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11. September 2013 3 11 /09 /September /2013 18:18

TRANSFER

Heute fällte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ein Grundsatzurteil. Worum ging es? Darum, ob ein muslimisches Mädchen zusammen mit leicht bekleideten Jungs gemeinsam am Schwimmunterricht teilnehmen muss. Die Eltern der damals elfjährigen Tochter hatten sich am Gymnasium beschwert, dass ihre Tochter zusammen mit nur mit Badehose bekleideten Jungs am Schwimmunterricht teilnehmen sollte. Sie wollten, dass ihre Tochter vom Schwimmunterricht befreit wird.

Die Schule lehnte ab. Die Eltern zogen vor den Kadi. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof lehnte die Klage der Eltern ab. Die Richter meinten, das Mädchen könne sich ja einen "Burkini" anziehen ... Dabei hatten die Richter übersehen, dass es darum gar nicht ging. Auch wenn das Mädchen im Burkini ins Wasser geht, erbleibt ihr der Anblick von halbnackten Jungs nicht erspart. Und ihre Relgion verbietet nun mal, dass Mädchen gemeinsam mit leicht bekleideten jungen Männern öffentlich zusammenkommen.

Auch die höchste Instanz in Leipzig entschied: das Mädchen muss am Schwimmunterricht teilnehmen. Punktum! Basta.

Ich finde dieses Urteil verhehrend. Nicht weil ich Muslimin bin. Sondern weil ich der Meinung bin, dass in Deutschland Religionsfreiheit herrscht! Und wenn eine andere Religion als das Christentum es den Gläubigen nicht erlaubt, dass Jungs und Mädchen gemeinsam öffentlich baden, dann sollten wir das respektieren. 

Wieso hat die Schulleitung nicht das Mädchen vom Schwimmunterricht befreit? Oder es in eine Klasse gesteckt, in dem nur Mädchen unterrichtet werden? 

Gerade jetzt, da die Nachrichten voll sind von Gotteskämpfern im Mittleren Osten, ist doch eine solche richterliche Entscheidung schlimm. Schlimm für das Ansehen Deutschlands. Da sprechen Politiker immer wieder von Integration, da gibt es Integrationsbeauftragte, wenn es jedoch zur Sache geht, dann ist es in Deuchtschland mit der Integration nicht weit her.

Was passiert jetzt? Jetzt können die Fundamentalisten mit dem Finger auf die Deutschen zeigen: Die Deutschen, das sind ganz schlimme Menschen. Die zwingen unsere Mädchen in den Schulen zusammen mit unzüchtig bekleideten Jungs zu baden! Das erzeugt ein immens negatives Image! Der Ruf der Deutschen ist hin!

Nun leben in den arabischen Ländern viele Reiche, die Luxusgüter aus Deutschland importieren. Die werden dann von ihren Landsleuten gefragt werden: Warum fährst du noch ein großes deutsches Auto? Weißt du nicht, was die Deutschen mit unseren Mädchen anstellen?

Und jeder Werbemanager wird bestätigen: Sobald die Reputation angekratzt ist, bleiben Käufer weg. Und warum? Nur weil eine kleiner Schulleiter stur ist, weil er an seinen Vorschriften klebt. Hätte er sich einen Zacken aus der Krone gebrochen, wenn er das Mädchen vom Schwimmunterricht befreit hätte? Bestimmt nicht! Und die Eltern des Mädchens wären zufrieden gewesen. Und sie hätten ihren Landsleuten erzählt: Diese Schule ist verständnisvoll, sie nimmt auf unseren Glauben Rücksicht!

Und so etwas spricht sich herum! Dann im positiven Sinn. 

Quelle: Süddeutsche.de Musliminnen müssen zum Schwimmunterricht: Was wiegt schwerer, der staatliche Bildungsauftrag oder die Glaubensfreiheit von Schülern? Im Streit um eine muslimische Schülerin, die die Teilnahme am Schwimmunterricht aus religiösen Gründen trotz Burkini verweigert, hat das Bundesverwaltungsgericht heute ein Grundsatzurteil gefällt.

Schwimmunterricht: Muslimische Schülerin verliert Rechtsstreit
Veröffentlicht am 28.09.2012 von gbs Hochschulgruppe Koblenz

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Kommentare

Klaus kleber 09/16/2013 23:24


Du merkst aber das wir alle streng und gesittet rumlaufen sollen und nicht mehr wie im Mittelalter nackig.Das ist uns von der Kirche aufgezwungen worden weil die nach der Pest uns alles als
Sünder behandelt.Das kommt nicht von Gott sondern von scheinheiligen.Genauso ist das mit der Burka und das die nichtmal in der Moschee zusammen beten dürfen.Im Umkehrschluss bedeutet das die
haben  das vielleicht mal eingeführt weil denen nix heilig war sogar in der Moschee rumgemacht haben?

Kiat Gorina 09/17/2013 00:10



Bei einigen christlichen Kirchen war es Frauen, die ihre Mens hatten, verboten, die Kirche zu betreten. Sie mussten draußen bleiben und durften gnädigerweise durch die um einen Spalt geöffnete
Kirchentür zuhören ...


Dass Frauen und Männer beim Gottesdienst getrennt werden, findest du heute noch auch bei orthodoxen Synagogen. 


