Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog
2. Oktober 2013 3 02 /10 /Oktober /2013 21:57

TRANSLATE

Nicht nur in Sachen Ed Snowden ist der Guardian für Enthüllungsjournalismus gut - auch über Sklaverei in Katar. Da soll ja 2022 die Fußballweltmeisterschaft stattfinden. Und Katar lässt sich nicht lumpen - da wird gebaut auf Teufel komm raus! Und wer baut? Natürlich Gastarbeiter - meist aus Nepal. Wie der Guardian berichtete - werden diese Gastarbeiter wie Sklaven gehalten, erhalten keinen Lohn und sterben wie die Fliegen.

Kein Wunder - bei sommerlichen Temperaturen von 50 Grad im Schatten - Das machen auch die Herzen von jungen zwanzigjährigen Männern nicht mit. DieBauunternehmer ficht das massenweise Sterben nicht an - da werden halt andere Gastarbeiter geholt - der Bau muss weitergehen!

Quelle: theguardian Revealed: Qatar's World Cup 'slaves': World Cup construction 'will leave 4,000 migrant workers dead' - Analysis: Qatar 2022 puts Fifa's reputation on the line

Das kratzt gewiss heftig am Image der Fifa. Die Fifa begünstigt Sklaverei! Und da kommen auch wieder die Bestechungsvorwürfe hoch: Waren das nicht merkwürdige Umstände, die zur Vergabe der Fußball-WM im Sommer in Katar führte? Langsam dämmert es den Verantwortlichen, dass bei 50 Grad im Schatten auch Fußballer umfallen könnten!

Der Guardian hatte seine Enthüllungen am 25.09.2013 veröffentlicht. Erst dann trauten sich deutsche Gazetten, darüber zu berichten. Am 26.09.2013 traute sich DER TAGESSPIEGEL:

Quelle: DER TAGESSPIEGEL Fußball-WM 2022 "Guardian": Tote und Zwangsarbeit auf Baustellen in Katar: Der „Guardian“-Bericht ist in der Tat höchst alarmierend. Demnach hat der Internationale Gewerkschaftsbund ITUC ausgerechnet, dass mindestens 4000 Gastarbeiter ihr Leben gelassen haben werden, ehe das erste WM-Spiel angepfiffen wird. 

Habt ihr das gelesen? Da werden mindestens 4.000 Menschenleben geopfert! Nur damit protzige Bauten für ein Olympiaspektakel gebaut werden können! Was sind die Gründe für die Todesfälle?

  • Zwangsarbeit bei 50 Grad
  • kein Trinkwasser
  • keine Hygiene in den überfüllten Unterkünften
  • eingezogene Pässe
  • mangelnde Ernährung
  • Löhne vorenthalten

Woran erinnert uns das? An die Zeiten des Frühkapitalismus! An die Kinderarbeit in den englischen Bergwerken! Kommt jetzt der Frühkapitalismus wieder? In einem der reichsten Länder? In Katar? Ja, hier zeigt sich wieder die widerliche Fratze des Kapitalismus! Menschen sind nichts wert! Sie können verrecken! Es gibt ja viele davon!

Und was macht die Fifa? Sie wiegelt ab! Sie dementiert! Sie streitet ab! Sie leugnet! Das ist ja auch schlecht für das Image des Fußballs! Können Menschen dann noch ohne schlechtes Gewissen diese WM anschauen und im Fernsehen verfolgen? Ja, wenn bis 2022 die Toten vergessen sind! Aber wir werden sie nicht vergessen lassen!

Hier sind Piraten gefragt! Wirkliche Piraten! Wenn dann diese Protzbauten gezeigt werden, dann werden - ungefragt - die Namen der Toten eingeblendet! Oder wir rufen zum Boykott dieser Spiele auf! Wer will da noch viel Geld ausgeben für die Eintrittskarten? Karten, die mit dem Blut von Sklaven befleckt sind?! Oder wir schalten einfach unsere Fernseher ab! Wir boykottieren die Übertragungen der Spiele! Dann bleiben die Werbeinnahmen aus! 

Wir boykottieren auch die Fanartikel und ähnlichen Mist! Die Händler sollen drauf sitzen bleiben! Es gibt viele Möglichkeiten, als Verbraucher diesem widerlichen Kapitalismus die Zähne zu zeigen! Denn diese Kapitalisten wollen Geschäfte machen, aber wir verweigern deren Scheiß. Den können sie sich selbst in ihre verfetteten Hintern stecken.

Katar 2002, die WM der Schande, die WM der Sklaverei
Veröffentlicht am 12.06.2013 vom ITUCCSI

Diesen Post teilen

Repost 0

Kommentare

Johanna 10/03/2013 11:13


Es gibt ein Buch "Foul!", geschrieben von Andrew Jennings. Es handelt vom Korruptionssystem des Sepp Blatter! Auch der BBC veröffentlichte eine lange Dokumentation darüber. Ihm liegt auch eine
Liste von 175 geheimen Zahlungen vor. Die gesamte FIFA stinkt ganz gewaltig!


2010 stellte die Staatsanwaltschaft in Zug das Verfahren gegen FIFA-Funktionäre ein. Gegen eine Zahlung von 5,5 Million Schweizer Franken! Dann sollte ein Dokument der Staatsanwaltschaft mit 41
Seiten veröffentlicht werden. Die FIFA wehrte sich dagegen. Der Ausgang des Streites ist immer noch offen!


Mein persönliches Fazit: Finger weg von der FIFA! Diese Art von Fußball und deren Weltmeisterschaften einfach nicht beachten. Wenn das viele Menschen machen, dann fällt dieses System Blatter in
sich zusammen - wie ein Kartenhaus!

Kiat Gorina 10/03/2013 13:47



Das ist auch meine Meinung: Je mehr sich von der Fifa distanzieren und die Zuschauer bei der WM einfach wegbleiben und die Quoten der Fernsehanstalten in den Keller rauschen, dann werden die
FIFA-Gestalten um Blatter erkennen, dass sie ohne Zuseher ein Nichts sind! Das vergessen diese Heinis immer! Ohne die Fans sind sie Nichts!



Ramona 10/03/2013 11:01


Da hat die FIFA ihren Slogan von "For the Good of the Game" in "For the Game. For the World" geändert! Sie merkten, dass dieser Fußball nichts mehr mit Gutem zu tun hat ;-) Von welcher Welt
spricht diese FIFA? Von einer Welt mit Giftgas?

Kiat Gorina 10/03/2013 13:44



Offensichtlich ja!



Joana 10/03/2013 10:54


Wenn ich könnte, würde ich im Klo des Blatter das Papier mit Tabascosauce einschmieren :-))

Kiat Gorina 10/03/2013 13:44



EIne gute Idee! Da mache ich mit!



Sepp 10/03/2013 10:35


Ich bin empört, ich bin wütend. Auf Katar! Auf die Fifa! Keine WM in Katar!

Kiat Gorina 10/03/2013 10:49



Genau!



Uwe 10/03/2013 10:33


Schlimm, was sich da herausstellt: Katar unterstützt Rebellen in Syrien, die setzen Giftgas ein, die Fifa macht mit Katar Geschäfte! Das hat mit Fußball nichts zu tun! Die Fifa sollte die WM in
Katar abblasen!

Kiat Gorina 10/03/2013 10:49



Hier zeigt sich, dass Fifa und WM alles nur schlimmste Geschäftemacherei ist, mit Fußball und Sport hat das nichts mehr zu tun!



Über Diesen Blog

  • : Blog von Kiat Gorina
  • Blog von Kiat Gorina
  • : Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
  • Kontakt

Suchen