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16. Mai 2013 4 16 /05 /Mai /2013 14:25

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Im deutschen Bundestag sitzt eine frühere Schönheitskönigin - Dagmar Wöhrl. Sie wurde mehrmals zur Schönheitskönigin gewählt. Deshalb hat sie auch einen Blick für schöne Frauen. Und sie weiß auch, weshalb manche Frauen noch im Alter sehr gut ausschauen. Wie beispielsweise die Trägerin des Friedensnobelpreises - Aung San Suu Kyi, die über fünfzehn in Birma im Hausarrest leben musste. Den hatten ihr die birmesischen Militärs verordnet, nachdem sie die Wahl gewonnen hatte.

Dagmar W. weiß sofort, wieso diese Friedensnobelpreisträgerin für ihr Alter "so gut aussehe". Grund sei - so Dagmar W., weil sie fünfzehn Jahre ohne Stress im Hausarrest leben konnte! Und Dagmar S. muss es ja wissen - als ehemalige Schönheitskönigin.

Quelle: Süddeutsche.de Nicht das erste Fettnäpfchen

Frau Dagmar W. geht ja jetzt auf die 60 zu, und sie hat manchmal Probleme mit ihrem Knie - nach einem Betriebsunfall. Im Dezember 2012 musste sie deshalb nach Sri Lanka fliegen. Und sie konnte deshalb nicht an der namentlichen Abstimmung am 13.12.2012 teilnehmen. Ja, als brave Abgeordnete hat sie sich beim Parlamentspräsident Norbert Lammert krank gemeldet, sie schickte ihm einen Vierzeiler: Das Knie mache ihr derart Probleme,  dass sie nicht einmal im Parlament nur anwesend sein könne.

Und am Tag drauf kletterte sie "mit Rollstuhl und Krücken" in den Flieger nach Sri Lanka. Um sich von den Knieschmerzen abzulenken, machte Dagmar W. einen Luxusurlaub. Da aber ihr Knie immer noch schmerzte, musste sie ein paar Tage später nach Thailand fliegen und dort ihren Luxusurlaub fortsetzen. Zuerst in Bangkok und dann in Phuket - zum Baden - wegen ihres Knies!

Quelle: Süddeutsche.de Elefantencamp statt Bundestag: Urlaub für den guten Zweck: Dagmar Wöhrl rechtfertigt eine Reise nach Sri Lanka. Die CSU-Abgeordnete hatte sich aber zur gleichen Zeit im Bundestag krank gemeldet - und fehlte deshalb bei einer wichtigen Abstimmung. Es ist nicht ihr erster Patzer.

Nicht nur wegen ihres kranken Knies fiel und fällt Dagmar W. auf, auch wegen ihrer Nebeneinkünfte, die ihre monatlichen Bezüge als Abgeordnete bei weitem übersteigen:

Quelle: Süddeutsche.de Äußerst verdienstvoll: Als Bundestagsabgeordnete erhält Dagmar Wöhrl 24.756 Euro im Quartal, als Verwaltungsrätin einer Schweizer Bank deutlich mehr - und das ist nicht ihr einziger Posten. Da fragt sich bloß, was hier eigentlich der Haupt- und was der Nebenjob ist.

Und sagt Frau Dagmar W. immer die Wahrheit? Wie die SZ berichtete, sind wohl Zweifel angebracht:

Nach SZ-Informationen brachte es Dagmar Wöhrl 2011 aus zwei Aufsichtsratsmandaten bei der Nürnberger Allgemeinen und der Nürnberger Leben auf gut 33.320 Euro Zusatzeinnahmen. Sie dementiert dies; es seien 16.750 Euro gewesen. Was Wöhrl nicht dementiert: 2012 stieg sie in den Aufsichtsrat der NV-Holding auf, wo sie zudem in den Personalausschuss berufen wurde. "Da kommt ordentlich Geld oben drauf", sagt ein Insider. Wie sieht es in diesem Fall mit den Gegenleistungen aus?

