Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.
Passend zum Volksentscheid am 27.11.2011 veröffentlichte SPIEGEL ONLINE einen sehr brisanten Bericht: "Bislang unbekannte Dokumente zeigen nach SPIEGEL-Informationen, dass die damalige Landesregierung schon 2009 mit höheren Kosten rechnete - Parlament und Öffentlichkeit aber nicht darüber informierte."
Nun, heute ist Oettinger EU-Kommissar für Energie, da frage ich mich schon, was sind die Voraussetzungen für ein solches Amt? Müssen etwaige Kandidaten dafür auch kriminelle Energie aufweisen resp. beweisen? In meinen Augen ist es kriminell, wenn ein Ministerpräsident von Kostenüberschreitungen erfährt, dies jedoch der Öffentlichkeit, ja sogar auch seinen Wählern verschweigen will.
SPIEGEL ONLINE Regierung Oettinger verheimlichte Berechnungen zu Stuttgart 21
Ich zitiere aus dem Artikel: "Der damalige Ministerpräsident und heutige EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) verbat sich daraufhin weitere Berechnungen: 'Auf Wunsch des Herrn MP', so heißt es in dem Vermerk, solle derzeit von einer 'neuen Kostenberechnung abgesehen werden'. Entsprechende Zahlen seien 'in der Öffentlichkeit schwer kommunizierbar', schrieben Oettingers Beamte."
Das müssen wir uns nur einmal vorstellen: DA verhängt der Ministerpräsident seinen Beamten einen Maulkorb! Weil er genau weiß, dass diese immensen Kostenüberschreitungen bei der Bevölkerung "schwer kommunizierbar" sind! Was ist von einem solchen Ministerpräsident zu halten? Absolut nichts!
Und es geht ja noch weiter: "Die Mitarbeiter äußerten zudem Bedenken, die ebenfalls zu den Bahnhofsbefürwortern zählende SPD über die neuesten Berechnungen zu informieren. Es sei damit zu rechnen, 'dass die SPD bei Bekanntwerden der Kostenentwicklung von dem Projekt abrücken wird'."
Das hoffe ich doch schwer! Jetzt, da die Katze aus dem Sack ist, da kann doch die SPD auf keinen Fall mehr gemeinsame Sache mit den S21-Verfechtern machen!. Erinnern wir uns an den Oktober 2011 - da kassierte Nils Schmid als SPD-Chef Pfiffe der Zuhörer, weil er immer noch für S21 eintritt. Jetzt dürfte er einsehen, dass er und mit ihm die SPD auf das falsche Pferd gesetzt haben!
Stuttgarter Zeitung Pfiffe gegen Nils Schmid