Wer sich mit Religionen beschäftigt, wird feststellen, dass am Anfang die religiösen Feiern  auch dazu dienten, dass Mann und Frau miteinander Geschlechtsverkehr hatten. Schließlich sollte
die Sippe nicht aussterben. Bei den meisten Hexencoven wurde das wieder belebt: da gibt es die Vereinigung zwischen Gott und Göttin, die oft als sexuelle Vereinigung zwischen dem Priester und
seinen Hexen praktiziert wird. Oder es gibt Rituale wie den fünffachen Kuss:


http://schamaninkiat.over-blog.de/article-27909459.html



Klaus kleber 09/15/2013 22:11


Es gibt auch beispiele warum das gemacht wurde in der Katholischen Kirche.Im sündigen Venedig des spätmittelalters wurde so viel Haut gezeigt das es eine Regel gab das man Frauen nur erlaubte
nicht mehr wie eine Brust offen zur Schau zu tragen.Ein Priester rief damals die gläubige Jugend auf, mafiamässig diese Damen das zu unterlassen und die trieben als Strafe von denen noch Geld für
die Armen ein.Macht euch nichts vor wir leben immer noch zum grossteil in einer Männerwelt.Ich bin weder dafür, noch für eine Frauenwelt.Es sollte gemeinsame Regeln für alle geben,nach dem
gesunden Menschenverstand.Nur weil das ein Mädchen und mit muslimischen Glaubens ist,sollen Gesetze des Staates nicht mehr gelten.Sorry aber das kommt mir vor wie pubertierende die ausloten
wollen wie weit sie gehen können.zieht an was ihr wollt,glaubt was ihr wollt,aber da religionsdiskriminierung zu sehen ist lachhaft.

Kiat Gorina 09/15/2013 22:53



Was das Leben im Mittelalter angeht, da war Nacktheit kein Problem! Da gab es öffentliche Badehäuser, da zogen sich die Menschen zu Hause aus und liefen nackt zum Badehaus und ließen sich von den
Hübscherinnen verwöhnen. Und auch Geistliche saßen vergnügt in den Badezubern. Da war Nacktheit überhaupt kein Problem. Wieso auch?


Die Prüderie kam erst mit dem Erstarken des Bürgertums auf. Weil du von Venedig erwähnst, da gab es einen jährlichen Lauf der Huren - die da viel nackte Haut zeigten. Oder nimm die alten
Griechen, da waren die Olympiateilnehmer alle nackt, das war da selbstverständlich!


Aber worum geht es bei dem Fall der Dreizehnjärigen? Sie ist gläubig, ihr Glaube verbietet ihr, in der Öffentlichkeit zusammen mit halbnackten Jungs zu schwimmen. Da geht es nicht darum, ob ihr
Glaube sinnvoll ist oder nicht. In Glaubensfragen sollten wir nicht streiten. Das ist genauso wenn ein Mensch kein Schweinefleisch isst - wegen seines Glaubens. Da zwingen wir solche Menschen ja
auch nicht, Schweinefleisch zu essen.


Wieso zwingen wir dann - auch das höchste Verwaltungsgericht! - diese Gläubige, zusammen mit Jungs zu schwimmen und gegen ihre Religion zu verstoßen? Darum geht es! Ich hoffe, ich habe mich klar
ausgedrückt!


Dieses Urteil wird hohe Wellen schlagen, gerade bei Fanatikern. Die zimmern sich aus solchen Urteilen unter Umständen auch Hasstiraden. Das muss wirklich nicht sein. Und die Klügeren sollten
solchen Fanatikern keine Gelegenheit zum Aufstacheln geben ...



Klaus kleber 09/13/2013 19:22


Die Religionzugehörigkeit und ausübung ist doch in keinster weise betroffen wenn die mit 11 jährigen Jungs schwimmen lernt?Ihr habt ne Klatsche.Es gibt keinen Gott,nur ein zusammenleben
gleichwertiger Humanoiden.Es steht davon nix im Koran.Es gab nur Menschen die Frauen teilweise zum eigenen Schutze auferlegt haben wie sie sich kleiden und verhalten sollen und das unter Gottes
gesetz abgetan haben.Wenn es einen Gott gäbe dann wäre der auch mit einen FKKler zufrieden,erst recht wenn wir nach Gottes anblick erschaffen worden sind?Es gibt nur das Universum und das würde
es auch nicht stören ,wenn du wie Hanibal Lektor Menschen verspeisst.Es würde nur anderen Menschen und vielleicht dein Gewissen stören.In Gegenden wo Kanbalismus praktiziert wird,geschieht das
sogar mit den Religiösen Segen der Waldgötter.Was wäre wenn soeiner das hier machen würde und sich auf Relionfreiheit berufen würde?

Tanja 09/13/2013 18:40


Das beweisen die meisten Tangas :-))

Kiat Gorina 09/13/2013 18:51



http://www.youtube.com/watch?v=pGSrVAXDrVY



Tanja 09/13/2013 17:42


Die Modeindustrie und ihre Models ist auch gegen die Burkinis. Da brauchen die Frauen ihre Fettpölsterchen nicht mehr abhungern, die Schönheitschirurgen befürchten das Wegbleiben ihrer Kundinnen
- eine große Arbeitslosigkeit droht!

Kiat Gorina 09/13/2013 18:02



Außerdem verstoßen Burkini tragende Frauen gegen ein ungeschriebenes Gesetz der kapitalistischen Bikini-Industrie: Je weniger Stoff für ein Bikini verwendet wird, desto teurer ist das Teil!



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