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6. Dezember 2012 4 06 /12 /Dezember /2012 14:18

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In Brandenburg an der Havel gibt es auch ein Jobcenter. Das ist aber kein Center, das Jobs anbietet. Das ist auch keine Behörde, die Langzeitarbeitslose vermitteln soll. Dieses Jobcenter in Brandenburg sieht offensichtlich seine Aufgabe als verlängerter Arm der Gesundheitsbehörden.

Da sollen sich Hartz-IV-Bezieher bei Kursen anmelden, um sich das Rauchen abzugewöhnen:

Quelle: GLOSSE: Wie Jobcenter mit ihren Kunden umgehen

Was solche Kurse mit qualifizierenden Maßnahmen zu tun haben sollen, das ist mir schleierhaft! Soll der Hartz-IV-Bezieher etwa in seinem Lebenslauf schreiben, dass er erfolgreich sich das Rauchen abgewöhnt hat. Auch wenn er sich bei bei einem Zigarettenhersteller bewirbt?

Also, Leute vom Jobcenter, das habt ihr nicht zu Ende gedacht!

Und die Jobcenter lassen sich eine neue Schikane für Hartz-IV-Bezieher einfallen: den Schrittzähler! Ja, sie wollen ihren Kunden Beine machen! Wirklich! Da wurden Schrittzähler an Hartz-IV-Bezieher verteilt! 

Und wozu sollen sich diese Hartz-IV-Bezieher damit qualifzieren? Was schreibt dann ein Bewerber in seinem Lebenslauf? Träger eines Schrittzählers von Jobcenters Gnaden? Und der Leiter des Jobcenters an der Havel - Christian Gärtner - tönt gleich in der Presse: "Notfalls werden wir bei qualifizierungsunwilligen Leuten aber sanktionieren, bis sie raus sind aus dem Leistungsbezug."

Er hat sich damit verraten: Es geht nicht um Qualifizierung der Hartz-IV-Bezieher. Es geht auch weniger um Schikane. Sondern es geht einfach darum, die Zahl der Hartz-IV-Bezieher zu senken! 

Deshalb denken sich die Jobcenter solche irrsinnigen Maßnahmen aus - in der Hoffnung, dass ein Bezieher total sanktioniert werden kann, also überhaupt keine Grundsicherung bekommt. Da mag das Bundesverfassungsgericht geurteilt haben, dass an den Beträgen für die Grundsicherung nicht gerüttelt weden darf, das stört das Jobcenter und seinen Leiter nicht das Geringste.

Da mag das Auswärtige Amt dieser Republik in einem Bericht über Folterstaaten Essensentzug als Folter angepangert haben, aber wenn Jobcenter total sanktionieren, was bedeutet das für die Betroffenen? Essensentzug - total! Was schließen wir daraus? 

Solche Maßnahmer der Jobcenter sind brutale Foltermethoden! Christian Gärtner, eine Frage: Wie fühlt man(n) sich als Folterknecht?

Quellen

  1. Märkische Allgemeine Strenge Strafen für Weiterbildungsmuffel - Jobcenter fährt harte Linie gegen Verweigerer: Liebe Redaktion, wo sind denn die Weiterbildungsmaßnahmen? Raucherentwöhnung und Tragen eines Schrittzählers stellen doch wohl keine Weiterbildung dar! Also, wenn ihr solche Töne spuckt, dann informiert euch erst und recherchiert! Und Recherchieren solltet ihr gelernt haben!
  2. gegen-hartz.de: SCHRITTZÄHLER FÜR HARTZ IV BEZIEHER
  3. scharf links Schrittzähler für Hartz IV Bezieher

Es wird allerhöchste Zeit, dass die LINKE im Bundestag eine Anfrage stellt: Hält die Bundesregierung solche Maßnahmen wie Raucherentwöhnung und Schrittzähler für Hartz-IV-Bezieher für eine sinnvolle Weiterbildungsmaßnahme? Und auf welcher Rechtsgrundlage greift ein Jobcenter zu solchen Maßnahmen?

Honigmann Nachrichten vom 4. Dez. 2012- Nr. 227
Veröffentlicht am 04.12.2012 von Der Honigmann

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Kommentare

Katharina vom Tanneneck 12/07/2012 00:03


Da werden wohl wieder ein paar Leute viel Geld verdienen! Man müßte mal recherchieren wer die Raucherentwöhnungskuse abhält und wer die Schrittzähler verkauft. Vielleicht sind das Freunde oder
gar Verwandte einiger Politiker?


Ansonsten ist es unverschämt, was die dort treiben. Kein Mensch muß sich das Rauchen abgewöhnen, wenn er nicht will! Wo kämen wir denn hin, wenn der Staat uns das auch noch vorschreibt? Es reicht
schon, dass er uns viele Dinge des alltäglichen Lebens vorschreibt, wie die giftige Energiesparlampe. Das sind ja schlimmere Zustände als in China!


Wir müssen auf die Strasse und diesen Zustand in unserem Land endlich beenden! Die werden ja immer schlimmer! Von solchen Diktatoren möchte ich nicht regiert werden! 

Kiat Gorina 12/07/2012 01:02



Solche persönliche Verquickungen kommen öfter vor: Da ist einer Chef vom Jobcenter und seine Frau ist Sozialpädagogin und hält Kurse. Wo? Beim Jobcenter  Mit solchen Maßnahmen werden keine Arbeitsstellen vermittelt, da werden nur Steuermittel verbrannt!



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