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15. Mai 2013 3 15 /05 /Mai /2013 19:41

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Auch die Generalität in der deutschen Bundeswehr wollte ein neues Spielzeug haben - wie ihre mit Joysticks bewaffneten Enkel zu Hause. Sie wollten Aufklärungsflugzeuge haben, in denen keine Piloten sitzen. Gesteuert werden diese Aufklärer von Bodenstationen aus. Also suchte die Bundeswehr nach Herstellern, die ein solch teures Spielzeug bauen.

Und sie wurden fündig - in San Diego im sonnigen Kalifornien werden solche "Falken" produziert. Ja, wie die Falken sollen diese unbemannten Flugzeuge - auch Drohnen genannt - den gesamten Erdball überwachen können. Deshalb wurden diese Teile auch "Global Hawk" gennannt. Die deutsche Luftwaffe wollte auch solche Falken zum Spielen haben. 

Und diese Falken hatten ja ihre Feuerprobe bereits hinter sich: Schon im Afghanistan-Krieg flogen diese globalen Falken, dabei stellte sich heraus, dass die vielen Berge und Schluchten in Afghanistan die Funkverbindung von der Bodenstation zum Falken störten. Ergebnis: Am 30.12.2001 war ein solcher Falke verschollen - bis heute will keiner wissen, wo er abgeblieben ist. 

Und am 10.07.2002 stürzte ein Falke über Pakistan ab - er war von den Bodenstationen falsch dirigiert worden. Wie sich herausstellte, hatten die "Piloten" am Boden nur rudimentäre Kenntnisse über den Grenzverlauf zwischen Afghanistan und Pakistan. Ja, es gibt Gerüchte, die behaupten, die Piloten am Boden wähnten sich immer noch in den USA ...

Aber das hinderte die deutsche Luftwaffe überhaupt nicht, solche globale Falken zu bestellen - gleich fünf Stück! Und die deutsche Luftwaffe wollte ihre Falken im deutschen Luftraum herumdüsen lassen. Sie hatte vereinbart, dass jeder Falke ein System eingebaut bekommt, das Zusammenstöße im Luftraum automatisch vermeidet.

Der Hersteller versicherte, er habe so etwas bereits eingebaut - eine Kamera im Bug des Falken und die Bilder werden an die Bodenstation geschickt. Er nannte das System "See and Avoid"! Da waren die deutschen Generäle beruhigt - erst später merkten sie, dass sie einem Übersetzungsfehler zum Opfer gefallen waren: Die Deutschen hatten "Sense and Avoid" gefordert, aber die Amerikaner hatten "See and Avoid" verstanden. 

Also wurde die europäische Militärschmiede EADS beauftragt, in den globalen amerikanischen Falken ein europäisches Aufklärungssystem einzubauen - das war ziemlich schwierig. Grund: Die Amerikaner weigerten sich, die Betriebsgeheimnisse ihrer Falken zu verraten - auch nicht dem NATO-Bündnispartner! So weit geht die NATO-Freundschaft nun auch wieder nicht!

Trotzdem wollte die deutsche Luftwaffe den europäischen Luftraum mit ihren Falken bevölkern. Sie hatten auch extra die amerikanischen GLOBAL HAWK in EURO HAWK umgepinselt. Die Falken sollten über Europa fliegen, da tummeln sich zwar sehr viele zivile Flugzeuge. Deshalb ist ja ein "Sense and Avoid"-System vorgeschrieben. Und da erkannten die Generäle den Übersetzungsfehler ...

Folge: Die europäischen Falken dürfen nicht starten. Obwohl bereits der Standort Jagel umgebaut wurde,  da sollten ab 2014 fünf europäische Falken ferngesteuert starten und landen. Da schaute einer der Generäle in seinen geheimen Terminplaner und rief aus: "Das ist ja schon nächstes Jahr!" Und ein anderer antwortete: "Da müssen wir sofort die Reißleine ziehen!"

Ja, das verstanden alle Anwesenden: Reißleine ziehen - schließen sind alle schon mal mit einem Fallschirm abgesprungen. Und die gut informierte Frankfurter Allgemeine meldete, dass mit den europäischen Falken über eine Milliarde Euronen in den Sand gesetzt wurden!

