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Tagebuch einer Schamanin, aufgewachsen in der mongolischen Steppe bei Nomaden, Vater deutsch, Mutter Mongolin.

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Nein zu Stuttgart 21

Zum Thema "Stuttgart 21" sandte mir Morrighan einen Link zu einer Web-Cam.

Hier wird der jetzige Stuttgarter Bahnhof gezeigt, ein Teil ist ja schon abgerissen. Dieser Bahnhof ist ja ein Kulturdenkmal. Trotzdem wird es zerstört. Morrighan schreibt, dass auch Nicht-Stuttgarter sich am Protest beteiligen können. Jeden Tag einen "Schwabenstreich", will heißen täglich um 19:00 Uhreine Minute Krach. Und wer will, kann sich an einer Unterschriftenaktion gegen Stuttgart 21 beteiligen.

Also, Leute, ran an die Tasten!

 

(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.

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M
<br /> Ich danke dir fürs Einstellen.<br /> <br /> Komme gerade vom Schlossgarten, wie die Nacht davor auch. Die Bäume dort sind akut bedroht. 283 Bäume, alle 200 Jahre alt, das Naherholungsgebiet, die grüne Lunge der StuttgarterInnen.. Sie sollen<br /> fallen für Stuttgart 21. Während wir ParkschützerInnen im Park uns auf eine weitere Nacht eingestellt haben, ist hohes Polizeiaufgebot auf der anderen Seite des Bahnhofs aufgefahren, hat alles<br /> abgesperrt, den Bauzaun erweitert und nun fällt bei Nacht der Rest des Nordflügels, um den wir seit zwei Monaten kämpfen mit Blockaden, mit Mahnwache rund um die Uhr, mit Präsenz, mit Großdemos von<br /> bis jetzt fast 70.000 Leute. Wir haben alle Ämter, Presse, sämtliche Politiker angeschrieben. Statt Dialog kommt von den Befürwortern Dialüg und blinder Aktionismus, weil ihnen der Kittel brennt.<br /> Die Polizei vor dem Bauzaun steht wie wir dahinter in den Astbestwolken des Nordflügel-Abbruchs. Keinen kümmerts. Es werden sämtliche Gesetze umgangen, indem Ausnahmegenehmigungen eingeführt werden<br /> oder vertuscht wird. Die regionale Presse schreibt nicht mal ein Viertel der Wahrheit und kriminalisiert uns, alles auf Druck von oben. Demonstrantenzahlen werden auf die Hälfte heruntergerechnet,<br /> es werden Provokateure eingesetzt.<br /> <br /> Es ist unglaublich, was hier passiert.<br /> <br /> Und alle haben Angst vor dem Tag X, wir wie auch die Polizei. Tag X ist der Tag, an dem die Bäume fallen.<br /> <br /> Wir sind 26.000 ParkschützerInnen und erleben seit Monaten etwas, was Stuttgart nicht für möglich gehalten hätte. Es gibt Gespräche zwischen fremden Leuten, Zusammenhalt, viele neue Freundschaften<br /> quer durch alle Schichten, soziales Engagement, wunderbare Kreativität, die Leute reiben sich auf in Tag- und Nachtdiensten an der Mahnwache, an der Torwache, im Park, sind todmüde. Menschen, die<br /> noch nie in ihrem Leben mit der Polizei zu tun hatten und noch nie gesellschaftliche und gesetzliche Regeln verletzt haben, setzen sich in die Blockade mitten in den Polizeikessel und lassen sich<br /> wegtragen. Männer in Anzügen, strickende Omas, Väter mit Töchtern, Mütter, die ihre Kinder zuvor in den Kindergarten gebracht haben. Sie übernachten im Park bei kaltem und regnerischem Wetter.<br /> Hunderte Gruppen haben sich gefunden und planen Aktionen, schreiben Protestbriefe, machen Blockadetrainings, spenden für den Widerstand Geld, Essen, Decken, Zelte.<br /> <br /> Es ist unglaublich, was hier passiert.<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Liebe Morrighan,<br /> <br /> <br /> es ist wirklich beeindruckend, was sich in Stuttgart tut. Auch wenn die Proteste von der Mainstreampresse totgeschwiegen werden (sollen), die Wahrheit lässt sich nicht totschweigen. Ich habe die<br /> Rede von Andreas Keller gefunden, die werde ich in meinen Blog stellen, damit auch die Nicht-Stuttgarter erfahren, welche Ungeheuerlichkeiten von der Verfechtern dieses Monstrprojektes begangen<br /> werden.<br /> <br /> <br /> Euch allen wünsche ich viel Kraft und Energie, auf dass die alten Bäume gerettet werden.<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Kiat<br /> <br /> <br /> <br />