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16. Dezember 2013 1 16 /12 /Dezember /2013 12:44

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http://2.bp.blogspot.com/-IPTdR7hR52M/Uq7TeG9MIrI/AAAAAAAAArY/Sq1ho0yVphw/s1600/_arge.jpgDa wurde mir ein Link auf einen Artikel geschickt - veröffentlicht von Opposition24. Im Titel wurde "ARGE" genannt. ARGE? Die gibt es doch nicht mehr, das heißt jetzt "Jobcenter". Ein veralteter Artikel? Nein vom 9. Dezember 2013.

Quelle: Opposition24 Die US-Streitkräfte suchen Sicherheitspersonal über die ARGE:  Die Amerikaner rüsten auf. Mithilfe der ARGE wird verstärkt nach Sicherheitspersonal für die Bewachung us-amerikanischer Einrichtungen in Deutschland gesucht.

Das machte mich natürlich neugierig. Also suchte ich weiter - und wurde fündig. Gigajob sucht "SICHERHEITSKRÄFTE für den Schutz von US-Anlagen":

Quelle: Gigajob SICHERHEITSKRÄFTE für den Schutz von US-Anlagen:  aktueller Vermittlungsgutschein der Agentur für Arbeit/JobCenter bzw. Anspruch darauf

Aha, es geht also wieder einmal um den "Vermittlungsschein"! Dieser "Vermittlungsschein" heißt schon längst nicht mehr so, sondern er wurde von gleich zwei Abkürzungen abgelöst: AVGS MPAV. Das ist doch ein Zeichen von überschäumender Behördenaktivität. AVGS MPAV steht für Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein – Maßnahme private Arbeitsvermittlung .

Ja, was macht eigentlich die Bundesagentur für Arbeit? Was machen die vielen Jobcenter? Sollte jemand der Meinung sein, sie vermitteln für Bürger, die Arbeit suchen, eine Arbeitsstelle. Das gilt offensichtlich nicht mehr. Es gibt ja auch private Arbeitsvermittler. Und jeder Bezieher von Arbeitslosengeld I hat ein Recht auf einen solchen "Gutschein" - maximal vier Mal pro Jahr!

Mit diesem Gutschein kann der Bezieher einen Vermittler beauftragen. Und wenn der Vermittler eine Stelle für den Bezieher gefunden hat und der Bezieher seine Arbeit begonnen hat, löst der Vermittler den Gutschein ein. Die Höhe des Betrages ist oft Ermessenssache, so um die 2.000 bis 2.500 Euro!

Wohlgemerkt: von diesem Geld sieht der Arbeitslose nichts! Das kassert der private Vermittler! Dieses System verführt natürlich zu "Seilschaften" oder "Netzen", in denen Vermittler und Arbeitgeber kooperieren. Das Ganze ist derart unausgegoren, dass die Bestimmungen für diesen Gutschein immer wieder verändert wurden. 

Ja, es führt sogar dazu, das die Bundesagentur für Arbeit und die Jobcenter bestimmte Sachverhalte anders sehen und handhaben als es das Bundesministerium für Arbeit und Soziales vorsieht.

Ja, wirklich! Diese Bundesagentur für Arbeit scheint derart selbstherrlich zu sein, dass sie dem zuständigen Ministerium auf dem Kopf herumtanzt. Offensichtlich tanzte diese Behörde auch auf dem Kopf der Ministerin herum. Jetzt verstehen wir, wieso Frau Ursula von der Leyen ein anderes Ministerium übernimmt - das Verteidigungsministerium. Mal sehen, ob  von der Leyen es schafft, sich bei der Bundeswehr durchzusetzen. Im Falle der Bundesagentur für Arbeit hat sie  es offensichtlich nicht geschafft!

Diese Art von "Arbeitsverweigerung" einer Bundesbehörde gegenüber dem zuständigen Ministerium fand sogar Beachtung in Wikipedia:

Quelle: Wikipedia Vermittlungsgutschein. ... Ebenso bestand vom 1. April 2012 bis zum 20. November 2012 ein Dissens zwischen der Bundesagentur einerseits, dem Gesetz und dem BMAS andererseits in der Auffassung, wie viele private Arbeitsvermittler beauftragt werden dürften. Während die Bundesagentur die Arbeitsuchenden belehrte, nur einen privaten Arbeitsvermittler zu beauftragen, propagierte das BMAS, dass der Arbeitssuchende auch mehrere Vermittler gleichzeitig beauftragen dürfe. Dies entspricht auch der Rechtslage des § 297 SGB III, wonach die Bindung von Arbeitsuchenden an einen einzelnen privaten Arbeitsvermittler durch Exklusivvereinbarung unwirksam sind.

Dies müssen wir uns auf der Zunge zergehen lasse: Da gibt es mit der BA eine Bundesbehörde, die sich über die Entscheidungen des verantwortlichen Ministeriums und über das vom Parlament verabschiedete Gesetz - hier Sozialgesetzbuch III - einfach hinwegsetzt!