Quellen

  1. Frankfurter Allgemeine Eine Milliarde Euro versenkt - Euro Hawk wird nicht zugelassen: 13.05.2013 ·  Trotz früher Warnungen hat das Verteidigungsministerium mehr als eine Milliarde Euro ausgegeben, um eine Aufklärungsdrohne zu beschaffen. Nun kann sie nicht zugelassen werden - nicht mal für die Arbeit in militärischen Sperrgebieten.
  2. stern.de Milliardenverlust Aufklärungsdrohne Euro Hawk wird anscheinend nicht zugelassen: Die Aufklärungsdrohne Euro Hawk wird einem Medienbericht zufolge nicht zugelassen. Damit habe das Verteidigungsministerium Investitionen von 1,3 Milliarden Euro in den Sand gesetzt

Dieser Skandal hatte bereits ein Nachspiel: Da derzeit die Bundesarbeitsministerin Ursula von L. so sehr abgelenkt ist, weil sie die Causa Inge Hannemann zu ihrer Chefsache erklären musste, wurde ihr der schwarze Peter zugeschoben: Irgendwoher muss jetzt mindestens über eine Milliarde Euronen aus dem Hut gezaubert werden. Und die Euronensucher wurden fündig:

Da gebe es doch seit 2006 ein Fortentwicklungsgesetz für Hartz-IV-Bezieher, in dem wird den Beziehern von vornerherein ein Leistungsmissbrauch unterstellt wird, also können alle Bezieher auf einmal sanktioniert werden. Und mit den eingesparten Milliarden können dann die offenen Rechnungen aus Kalifornien beglichen werden. 

Und was meint die Kanzlerin dazu? Das machen wir erst nach der Wahl!

Hoffen wir, dass diese Falken nie starten werden:

EURO HAWK ersten Testflug in Manching
Veröffentlicht am 24.04.2013 von EADStv

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Published by Kiat Gorina - in GLOSSE
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Kommentare

Leselotte 05/16/2013 16:12


Egon W. Kreutzer drohnt sogar der Schädel:


http://www.egon-w-kreutzer.de/


 


 

Kiat Gorina 05/17/2013 01:07



Und wieder hat er recht! Ich stelle mir gerade vor, eine solch überdimensionierte Drohne stößt mit einem zivilen Flugzeu zusammenn und fällt auf ein AKW  Dann gibt es nicht nur Kollateralschäden.



Katharina vom Tanneneck 05/16/2013 00:34


Mein Gott, was haben wir doch für ein grottenschlechtes Personal! Die sind ihr Geld wirklich nicht wert! Alle entlassen!


So leichtsinnig gehen die mit unseren Steuergeldern um und "Die Grünen" wollen dann auch noch die Steuern erhöhen und die Krankenkassenbeiträge und die Erbschaftssteuer und sicherlich noch ein
paar andere Steuerarten auch. 


Man sollte die alle wegen Veruntreuung vor Gericht stellen!

Kiat Gorina 05/16/2013 00:56



Bleiben diese verantwortungslosen Gestalten an der Regierung, dann werden nach der Wahl die Steuern gewaltig erhöht werden! Schließlich muss deren Inkompetenz finanziert werden! Und der jetzige
Verteidigungsminister ist feige, heute schickt er seinen Staatssekretär in den Ausschuss, er selbst ist sich wohl zu fein, um Rechenschaft abzulegen. Schließlich trägt der Minister die
Verantwortung, wenn in seinem Ministerium Blödsinn am laufenden BAnd praktiziert wird. 



Leselotte 05/15/2013 23:25


Wieder ganz hervorragend geschrieben.


 


In Manching bin ich mal per Betriebsausflug "gelandet", Ziel war das dortige Museum und eine Sonderausstellung


http://www.museum-manching.de/index.php?id=406,44


Ich war beeindruckt von den Exponaten und ihrer Präsentation. Bevor es aber in´s Museum ging, haben die donnernden Testflugzeuge der Bundeswehr mir einen gehörigen Schrecken eingejagt. So unwohl
hab ich mich bisher kaum irgendwo im Leben gefühlt. Wie kann man in so einer Gegend überhaupt wohnen?


Wie man sah - man kann.


Ich hoffe mit Dir, dass diese Falken nicht starten werden.


 


 


 


 


 

Kiat Gorina 05/16/2013 00:53



Dieser Skandal mit den Drohnen passt wieder prima in die Vorwahlzeit! Wieder ein Argument, schwarzgelb abzuwählen. Und Rot-Grün sind auch nicht besser - schließlich haben sie ja einst mit dem
Drohnenwahn begonnen!



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