonst was.<br /> Da meinte sein Kumpel: "Ich denke du brauchst nur ein neues Dach?"<br /> "Jo, aber wenn ich das der Bank sage, bekomme ich doch nichts. <br /> Da muss man schon mehr erzählen…"<br /> <br /> Ich konnte nicht mehr vor lachen…
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K
<br /> Liebe Heike,<br /> <br /> leider ist das keine Satire, sondern traurige Realität! Und wie die Skandale gezeigt haben, muss bei Banken so richtig angegeben und geklotzt werden, dann fließen die Millionen. Denke doch nur z.<br /> B. am den Herrn Pooth, was hat der den Banken alles erzählt und sie haben lange gebraucht, bis sie ihn durchschauten.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
U
Weißt du Kiat,<br /> unsere "hochentwickelte " Zivilisation ist in sich schon das Problem. Die Natur wird nicht mehr als ernährende Mutter betrachtet, sondern als Lieferant unserer Rohstoffe. Wissenschaftler versuchen die Natur zu kopieren um die Zusammenhänge des Ganzen zu begreifen. Warum? Ich habe in S3 vor kurzem einen Bericht geschaut. Ein Wissenschaftler hat es treffend formuliert.<br /> Wir sind nur die Pioniere, die "Vermarktung" unserer Erkenntnisse überlassen wir der Industrie!<br /> Die Globalisierung tut sein übriges dazu. <br /> Ich erinnere mich noch an meine Jugendzeit und einer, für mich prägenden Begebenheit.<br /> Mein Vater brauchte einen Kredit um unser Haus zu bauen. Er war ein einfacher Maurer.Also ging er, mich nahm er mit, auf die Bank. Er trug sein Anliegen dem Chef(nicht irgendeinem Sachbearbeiter)vor.<br /> Dieser fragte meinen Vater, was für "Sicherheiten" er denn hätte?<br /> Mein Vater sagte zu ihm," wenn ich Sicherheiten hätte, würde ich nicht hier stehen"! Meine Sicherheit ist meine Arbeitskraft!<br /> Er bekam den Kredit, ein Handschlag genügte,man kannte sich. <br /> Mach das mal heute, da kannst du gleich noch den Stammbaum der 3 letzten Generationen mitbringen. Dazu kommt noch ein Fremdsprachenkurs, da du eh nichts mehr verstehst(Rating, Cash, Management, Liquiditäts Analysen) und ein Anwalt für Steuerrecht, der den simultan übersetzt was der Bänker dir sagt!<br /> In diesem ganzen Chaos sitzen dann wirklich welche, die das verstehen. Die bereichern sich dann, stopfen sich die Taschen voll.<br /> Sie haben nicht begriffen, daß wir alle die Rechnung unseres Handelns und Tun selbstverantwortlich zu tragen haben.<br /> Der Wissensvorsprung erweckt anscheinend bei vielen den Virus Gier.<br /> Liebe Grüsse zurück,Uli
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K
<br /> Hallo Uli,<br /> <br /> leider hast Du recht. Aber es gibt auch Menschen, die das durchschaut haben, leider sind sie noch in der Minderheit, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
C
Tja, wie ich heute im Radio hörte, will deer Herr Sinn sich für seinen Unsinn entschuldigen. Er hat wohl einen offenen brief an den Zentralrat der Juden geschickt. Erst eine höchst unpassende Bemerkung loslassen und sich dann nicht trauen, die Entschuldigung genauso öffentlich auszusprechen! Wenn´s peinlich wird, ist Schreiben wohl einfach leichter!
Antworten
K
<br /> Liebe Chilli,<br /> <br /> da stimme ich dir zu! Sonst hat ja der "klügste Professor" (so nennt ihn die Bildzeitung) keine Hemmungen, seine Verbalattacken gegen Nichtanhänger des Neoliberalismus zu verkünden. Wer austeilt,<br /> muss auch einstecken können. Also sollte er seine Entschuldigung auch öffentlich verkünden.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />
U
Ja Kiat,<br /> seit vielen Jahren beobachte ich den Verfall von Moral und Ethik. Die Gier nach mehr scheint ein hochgefährlicher Virus zu sein.<br /> Doch im Ernst, wie kann man wirklich glauben, es gehe nur bergauf? Hast du schon einmal ein System, von Menschenhand geschaffen, erlebt, das funktioniert?
Antworten
K
<br /> Liebe Uli,<br /> <br /> Gier ein hochgefährlicher Virus! Das hast Du treffend geschrieben. Wenn ich mir die Geschichte der Menschen so ansehe, haben Gesellschaftssysteme immer dann funktioniert, wenn sie auf Ausgleich<br /> aufbauten und darauf achteten, dass die Unterschiede in Sachen Besitz und Macht nicht zu sehr auseinander klafften.<br /> <br /> Wenn Menschen versuchen, im Einklang mit der Umwelt und der Natur zu leben, dann könnte es funktionieren. Aber leider gibt es dann einige fehlgeleitete Exemplare der menschlichen Spezies, die alles<br /> nur für sich wollen.<br /> <br /> In einem Wolfsrudel werden übrigens Welpen, die sich zu einer Gefahr für die Sippe entwickeln, einfach tot gebissen. Das mag für manche Tierliebhaber grausam sein, aber es ist eigentlich nur<br /> konsequent: Was ist wichtiger? Das Leben eines einzelnen Welpen oder das Überleben der Sippe?<br /> <br /> Vielleicht benötigen die Superreichen noch einige Reinkarnationen, um dies einzusehen. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.<br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br />