Es gibt eine Denkschrift zum Vermittlungsgutschein:

Quelle: Denkschrift zum neuen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein: Die Bundesagentur maßt sich Rechtsetzungkompetenzen an, indem durch interne Geschäftsanweisungen der Wille des Deutschen Bundestages nicht nur ignoriert, sondern sogar diametrale Rechtsanwendung angeordnet wird. 

Da frage ich mich, was hat eigentlich die bisherige zuständige Bundesministerin gemacht? Lässt sie sich von einer ihr unterstellten Bundesbehörde auf dem Kopf herumtanzen?!

Die arme Andrea Nahles! Sie soll hat ja das Arbeitsministerium übernehmen übernommen. Welchen Augiasstall wird sie vorfinden?

Fazit: Mit der Einführung der Agenda 2010 wurde offensichtlich mit der BA ein Behördenmonster geschaffen - eine Hydra, die nicht mehr zu bändigen ist! 

All diese behördlichen Auswüchse, die ja die Steuerzahler bezahlen müssen und von dem Geld die wirklich Bedürftigen kaum etwas abbekommen, wären nicht notwendig, hätten wir ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden Bürger!

Dann verschwände dieser behördliche Spuk sofort.

Zum Abschluss ein Video, das Unglaubliches zu Tage fördert: Diese Vermittlungsprämie verhindert, dass Zeit- resp. Leiharbeiter in die Festanstellug übernommen werden. Aber seht selbst:

Randstad Leiharbeit: Vermittlungsprämie verhindert Festanstellung - 16.11.2011 Sachsenspiegel
Hochgeladen am 19.11.2011 von ReportFan

Frau Andrea Nahles, was sagen Sie dazu - als designierte vereidigte Arbeitsministerin?

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Kommentare

michaela 12/18/2013 10:15


Unser (GroKo)ntrollsystem triggert natürlich den Disziplinierungsknopf "Angst" an, indem es mit subtilen Botschaften operiert: seid fleissig und brav im Hamsterrad und alles wird gut...denkt
lieber erst gar nicht darüber nach, was passiert, wenn ihr es nicht tut...


http://kungfutius.blog.de/2013/12/17/vorbereitungen-hartz-v-17422858/

Kiat Gorina 12/18/2013 10:35



Zu kungfutius: Dass das Personal in den Jobcentern abgebaut wird, wird so schnell nicht passieren! Grund: Die vielen Jobs, die in der Hartz IV Industrie aufgebaut wurden, dienen doch nur, um
ein Potemkinsches Dorf zu erhalten - auch Vollbeschäftigung genannt! Derzeit ist doch so, dass von zehn Arbeitsplätzen nur zwei Vollzeitarbeitsplätze sind. Die restlichen sind fast alle mit
Steuergeldern subventioniert! Dieses System kann nicht gut gehen! Geht auch nicht!



Klaus kleber 12/17/2013 22:38


Genau,der Sklave arbeitet und der Herr bekommt seinen Verdienst und brauch den noch nichtmal ne Hütte stellen.

Kiat Gorina 12/18/2013 01:58



Und die Nutznießer dieser "Hilfe"-Industrie sind die wirklichen Schmarotzer 



Pjotr 12/17/2013 10:34


ZEITARBEIT = SKLAVENARBEIT!

Kiat Gorina 12/17/2013 11:32



STIMMT!



Amanda 12/17/2013 10:32


Die arme Frau! Hat sie eine Möglichkeit fest angestellt zu werden aber ihr Verleiher mauert! Die Frau hat recht das ist entwürdigend!


Bei uns im Betrieb werden die Leiharbeiter nicht mehr vom Personalbüro eingestellt, sondern vom Einkauf! Diese Kerle sind so etwas von brutal, für die zählt nur, dass sie Arbeitskräfte so billig
wie möglich bekommen!

Kiat Gorina 12/17/2013 11:31



Deshalb werden ja die Einkäufer mit den Leiharbeitern beauftragt. Einkäufer sind eine besonders knallharte sorte, die erpressen bisweilen sogar ihrer Lieferanten. Und mit Menschen haben sie null
Mitleid.



Pascal 12/17/2013 10:27


Das ist der Oberhammer! Der zeigt, dass Zeitarbeit moderne Sklaverei ist! Wer dagegen aufmuckt, wird ohne Angaben von Gründen gekündigt! Klar, diese Umtriebe sollen nicht bekannt werden. Wenn da
behauptet wird, dass Leiharbeiter mit der Zeitarbeit ein Sprungbrett in eine Festanstelltung hätten, so ist das eine Lüge! Wie der Bericht zeigt, die Leiharbeitsfirmen legen guten Mitarbeitern
Steine in den Weg, wenn sie in eine Festanstellung wechseln könnten! Da hat ja die neue designierte Arbeitsministerin Nahles viel zu tun, um diesen Saustall aufzuräumen!

Kiat Gorina 12/17/2013 11:29



Ob Frau Nahles die richtige Ministerin ist, um diesen Saustall auszumisten, das bezweifle ich sehr 



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