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22. Januar 2012 7 22 /01 /Januar /2012 13:00

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Da gibt es eine neue Partei - die Piratenpartei, sie liegt den etablierten Parteien schwer im Magen. Auch der Regierungskoalition. Diese Piraten sind ja für Transparenz - unglaublich! Was glauben die wohl, was los ist, wenn die Wähler erfahren, was wirklich los ist?!

Aber da gibt es eine adelige Ministerin im Kabinett, ihr gefällt Transparenz, hat ihr schon immer gefallen, so sehr, dass sie unerwünschte Seiten im Internet sperren wollte, mit einem STOP-Schild - ganz transparent! Diese Ministerin ist ja auch für das wachsende Heer von Langzeitarbeitslosen zuständig. Und da hat sie eine Idee:

Genau genommen hatte ihr Zoohändler die Idee: Er stellte in seinen Schaufenstern lebende Hundewelpen aus. Ach, wie die Kinder vor den Schaufenstern sich die Nasen plattdrückten, lauter lebende kleine Hundis!

Und da hatte die Ministerin die Idee: Das können wir mit den Hartz IV Beziehern auch machen! Hinter Glasscheiben - das ist dann total transparent! Da können diese Piraten nicht mithalten. Eine solche Transparenz können nur die Schwarzen präsentieren.

Also müssen die Details ausgearbeitet werden. Frau Ministerin lässt ein Schwadron von McKinsey-Beratern anrollen, die dann einen war-room einrichten. Ja, ihr habt richtig gelesen, diese Regierung führt Krieg gegen ihre Bürgerinnen und Bürger, vor allem, wenn sie Langzeitarbeitslose sind und die Frechheit besitzen, Geld zu brauchen.

Und dann sprudelt es nur so von Ideen.

  1. Da gab es mal einen gelben Witze- pardon Vizekanzler, der warf den Hartz IV Beziehern vor, sie lebten in spätrömischer Dekadenz! Nur glaubten ihm die wenigen, nicht einmal die Leser des Buches von Thilo S. Aber das lässt sich ändern: Im Rahmen einer Weiterbildungsmaßnahme räkeln sich Langzeitarbeitslose in einer Hängematte im Schaufenster. Und sie bekommen Sixpacks spendiert - das sind Werbegeschenke einer Brauerei, aber das wird den Beziehern vom Tagessatz abgezogen - ist doch klar. Nur das mit den spätrömischen Orgien - das geht leider nicht - wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses.
  2. Ein anderer Vorschlag: Frauen können ja die Schaufenster putzen, damit die Menschen vor den Schaufenstern sehen, wie gut diese Langzeitarbetslosen schon Putzen gelernt haben. 
  3. Und für besonders schwer vermittelbare Personen gibt es dann einen Schlussverkauf - da legt dann das Ministerium noch etwas drauf, wenn ein Arbeitgeber solch einen Langzeitarbeitslosen aus dem Fenster holt.
  4. Und die Langzeitarbeitslosen lassen sich auch als Werbeträger gebrauchen, zum Beispiel für Computerspiele. "Und Pornofilme!" wirft ein Juniorberater ein. Ein strafender Blick der Ministerin trifft ihn und sie wirft mit ihrem STOPP-Schild nach ihm. Ja, sie hat ja die Frau des entgelten Freiherrn von Connecticut einfliegen lassen, diese Freifrau unterstützt die Ministerin im Kampf gegen Pornographie im Internet. So bleibt der Adel unter sich.

Einige melden Bedenken an: "Damit verstoßen wir in vielen Punkten gegen das Grundgesetz!" Die gerade anwesende Kanzlerin schmunzelt: "Das machen wir doch schon die ganze Zeit, und ist etwas passiert?"

Demo gegen den geplanten Welpenverkauf bei Zoo Zajac in Duisburg

Von der spätrömischen Dekadenz


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  • : Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
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