"Die Nürnberger Versicherung hat niemals Wünsche an mich herangetragen, für sie parlamentarisch tätig zu werden", erklärte Wöhrl auf Anfrage. Der Süddeutschen Zeitung liegt jedoch ein Brief vor, der Zweifel daran nährt. Das Schreiben vom 30. Oktober 2012 ging nicht an Wöhrls Abgeordnetenbüro, sondern an ihre privaten Wohn- und E-Mail-Adressen. Darin bat Armin Zitzmann, der damalige Vize und heutige Vorstandschef der Nürnberger Versicherung, Wöhrl um Unterstützung gegen eine geplante EU-Datenschutzrichtlinie.

Er würde es sehr begrüßen, so der NV-Manager unter anderem, "wenn sich die CSU mit der Position des GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, d. Red.) auseinandersetzen würde". Zur Hilfestellung nennt Zitzmann der CSU-Politikerin mögliche Ansprechpartner in der Union.

So, da frage ich mich: Wer hat Dagmar W. in den Bundestag gewählt? Und welche Interessen vertritt sie dort? Die Interessen ihrer Wählerinnen und Wähler? Oder die Interessen von Unternehmen, von denen sie Geld erhält?

Ist eine solche Politikerin noch weiterhin wählbar? Nein, und nochmals Nein! 

Übrigens, Dagmar W. hieß früher Dagmar Winkler. Und Wikipedia weiß über sie: 1973 spielte sie in Franz Marischkas Sexfilm Die Stoßburg - Wenn nachts die Keuschheitsgürtel klappern eine Nebenrolle [als Sandra Monte], in dem sie auch nackt zu sehen ist. 1998 wurde sie zu Beginn der 14. Wahlperiode des Deutschen Bundestages von den Medien als „Miss Bundestag“ betitelt.

Welche eine Karriere! Von der Nebenrolle in einem Sexfilm zur Bundestagsabgeordneten! 

Schwierige Übung - Anstand will gelernt sein - quer vom BRVeröffentlicht am 17.05.2013 von ARD

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Published by Kiat Gorina - in GLOSSE
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Kommentare

Katharina vom Tanneneck 05/17/2013 00:15


Gut recherchiert! Wir haben auch Bardamen und ähnliches im Bundestag, so ist das nicht! Diese ganze Politkast hat sich doch meist ihre Vitas geschönt aber sie haben dabei vergessen, es gibt immer
noch Menschen, die wußten, was sie früher einmal gemacht haben. 


Das deutsche Volk kann stolz sein auf seine tingelnden Politiker! Sie bedienen sich alle an unseren Steuergeldern und schämen sich nicht einmal dafür. Kein Wunder, dass hier kein
Antikorruptionsgesetz eingeführt wird!

Kiat Gorina 05/17/2013 01:35



An sich sollte der Bundestag die gesamte Bevölkerung widerspiegeln, also müssen auch ehemalige Bardamen unter den Abgeordneten sein. Mich regt nur die Heuchelei gerade der CSU-Männer auf:


Als Gabriele Pauli sich mit langen Latexhandschuhen ablichten ließ, gab es gerade bei der CSU eine gespielte Empörung. Der wahre Grund war, dass Pauli den selbstgefälligen Stoiber vom Thron
gestoßen hat.


Und als Josefa Schmid als Landrätin kandidierte, kramte jemand verbotenerweise in Schubläden und spielte der Presse Fotos zu, die Josefa Schmid in Dessous zeigen. Und wieder empörten sich vor
allem CSU-Männer! Auch ein Landwirschaftsminister Brunner. Ja, gerade der, der fast seine ganze Verwandschaft in seinem Wahlkreisbüro beschäftigte!


Diese Politikerkaste fürchtet deshalb ein Gesetz gegen Korruption. weil sonst die meisten Sitze im Parlament auf einen Schlag leer sind 



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